Monatsaufstellung Juni

Optionstrading

Hallo zusammen, heute kommt nach langer Zeit mal wieder eine Art Einnahmenreport.

Ich habe es aber absichtlich nicht mehr so genannt, da ich in diesen Monatsaufstellungen weit mehr als nur ein paar wenige Einnahmen vorstellen möchte.

Vielmehr wird es eine Zusammenauffassung, was ich diesen Monat so gemacht habe und warum.

 

Fangen wir also an 😊

 

Kosten gesenkt, Sparquote erhöht

Ich konnte diesen Monat gleich mehrere Kostenblöcke bei mir senken.

Zuerst sei hier der Kredit genannt, welchen ich abgezahlt habe. Somit habe ich knapp 400 € mehr pro Monat zur Verfügung.

Meine Ausgaben für mein Handy konnte ich ebenfalls diesen Monat senken. Auch dies bringt mir knapp 40 € zusätzlich im Monat.

Und Netflix wurde auch für mich billiger. So beteiligt sich nun eine zweite Person an meine Netflixkosten, dafür das ich diese Person mit schauen lasse.

Auch wenn das nur 5 € pro Monat an Ersparnis sind, macht dies im Jahr immerhin 60 € aus und 60 € mehr, welche ich für mich habe.

 

Meine angekündigte Lohnerhöhung ist leider noch nicht durch, weshalb ich auch noch nicht mit dieser rechne.

Nichtsdestotrotz konnte ich meine Sparquote nun auf gute 33 % anheben.

Hier ist natürlich weiteres Potential nach oben und auch für die Zukunft geplant.

Bei der Sparquote selbst rechne ich jedoch nur mit meinem Nettogehalt, welches ich jeden Monat bekomme. Urlaubsgeld, Bonuszahlungen und Weihnachtsgeld vernachlässige ich hier, da ich mit nichts rechne, was sich ändern könnte und als Zusatz anzusehen ist.

 

Finanzielle Grundlage im Juni

Ich selbst will auf meinem Tagesgeldkonto möglichst schnell wieder 5.000 € haben. Einfach falls irgendetwas unerwartetes passieren sollte. Deshalb werden auch aktuell die Meisten zusätzlichen Zahlungen direkt auf mein Tagesgeldkonto gehen, bis dieses Ziel erreicht ist.

Im Augenblick habe ich einen Dauerauftrag laufen, welcher dafür sorgt, das mein Tagesgeldkonto immer schön mit 400 € im Monat gefüttert wird.

Ist das Ziel der 5.000 € erreicht, werde ich diesen auf maximal 200 € im Monat herabsenken.

 

Auf meinem Durchgangskonto habe ich wieder meinen dauerhaften Puffer von 2.000 € eingerichtet. Unter diese will ich im Grunde am Ende des Monats nicht fallen. Einerseits sind diese 2.000 € einfach als Rücklagenpuffer gedacht, andererseits auch dafür, Extraausgaben einfach zu bewältigen, ohne auf die Rücklagen im Tagesgeldkonto zuzugreifen.

Rein rechnerisch müsste auch dieser Puffer Monat für Monat um gute 200 € ansteigen, wenn ich nicht mal völlig über die Stränge schlage.

 

Was habe ich an der Börse getrieben?

Kommen wir nun zu dem, was die Meisten wahrscheinlich eher interessiert. Was habe ich an der Börse diesen Monat so getrieben?

Ich gehe hier jedoch jetzt nur auf die Investments ein. Ich habe ja noch ein paar wenige PMCCs laufen, welche aber allesamt bald auslaufen werden und uninteressant sind, für die Zukunft.

Die Prämienangaben sind nach Gebühren. Da die Optionen nicht zurückgekauft werden, werden die Prämien direkt als Einnahmen angesehen.

 

Lufthansa

Eines meiner ersten Investments ist Lufthansa.

Da ich nicht ganz ohne Optionen kann, habe ich einen kurzlaufenden Put, mit Strike 23 € auf diese verkauft gehabt. Dieser Put war ATM. Bedeutet, der Kurs von Lufthansa war ebenfalls bei knapp 23 €.

Ich erhielt eine Prämie von guten 20 € für den Put.

Lufthansa wurde mir auch eingebucht.

Durch den Put war mein Einstandskurs bei 22,80 €

Ich verkaufte danach direkt einen Call dagegen, welcher bis 20.07. läuft, mit Strike 24 €

Hierfür erhielt ich eine Prämie von 18 €.

Ebenso entschied ich mich, da ich von Lufthansa tatsächlich überzeugt bin, einen weiteren Put mit Strike 21 € zu verkaufen. Dieser läuft ebenfalls bis 20.07. Für diesen erhielt ich eine Prämie von 13 €.

Dies hatte auch den Hintergrund, den weiteren Fall von Lufthansa, mit dem ich auch rechnete, über eine Verbilligung der Position zu kompensieren.

 

Mein aktueller Einstandskurs bei Lufthansa sieht folgendermaßen aus.

2300 € – 20 € – 18 € – 13 € = 2249 € / 100 Aktien = 22,49 € Einstandskurs

Somit konnte ich nur durch den Einsatz von Optionen meinen Einstandskurs bereits um 2,22 % senken.

Wenn mir der zweite Put noch angedient wird, sehe es dann folgendermaßen aus.

(2300 € + 2100 €) – 20 € – 18 € – 13 € = 4349 € / 200 Aktien = 21,75 € Einstandskurs

Wenn ich also nochmal 100 Aktien zu einem Kurs von 21 € eingebucht bekommen, kann ich meinen Einstandskurs unter die 22 € bringen. Natürlich relativiert sich dann aber die Prämieneinnahme dagegen. So hätten die Prämieneinnahmen dann meinen Einstandskurs nur um etwa 1,16 % nach unten gezogen.

Jedoch bin ich dann auch in der Lage, zwei Calls zu schreiben.

Ziel ist es bei mir immer, mindestens 100 Aktien zu behalten und „abzuzahlen“. Weitere Verbilligungen sind bei Lufthansa danach aber erstmal nicht geplant.

Sollte der Kurs weiter fallen, bin ich also gezwungen länger laufende Calls zu verkaufen.

Trotzdem konnte ich bisher 51 € zusätzlich einnehmen. Mein Grundziel ist es, pro Jahr die Dividendenhöhe nochmal mit Optionen zu verdienen.

Man könnte natürlich auch sagen, das ich bereits 2 Aktien abgezahlt habe, welche mir eine unendliche Rendite einbringen 😊

 

Ford

Mein zweites Investment war Ford. Auch hier verkaufte ich einen kurzlaufenden Put, mit Strike 12 $.

Dieser brachte mir eine Prämieneinnahme von 15,80 $ ein. Der Put wurde vorzeitig angedient, wodurch ich nun 100 Fordaktien besitze.

Auf diese habe ich nun einen Call verkauft, Laufzeit bis 17.08.2018 und einem Strike von 12 $.

Ich denke nicht das Ford in der jetzigen allgemeinen Situation innerhalb eines Monats knapp 9 % nach oben springen wird und meinen Callstrike berühren wird.

Für den Call habe ich eine Prämie von 9,80 $ erhalten.

Mein Einstandskurs aktuell liegt also bei

1200 $ – 15,80 $ – 9,80 $ = 1174,40 $ / 100 Aktien = 11,744 $

Somit konnte ich auch hier meinen Einstandskurs innerhalb eines Monats um gute 2,13 % senken.

Oder anders gesehen, auch hier bei Ford habe ich zwei Aktien abgezahlt, welche mir eine unendliche Rendite einbringen.

 

Bei Ford selbst sind aktuell keine Verbilligungen geplant. Dies habe ich erst vor, wenn der Kurs unter 10 $ fällt. Diesen Monat zahlt Ford auch wieder seine Dividende, welche ich wiederum gegen meinen Kurs gegenrechnen kann 😊

 

Grundsätzlich muss ich jedoch sagen, das ich mir lieber eine Daimler oder Volkswagen ins Depot gelegt hätte. Aufgrund der Depotgröße jedoch nur Ford blieb.

 

MDax und TecDax

Ja, auch im MDax und TecDax habe ich etwas gemacht. Oder eher in Auftrag gegeben. So bespare ich die Beiden ab August über ETFs mit je monatlich 50 €. Dies ist einfach nur langfristig geplant und soll dazu beitragen, in jeder Marktphase zu investieren.

Denn gerade meine Einzelinvestments benötigen immer etwas mehr Kapital. Da machen sich solche Sparpläne recht gut, um automatisiert zu investieren.

Nun könnte man fragen, warum TecDax und MDax? Warum nicht den Dax?

Dies hat Performancegründe. Im Dax sind die größten Unternehmen drin, mit den geringsten Wachstumsaussichten. Dagegen haben die Unternehmen im MDax und TecDax meist noch eine glänzende Zukunft vor sich.

Das zeigt auch die Performance der letzten 10 Jahre.

Dax = 94 %

MDax = 200 %

TecDax = 263 %

 

Da das alles langfristig ist, bespare ich lieber den oberen Mittelstand und die Technologiebranche.

Die Performance ist besser und die Diversifizierung ebenfalls. Natürlich bezahlt man dies teilweise mit höherer Volatilität. Aber langfristig ist Volatilität egal. Es bringt einfach nur mehr gute Kaufgelegenheiten.

 

Einnahmen Zusammenfassung

Prämien werden direkt ausgezahlt. Somit konnte ich auf meinem Konto diesen Monat Einnahmen von insgesamt 73,016 € verzeichnen. (Die 25,60 $ habe ich in Euro umgerechnet 25,6 * 0,86)

 

Als kleine Extraeinnahme, neben späteren Dividenden, nicht schlecht. Die Prämieneinnahmen selbst sind Risikolos, da das Risiko in den Aktien liegt, welche ich eh gekauft hätte als Investments.

 

Auch wenn die Aktien aktuell alle im Verlust sind, mache ich mir darüber keine Sorgen mehr. Abgesehen davon, das ich im Zweifelsfall einfach die Laufzeiten der Calls erhöhe, um weitere Einnahmen zu generieren, arbeiten die Unternehmen tagein, tagaus.

Die Wahrscheinlichkeit das eines der beiden Unternehmen in kürzester Zeit pleitegeht, ist sehr gering. Warum sollte es mich also stören, wenn der Markt die Preise aktuell etwas pessimistisch sieht?

 

Natürlich könnte man jetzt enttäuscht sein, weil nur knapp 73 € an Einnahmen erreicht wurden sind. Diese sind aber ein Extra und nur der Anfang für die Zukunft.

Kommentare (2)

  1. Hallo Herr Reichelt,

    vor einigen Wochen bin ich zufällig auf Ihre Webseite aufmerksam geworden.

    Ein großes Kompliment, das was Sie hier veranstalten finde ich einfach genial.

    Seit vielen Jahren gärte in mir der Gedanke, „irgendwann“ mal mit Optionen schreiben zu beginnen.

    Vor ein paar Jahren war ich dann endlich soweit, es mit Covered Calls auf DAX-Aktien zu beginnen.

    Die ersten Erfahrungen im Positiven und auch
    Negativen haben mir diese Strategie immer sympathischer gemacht, sodass ich dieses Jahr begann, die Stückzahlen zu hebeln, indem ich kurze Short-Calls mit sehr langen Long-Calls (>1 Jahr) unterlegte. Durch Sie erfuhr ich, dass diese Strategie scheinbar auch einen Namen hat.

    Langsam glaube ich, die wesentlichen Anfängerfehler begangen zu haben. Trotz einer vorher klar definierten Strategie war der Schwachpunkt immer wieder die eigene Emotion bzw. Gier, die mich fegelmäßig zurückgeworfen haben. Das Zwischenergebnis ist trotzdem eine „schwarze Null“, wenn ich jetzt alle Positionen schließen würde.

    Mein Fazit ist somit:
    Viel gelernt auf überschaubare Zeit und trotzdem kein „Lehrgeld“ zahlen müssen ist ein zufriedenstellendes Ergebnis. Wenn ich mit den heutigen Erfahrungen die gleiche Strategie wieder fahren würde und mich an meinen damaligen Plan strikt gehalten hätte,hätte ich mein Kapital in 4 Monaten um 20 – 30 % vermehrt. Ich bin deshalb der Überzeugung, dass ich bereits in der richtigen Spur bin, mir mit der PMCC-Strategis ein regelmäßiges nachhaltiges Einkommen generieren zu können, das mir in wenigen Jahren zum Lebensunterhalt reichen sollte.

    Sie wirken auf mich ebenso, als suchen Sie noch nach dem „Feintuning“ Ihrer Anlagestrategie.

    Ich wäre durchaus auf einem Erfahrungsaustauch interessiert, von dem wir gegenseitig profitieren können. Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Werner Weiß

    Antworten
  2. Mir gefällt Dein eingeschlagener Weg, Dich erst Deiner Altlasten zu entledigen und dann kleinere Brötchen zu backen. Chapeau!

    Antworten

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