Wer Wasser predigt, sollte Wasser trinken

konsumschulden

Kennt ihr die Leute, welche euch sagen wie ihr was zu machen habt? Es aber selber nicht besser machen?

Diese Leute gibt es überall. Sie predigen einerseits gesunde Ernährung, liebt euch wie ihr seid, lebt sparsam und und und… selber schaffen Sie es aber nicht ihre eigenen Aussagen einzuhalten.

Leider ist euer Kapitalist nicht besser.

Ich selbst schreibe hin und wieder über das gute Geld. Ok, ich gebe keine großen Finanztipps aber auch ich habe schon einige gängige Metaphern zum Besten gegeben.

Ich predige euch Wasser, trinke aber selber Wein.

 

Somit habe auch ich noch Konsumschulden. Diese sind durch den Kauf des Autos meiner Ex und eines neuen Autos für mich entstanden.

Seit gut einem Jahr zahle ich fleißig meine Raten, Monat für Monat.

Dies könnte ich auch weiterhin machen. Leisten kann ich es mir. Aber ich will nicht mehr.

 

Was die Ausgaben bei mir ausmachen

Ich dokumentiere meine Ausgaben und sehe wohin mein Geld so geht. Ein nicht unerheblicher Teil ist dabei die Rate des Kredites.

Und ich muss sagen, es stört mich persönlich ungemein. Wenn ich alle unnötigen Ausgaben wegstreiche, erhöht sich meine Sparquote auf gute 54 %.

Und diese will ich nun erreichen!

Es ist ein besseres Gefühl, wenn man weiß nicht mal ansatzweise das Geld zu benötigen, welches man hat. Jede Lohnerhöhung kann somit direkt in eine sinnvolle Investition fließen.

In einer meiner letzten schlaflosen Nächte habe ich mir auch direkt darüber Gedanken gemacht. Will ich im Hamsterrad weiter so leben? Oder will ich im Zweifelsfall einen anderen Weg gehen können?

 

Der Kredit ist hoch, der Preis auch

Einige meiner Ausgaben habe ich bereits gestrichen oder gekündigt. Der Kredit ist der größte Brocken bei den Konsumausgaben.

Mein Nettovermögen ist positiv, bedeutet also, das ich den Kredit jederzeit abzahlen kann. Das ist schonmal positiv.

Was weh tun wird ist aber der Fakt, das ich dafür eine Menge Geld vom Depot nehmen werden muss.

Das Geld, welches ich auf dem Notfallkonto habe, ist völlig Tabu dafür. Sonst wäre es kein Notfallkonto. Das Geld auf dem Depot dagegen reicht völlig aus, um den Kredit abzuzahlen. Doch danach wird da nicht mehr die Welt drauf sein.

Einige tausend Euro noch, doch ich werde nicht mehr 5-stellig sein. Hinzukommt noch, das ich alle Positionen kommenden Monat liquidieren werde. Auch das Investmentkonto.

Rein vom Depot gesehen, werde ich wieder weit zurückgeworfen und muss wiederum Geld zusammensparen.

 

Warum das Geld nicht auf dem Depot lassen?

Einige denken sich vielleicht, warum lässt er das Geld nicht einfach auf dem Depot und zahlt weiter seine Raten.

Könnte ich machen. Doch durch den Kredit habe ich eine Pflicht, welche mir nicht gefällt. Der Kredit nimmt mir Monat für Monat einen Teil meiner Freiheit.

Ich kann danach entscheiden, was mit dem freiwerdenden Geld passiert. Zahle ich es auf dem Depot ein? Kommt es auf das Notfallkonto? Gehe ich davon essen?

Doch aktuell ist es einfach nur blockiert. Denn es ist vorherbestimmt, was mit dem Geld passiert.

 

Mehr Informationen auf Der Kapitalist

Wenn der Kredit abgezahlt ist, werde ich euch auch mehr an zukünftigen Finanzentscheidungen und Zielen von mir teilhaben lassen. Genaueres dazu wird in späteren Artikel noch folgen.

Hierzu werde ich auch die Website selbst aufräumen. Ich möchte euch etwas Greifbares geben. Einen Weg, den ihr mit mir gehen könnt, mich begleiten könnt.

Und hierzu gehört für mich, wenn ich Wasser predige, auch Wasser zu trinken.

So habe ich nun nicht nur bei mir selbst Kostensenkungen veranlasst, sondern auch in der Einnahmenseite bin ich dabei, etwas zu machen. Den Meisterabschluss habe ich ja nicht umsonst gemacht^^

So möchte ich euch vor allem zukünftig einfach auch mehr bei meinem finanziellen Denken teilhaben lassen. Der Umbau der Seite wird sich so Juni/Juli vollziehen.

Danach heißt es dann für mich, ein paar finanzielle Ziele zu erreichen und euch zu sagen, wie ich dies machen will.

Auch werde ich euch mehr an meinen Trades teilhaben lassen. Dafür rufe ich bei mir auf der Seite zu einem kleinen extra Format auf. Doch so wie ich meine eigenen Finanzen schlanker mache, werde ich auch die Website vereinfachen und schlanker machen.  

 

Viel vor sozusagen. Doch als erstes ist der Kredit dran. Sodass ich dann Wasser predige und auch Wasser trinke.

Kommentare (4)

  1. Meines Erachtens läuft es im Endeffekt darauf hinaus, welches RISIKO du einzugehen bereit bist.

    Bevor ich seinerzeit meine Eigentumswohnung gekauft hatte (die hat sicherlich mehr gekostet als dein Auto), hatte ich alle meine Aktien verkauft, um möglichst viel Eigenkapital zu haben. Sicherlich wäre es – im Nachhinein betrachtet – schlauer gewesen, die Papiere zu behalten und zu darauf spekulieren, dass sie stärker steigen als die Kreditzinsen sind.
    Aber wie gesagt: So etwas ist RISKANT – und dieses Risiko einzugehen, macht m.E. nicht viel Sinn
    (im positiven Fall hat man Geld, das im Prinzip man nicht benötigt / im negativen Fall hat man unnötig hohe Schulden)

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  2. Problematik Auto ist was das betrifft schwierig. Mein Wagen hat vor einiger Zeit den Geist aufgegeben, seitdem gehe ich zu Fuß oder nehme das Fahrrad. Bei täglich weiteren Strecken wäre es dann aber auch schwierig – ÖV kann man ausserhalb von Großstädten sowieso vergessen. Mein Portfolio ist mir wichtiger als der Luxus Auto – aber das muss jeder für sich entscheiden.

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  3. Ich lese gerne deinen Blog, aber diesen Beitrag kann ich nicht verstehen, oder sagen wir ich bin einfach anderer Meinung.Der Grundsatz sollte lauten: keine Konsumschulden. Aber es ist ja wie so oft: „Es kommt drauf an…“ Ich würde da nichts verteufeln.
    Die Tilgung machst du nur für dein Gefühl, das entnehme ich aus dem Text und das sollte nicht so sein. Sicher sieht eine höhere Sparrate schicker aus, aber wenn das Kapital doch schon im Depot steckt, ist es noch besser… Ich schreibe mal um: Der Kredit GIBT dir Monat für Monat ein Teil deiner Freiheit. Warum? weil du das Geld ausgeben kannst, wofür du möchtest und es eben nicht im Auto z.B. steckt.
    „denn es ist vorherbestimmt, was mit dem Geld passiert.“ > Das ist es so oder so zu dem Zeitpunkt, als du das Auto gekauft hast. Du erkaufst dir die Freiheit, trotzdem mit dem Geld wirtschaften zu können, mit dem Kreditzins…
    Versteh mich nicht falsch: Du kannst natürlich tun und lassen was du willst und für viele Menschen ist es (psychologisch gesehen) besser, keine (Konsum-)Kredite zu haben. Aber wenn man es von der finanziellen Seite betrachtet, macht es meist keinen Sinn. Ich nehme da gerne meine 0%-Küchenfinanzierung: Ich hätte auch bar zahlen können, aber ich habe jetzt lieber mehr Geld zur Verfügung. Natürlich stört mich auch etwas die monatliche Rate, aber ich mache das ja, weil es finanziell das Beste ist. Wenn der Kredit abgezahlt ist, habe ich eine höhere Sparrate, es ändert aber nichts an der Vorgehensweise, ob ich einmal 10.000€ anlege oder 60 Monate 166,67€.
    Zum Abschluss: Es ist sehr gefährlich, mit geliehenem Geld (=Kredit) zu spekulieren! Die Kreditzinsen müssen erstmal erwirtschaftet werden. Zu sehr guten Konditionen kann es aber in geringem Umfang (wenn man einen Totalverlust verkraften kann und trotzdem noch die Rate stemmen kann…) Sinn ergeben.

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