Die Abzahlstrategie – Praxisüberlegung zu Lufthansa

Abzahlstrategie

Hallo Community,

heute geht es mal wieder etwas in praktischere Überlegungen. Einige von euch kennen ja sicher noch meine Überlegungen zur Abzahlstrategie.

 

Für diejenigen, welche diese nicht kennen, im Grunde geht es darum, durch Dividenden und Optionen Aktienpakete rechnerisch auf einen Einstandskurs von 0 zu bringen. Dadurch würde man eine unendliche Rendite erzielen.

Ein Aktienpaket besteht dabei immer aus 100 Aktien eines Unternehmens.

 

Dabei habe ich gerade meine Lage in Lufthansa untersucht und mir einen Plan für die kommenden Trades gemacht. Und daran möchte ich euch teilhaben lassen.

 

Achtung: Dies ist keine Handelsempfehlung oder Aufforderung. Dies sind nur meine persönlichen Gedanken von mir gehaltenen Positionen.

 

Aktuelle Ausgangslage

Aktuell halte ich ein Aktienpaket von Lufthansa, mit einem Kaufkurs von 23 €.

Der aktuelle Kurs (13.07.2018) liegt bei knapp 20,40 €.

Durch den Verkauf von Calloptionen und dem Verkauf eines weiteren Puts, konnte ich meinen rechnerischen Einstandskurs auf 22,32 € drücken.

Der Call ist kein Problem. Dessen Strike liegt bei 24 € und die Laufzeit geht nur noch bis diese Woche Freitag.

Mein Put hingegen ist tief im Geld. Dessen Strike lag bei 21 €. Auch der Put verfällt diese Woche Freitag. Sicherlich kann der Kurs von Lufthansa noch in dieser letzten Woche über 21 € steigen, jedoch verlasse ich mich nicht darauf.

Ich rechne eher damit, das mir der Put angedient wird, ich also ein zweites Aktienpaket von Lufthansa erhalte und somit dann 200 Aktien besitzen werde.

 

Wenn dies so eintrifft, wird mein durchschnittlicher Kaufkurs, mit den Optionsprämien, bei 21,75 € liegen. Soweit die aktuelle Lage für meine Überlegungen.

 

Ein klein wenig auf Risiko gegangen

Ziel hinter der Abzahlstrategie ist es, die Aktienpakete möglichst schnell, aber mit moderaten Risiko, auf 0 zu bringen.

Dies hat mich dazu veranlasst, einen ungedeckten Call zu verkaufen.

Wie oben geschrieben, habe ich einen Call bei Strike 24 € verkauft. Der Strike liegt knapp 17 % vom aktuellen Kurs entfernt. Der Kurs von Lufthansa müsste jetzt innerhalb von 5 Handelstagen, diese 17 % machen, um den Strike rechtzeitig noch zu erreichen.

Recht unwahrscheinlich.

Trotzdem vergewisserte ich mich kurz auf der Seite von Lufthansa, das diese Woche keine wichtigen Zahlen veröffentlicht werden. Wäre ein wichtiges Ereignis geplant gewesen, hätte ich keinen zusätzlichen Call verkauft.

Da keine Zahlen anstanden, entschied ich mich einen zusätzlichen Call mit Strike 22 € zu verkaufen.

Dieser hat eine Laufzeit von knapp 35 Tagen (17.08.2018)

Für diesen extra Call erhielt ich eine Prämie von 17 € nach Gebühren. Also schon wieder fast eine zusätzliche Aktie, welche abgezahlt wäre.

 

Wer aufgepasst hat wird feststellen, das ich den Strike unter meinem aktuellen Einstandskurs gewählt habe. Dies hängt mit meiner kleinen Spekulation zusammen, das ich davon ausgehe, das Lufthansa kommende Woche unter 21 € schließen wird.

Somit würde mir mein Put angedient werden und meinen Einstandskurs nach unten ziehen.

 

Wie sieht der Plan für den 23.07. aus?

Wenn alles so eintrifft, wie ich es erwarte, also das ich das zweite Aktienpaket von Lufthansa erhalte, habe ich diese spätestens am 23.07. in meinem Depot.

Zu diesem Zeitpunkt werde ich dann 200 Aktien von Lufthansa besitzen, mit einem Durchschnittskurs von 21,66 €

Zu diesem Zeitpunkt werde ich aber nur einen Call laufen haben. Ich kann also risikolos dann einen zweiten Call verkaufen.

Und dies habe ich auch geplant.

Es kommt natürlich dann darauf an, wo genau der Kurs von Lufthansa steht. Sollte dieser aber immer noch um die 20 € Marke sein, werde ich einen zusätzlichen Call mit Strike 23 € verkaufen.

Die Laufzeit werde ich für diesen zweiten Call bis in den September hinein machen.

Aller Voraussicht nach, werde ich auch für diesen Call ca. 20 € an Prämie erhalten.

Mein Einstandskurs würde ich somit dann auf 21,56 € drücken und hätte insgesamt 2 % der zwei Aktienpakete abgezahlt.

 

Wie sieht der Plan danach aus?

Danach sieht der Plan recht langweilig aus. Läuft der Call vom August aus, werde ich einen neuen mit Laufzeit Oktober schreiben.

Läuft der Call im September aus, wird ein neuer bis November geschrieben.

 

Dies ist jedoch nur der grobe Plan. Denn ich muss auch schauen, wie sich bis dahin der Kurs entwickelt. Es kann genauso gut sein, das ich die Laufzeiten erhöhen muss, um noch etwas Prämie zu erhalten, ohne unter meinem Einstandskurs zu kommen.

Genauso kann es sein, das der Kurs wieder steigt. Dies wäre natürlich wünschenswert. Es würde es mir einfacher machen, Calls zu verkaufen. Gerade auf das zweite Aktienpaket würde ich Calls verkaufen, mit näheren Strikes. Denn das zweite Paket kann ruhig wieder ausgebucht werden.

Aber wie es dann exakt weiter geht, werde ich immer spätestens zu meinen Monatsaufstellungen schreiben.

 

Wer in kleinen Dingen keine Geduld zeigt, wird den großen Erfolg nicht erleben.

Horst Rehmann

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