Neustart für euren Kapitalisten

finanzielle Unabhängigkeit

Wie bereits angekündigt, möchte ich die Website neu ausrichten und auch einiges an meinem eigenen finanziellen Stand ändern.

Ich habe viel gelesen, viel nachgedacht, viel hinterfragt und bin letztendlich immer noch nicht auf ein eindeutiges Ergebnis gekommen.

Aber ich bin trotzdem die ersten Schritte wieder gegangen. Man sagt oft, das die Leute zu lange nachdenken und alles perfekt haben wollen, dabei aber das Anfangen vergessen.

Ich habe meine Ambitionen hinter dem Blog hinterfragt und was ich anfangs damit erreichen wollte. So sollte der Blog eine Anlaufstelle für Fragesteller sein, für Ideensucher.

Letztendlich aber habe ich mich darin verloren, euch eine immer besser werdende Performance zu zeigen. Ich setzte mich selbst immer und immer mehr unter Druck, um ja keinen Verlust einzufahren. Mich setzte dabei tatsächlich die Veröffentlichung meiner Einnahmenreports immer mehr unter Druck, da ich euch Erfolge zeigen wollte, keine Verluste.

Nun habe ich hier meine Ansicht geändert. Ich bin zurück in meiner Ausgangslage. Ich werde euch ab kommenden Monat auch wieder meine Depotentwicklung zeigen. Jedoch werde ich mich selbst dabei nicht mehr so unter Druck setzten, euch unbedingt etwas beweisen zu wollen.

Es mag doof klingen, aber sobald man seine Einnahmen veröffentlicht, baut sich mit jedem Erfolg ein gewisser Druck auf, diesen zu überbieten oder mindestens zu halten. Was passiert, wenn man dies nicht schafft, sieht man immer und immer wieder.

 

Nun ja, um mir selbst etwas Druck wegzunehmen, habe ich ein paar Dinge bei mir geändert. Ein paar alte Ideen zurückgeholt und will mich wieder auf das Wesentliche konzentrieren.

 

Zuerst kommen die privaten Finanzen

Am Anfang habe ich mich nun um meine privaten Finanzen wieder gekümmert.

Dabei war der erste Schritt, völlig Schuldenfrei zu werden. Dies habe ich nun auch wieder erreicht. Dafür musste ich mein Depot massiv beschneiden, da ich schnellstmöglich Schuldenfrei werden wollte.

So ist nun der Stand, das ich seit dem 04.06. nun wieder völlig schuldenfrei bin.

Mein Depot hat aktuell noch einen Liquidierungswert von knapp 5.800 €. Knapp 800 € stecken dabei momentan in übriggebliebenen PMCCs.

Diese werde ich noch auslaufen lassen und schauen was letztendlich dabei rausgekommen ist.

 

Ein weiteres meiner Ziele ist es, ein Risikopuffer von knapp 2.000 € auf meinem Hauptkonto zu haben. Die 2.000 € sind dafür gedacht, auch mittelgroße Anschaffungen schnell darüber bezahlen zu können.

Auch dieses Ziel habe ich direkt diesen Monat abgearbeitet.

 

Nun ist aber immer noch nicht mein Depot an der Reihe.

Ich hatte früher ein Konto für unvorhergesehenes. Dieses wird nun wieder so schnell wie möglich aufgestockt. Ziel ist es hier, eine Minimumsumme von 5.000 € liegen zu haben. Dafür werde ich jetzt Monat für Monat meine Überschüsse auf dieses Konto überweisen, um das Ziel noch in diesem Jahr zu erreichen.

Sind wieder 5.000 € drauf, werde ich einen monatlichen kleineren Betrag darauf überweisen. Einfach nur das es weiter anwächst und meine Sicherheitsspanne zu dem Minimumbestand größer wird.

 

Die Depots kommen zum Schluss

Sind diese Ziele erreicht, wende ich meine Aufmerksamkeit wieder meinen Depots zu.

Dabei werde ich wieder unterschiedliche Strategien fahren. Ein Depot wird die 3-Filter-Strategie fahren. Jedoch werde ich hier warten müssen, bis ich genügend Geld dafür zusammen habe, da man bei dieser Strategie eigentlich gut 10.000 € auf dem Konto haben sollte.

Das zweite Depot wird ab diesen Monat wieder „arbeiten“. Hier fahre ich die Abzahlstrategie. Ich habe viel in letzter Zeit über Buffett und Graham gelesen und angehört. Ich habe auch eine sehr interessante amerikanische Value Seite gefunden, welche verschiedene Stategien zurückgerechnet hat und nun jedes Jahr neu aufsetzt (Demodepot).

Hier habe ich mir Inspiration geholt und zwei Dinge kombiniert. So werde ich in unterbewertete Unternehmen investieren und darauf Optionen schreiben. Die Optionen sind dabei tatsächlich aber nur als ein kleines Goodie gedacht. Eine winzige monatliche Dividende.

Um dies natürlich realisieren zu können, bin ich gezwungen, immer mindestens 100 Aktien zu kaufen. Dies habe ich auch vor.

 

Der Einnahmenreport wird sich auch ändern… mal wieder^^

Ich höre aktuell Hörbücher. Das bietet sich bei mir tatsächlich an. Ich fahre täglich eine halbe Stunde auf Arbeit, sowie eine halbe Stunde wieder nach Hause. In dieser Zeit höre ich nun keine Musik mehr, sondern Hörbücher.

So habe ich eine Idee vom Cashflowquadrant für mich aufgeschnappt, welche mir sehr gefiel. Geld nicht selbst als Vermögen anzusehen.

Sondern Geld in Zeit umzurechnen. Soll heißen, das komplette Vermögen so umzurechnen, das man sagen kann, wie viel Lebenszeit man sich erspart hat.

Wenn man also 20.000 € besitzt und zum Leben 2.000 € im Monat braucht, hat man 10 Monate Lebenszeit als Vermögen.

Mir gefällt die Idee sehr gut, Geld so anzusehen. Somit gibt man Geld, bzw. seinem Vermögen einen greifbareren Wert.

 

Änderungen am Blog

Der Blog trägt sich bis heute nicht^^ Ob er das jemals tun wird, weiß ich nicht. Ich sehe den Blog wieder als Hobby an.

Was ich aber wieder mehr machen möchte, ist Buchrezessionen zu schreiben, von erst gelesenen Büchern. Gerade da ich für Bücher relativ viel Geld ausgebe (erst letzten Monat wieder ein Exemplar für 170 € gekauft, weil dieses nicht mehr auf Deutsch herausgegeben wird) möchte ich auch gerne Rezessionen über Bücher schreiben, welche nicht jeder zu Hause hat. Oder aber zu Hause hat, nur nie gelesen. (Jeder hat „Die Geheimnisse der Wertpapieranalyse“, aber Hand aufs Herz, wer hat es schon komplett gelesen?)

Auch werde ich ab und an einfach von Dingen schreiben, welche mich begeistert haben. Inwieweit es euch etwas bringt oder nicht, müsst ihr dann bei den jeweiligen Beiträgen entscheiden.

Was ich jedoch nicht mehr machen möchte, ist stupide irgendwelche Optionsstrategien runterzuschreiben, von denen man an jeder Ecke lesen kann. Ein Blog sollte dazu nicht da sein. Es ist kein Magazin, keine Zeitung. Ein Blog ist immer etwas persönlich. Anstelle über Dinge zu schreiben, über die bereits tausende vor mir geschrieben haben, schreibe ich doch lieber Meinungen, Ideen auch mal über etwas, das völlig Offtopic ist.

Ich werde nun auch wieder regelmäßiger schreiben. Ein Beitrag pro Woche habe ich mir dafür wieder vorgenommen. Mit mehr würde ich mich aktuell wahrscheinlich wieder übernehmen, da es auf Arbeit immer noch recht anstrengend ist.

 

In diesem Sinne. Bis zum nächsten Mal

 

Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen.

Unbekannt

Kommentare (2)

  1. Hey,

    Freut mich von dir zu lesen!
    Alles fit bei dir? 🙂

    Ich gebe dir in all deine Punkten vollkommen recht.
    man setzt sich irgendwie unter Druck mit den Einnahmereports, und manchmal denke ich mir auch, wenn niemand zusehen würde, könnte ich entspannter handeln.

    Dennoch glaube ich dass es mir immer mehr egal wird, was andere über meine Vorgehensweise denken. Ich bin grade dabei im Forex-Mark erfolgreich Fuß zu fassen. Bei mir wird sich auch einiges ändern in den nächsten Monaten und Jahren, da bin ich mir sicher. 🙂

    Das mit dem Bloggen kann ich so auch unterschreiben. Es gibt immer mehr Leute, die die Standardtexte wieder und wieder schreiben, Das kann der Covered Call, das kann der Short Put und und und. Ein Blog ist etwas persönliches, und sollte es meiner meinung nach auch bleiben. 🙂

    Ich wünsche dir auf jeden Fall hier weiterhin viel Spaß!

    Ich habe aktuell auch kaum Zeit wirklich für den Blog da zu sein. Ich habe es vor bald wieder regelmäßig zu schreiben, aber möchte mir auch keinen Stress mehr dabei machen.

    Wenn alles so geht, wie ich mir das vorstelle lasse ich mich bald von nichts und niemanden mehr stressen. 🙂

    mfG Chri

    Antworten
    • Hey Chri,

      bei dir bin ich echt mal gespannt, wohin das alles noch führt 😉

      Bei mir passt alles soweit. Weniger Arbeit wäre nicht schlecht, sodass ich wieder mehr Zeit für die Börse und den Blog hätte 😀

      Antworten

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