Moneymanagement mit Poor Man Covered Calls

Ich schrieb in letzter Zeit ja öfters über den PMCC.

So wisst ihr, das ich diesen vermehrt handle im Konto und auch, das ich den PMCC etwas anders angehe.

Heute möchte ich euch mein Moneymanagement hinter dem PMCC erläutern.

Denn der große Vorteil von Debid Trades ist, das man sein maximales Risiko von vornherein kennt. Somit kann man ohne größere Probleme ein aktives Moneymanagement betreiben.

Debid Trades nennt man Optionstrades, bei denen man anfänglich mehr Prämie bezahlt, wie man erhält.

 

Der Anfang eines Trades

Bei einem PMCC wissen wir, das wir nicht mehr Geld verlieren können, wie wir an Prämie für die long Option gezahlt haben.

Durch diesen Fakt ist es uns möglich, unser Anfangsrisiko perfekt auf unsere Kontogröße anzupassen.

Wenn ich also sage, ich möchte innerhalb eines Jahres nicht mehr wie 10 % meines Kontos riskieren, dann kann ich dies exakt steuern.

Wie?

Nehmen wir an, unser Konto ist 10.000 € groß.

10% davon wären 1.000 €.

Nun suchen wir eine Option, oder mehrere, welche z.B. eine Laufzeit von einem Jahr haben. Als Tradingbudget nehmen wir aber nur die 1.000 €. Wir kaufen uns also nur Optionen im Wert von diesen.

Das war der erste Streich. Egal was nun passiert, mehr wie diese 1.000 € können wir ganz einfach nicht verlieren.

Dies hat den gewaltigen Vorteil, das wir auch dann noch handlungsfähig sind, selbst wenn wir die kompletten 1.000 € verlieren würden. Wir könnten das darauffolgende Jahr wieder mit 1.000 € Risiko starten. Im Grunde müssten wir 10 Jahre hintereinander einen Totalverlust erleiden, bis unser Konto platt wäre.

 

Dynamisches Moneymanagement

Nun wisst ihr natürlich, das man einen PMCC, soweit man diesen so handelt wie ich es tue, tracken sollte. Dies ist deshalb sinnvoll, um zu wissen, wie hoch das tatsächliche Risiko in dem jeweiligen Trade noch ist.

Da wir bei einem PMCC zusätzlich aber ja auch noch Optionen verkaufen, wodurch wir Prämien einnehmen, wird unser Anfangsrisiko immer niedriger sein, wie die gezahlte Prämie.

Wenn wir nun mehrere Optionen bereits erfolgreich verkaufen konnten, ist es dann nicht zu überlegen, das freigewordene Risiko neu zu investieren?

 

Als Beispiel.

Wenn ich für eine long Option anfänglich 1.000 € bezahlt habe, durch verkaufte Optionen davon aber bereits wieder 500 € einnehmen konnte, habe ich ein freies Risiko von 500 €.

Mit diesem freien Risiko kann ich einen erneuten Trade eingehen.

 

Stellt es euch ein wenig wie einen trailling Stop vor. Mit jeder Option die ihr verkauft, zieht ihr euren Stop weiter.

Somit seid ihr in der Lage, über die Zeit mehrere Trades einzugehen, ohne euer Moneymanagement zu verletzten.

Habt ihr ein gutes Jahr, werdet ihr mehr Traden. Bei einem schlechten Jahr, weniger.

 

marktneutral Traden

Natürlich kann man auch einen PMCP aufsetzen und somit von fallenden Kursen profitieren.

Wer gerne marktneutral tradet, kann seine 10% Gesamtrisiko auch aufteilen.

Somit könnte man seine PMCC und PMCP separat tracken und gibt jeder Seite 5% maximales Kontorisiko.

Der Clou dahinter ist, solange ihr ein Trendjahr habt, werdet ihr wohl gutes Geld verdienen. Jedoch wird der Gewinn in einem reinen Bullenmarkt immer niedriger sein, wie wenn ihr nur PMCCs handeln würdet.

Es ist also eine Frage des Geschmacks, ob man marktneutral handeln möchte oder nicht.

 

Praxistipp am Rande

Kauft Optionen nur bei niedriger Volatilität. Entweder weil in dem Basiswert selbst wenig Volatilität herrscht oder weil der VIX unter 15 steht.

Somit könnt ihr mehr Optionen bei gleichem Risiko traden.

Wie ihr am besten Basiswerte findet mit niedriger Vola? Der IV-Ranker ist dafür bestens geeignet.

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