Die Abzahlstrategie – Wieder Bewegung bei Lufthansa und Ford

Abzahlstrategie

Heute gibt es mal wieder einen Praxisartikel zur Abzahlstrategie.

Ich habe bei Lufthansa und bei Ford die Abverkäufe Ende September genutzt, um wieder aktiv etwas bei den Optionen zu machen.

Was ich dabei genau gemacht habe und warum, werde ich versuchen euch hier zu erklären.

 

Ford – der Abverkauf geht weiter

Ford befindet sich derzeit in einer Unterstützungszone zwischen 8,80 $ und 9,60 $.

Vor 7 Wochen ist Ford in diese Zone hineingefallen und pendelt da drin hin und her. Ich hatte auf Ford noch einen Call mit Strike 11 $ und einer Laufzeit bis 19.10.2018 laufen.

Beim letzten Abverkauf habe ich mich dazu entschieden gehabt, diesen Call zurückzukaufen. Hierfür bezahlte ich, inklusive Gebühren, 3 $.

Ich hätte den Call natürlich auch einfach verfallen lassen können, doch warum habe ich ihn zurückgekauft?

Mein Gedanke war, sollte Ford wieder anfangen zu steigen und Richtung 10 $ gehen, kann ich einen neuen und frischen Call mit Strike 11 $ auf meine Bestände verkaufen und neue Prämien einnehmen.

Ich spekuliere im Grunde leicht darauf, das sich Ford, zumindest kurzzeitig, wieder etwas erholt und mir die Möglichkeit gibt, erneut Prämien zu verdienen.

Natürlich kann es auch passieren, das Ford weiter fällt und ich mir die 3 $ hätte sparen können. Wir werden sehen wie es kommt.

 

Lufthansa – Abverkauf mit Chancen

Lufthansa wurde letzte Woche stark abverkauft.

Auf Lufthansa hatte ich noch 2 Calls laufen, welche eine sehr lange Laufzeit bis 21.12.2018 hatten, bei einem Strike von 24 $.

Ich war, aufgrund stark steigender Kurse nach den letzten Earnings, dazu gezwungen, so hoch zu gehen.

Nun gab mir aber der letzte Abverkauf von Lufthansa eine interessante Möglichkeit, die Calls zu schließen und wieder in ein normales Fahrwasser zu kommen.

Meine Calls verloren stark an Wert, als Lufthansa fiel. Hinzukam, das beide Calls auch schon einige Zeit liefen und der Verfall des Zeitwertes mitarbeitete.

Ich konnte somit beide Calls für 62 € nach Gebühren zurückkaufen.

Nun ist mein Einstandskurs bei Lufthansa bei 22 €. Als ich die Calls zurückkaufte, lag der aktuelle Kurs bei 21,36 €.

Ich entschloss mich dazu, zwei neue Calls, sehr nahe am Geld, zu verkaufen.

Somit verkaufte ich zwei Calls mit dem Strike 21,50 € und einer Laufzeit bis 19.10.2018 auf meine Bestände. Für die beiden Calls erhielt ich 96 € nach Gebühren.

Warum verkaufe ich zwei Calls unterhalb meines Einstandswertes?

Hierzu hatte ich zwei Gedankengänge.

Sollte Lufthansa bis zum 19.10. unter 21,50 € bleiben, habe ich für die paar restlichen Tage gutes Geld verdient. Gleichzeitig bin ich bei den Calls wieder im normalen Fahrwasser und habe mehr Spielraum, was die Laufzeiten angeht.

Sollte Lufthansa steigen, ist das auch weniger schlimm. Die eingenommene Prämie der Calls, würde fast den kompletten Verlust abdecken.

 

Merke

Ich müsste meine Aktien für 21,50 € verkaufen. Ich habe aber im Durchschnitt 22 € bezahlt. Macht pro Aktie einen Verlust von 0,50 €. Bei 200 Aktien also 100 €. 96 € an Prämie habe ich erhalten, womit sich mein tatsächlicher Verlust auf 4 € begrenzen würde

 

Sollten mir meine Bestände ausgebucht werden, würde ich sofort versuchen, erneut 100 Aktien über einen Put zu erhalten. Das Spiel würde sozusagen von vorne losgehen. Das Witzige wäre, aktuell habe ich über die Prämieneinahmen 3,02 % der 200 Aktien abgezahlt.

Wenn mir meine Bestände ausgebucht werden und ich mir erneut 100 Aktien reinhole, habe ich mit einem Schlag einen großen Haufen Aktien abgezahlt.

Um das zu veranschaulichen.

Angenommen, ich bekomme erst bei 24 € wieder 100 Aktien eingebucht, dann hätte ich direkt 5,31 % der Aktienbestände abgezahlt. (die Prämie für den dazugehörigen Put außen vorgelassen)

Warum?

Weil ich aktuell in Summe 133 € nur durch die Prämien der Optionen verdient habe. Diese kann mir auch niemand mehr wegnehmen.

 

Aber halt. 133 € von 2400 € sind aber doch 5,54 % und nicht 5,31%. Das ist richitig. Jedoch würde sich mein Einstandskurs, aufgrund des Verkaufs bei 21,50 € nicht bei 24 € befinden, sondern bei 25 €. Die Aktienverluste der alten Pakete muss ich auf das neue Paket draufrechnen, um den korrekten Wert zu erhalten. Und es wird 1 € draufgerechnet, da ich 50 Cent pro Aktienpaket Verlust gemacht habe. Bei zwei Paketen sind dies dann 1 €.

 

Aus diesem Gesichtspunkt heraus, hoffe ich sogar teilweise, das mir meine aktuellen Bestände ausgebucht werden. Der Optimalfall wäre natürlich, das mir meine Bestände für nicht viel mehr wie 21,50 € ausgebucht werden würden.

Denn dadurch hätte ich die Chance, ein neues Aktienpaket von Lufthansa mit einbuchen zu lassen, für einen recht niedrigen Kurs. Umso höher der Kurs wäre, umso weniger hätte ich prozentual abgezahlt.

Ich bin gespannt wie es werden wird. Noch sind es gute drei Wochen bis zum neuen Verfallstermin und die Jahresendrallye könnte demnächst auch losgehen.

 

Aktueller Stand Abzahlstrategie

Unternehmen

Aktienanzahl

Prozentual Abgezahlt

Ford

100

2,26 %

Lufthansa

200

3,02 %

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