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Wie viele Optionsstrategien braucht man?

Kennt ihr das?

Man arbeitet sich in ein neues Thema ein und ist erst einmal von den Möglichkeiten fasziniert. Doch umso mehr man sich mit dem Thema auseinandersetzt, umso mehr Möglichkeiten eröffnen sich einem.

Gerade im Optionshandel ist dies Fluch und Segen zugleich.

An sich gibt es unendlich viele Möglichkeiten, wie man seien Verlusttrades reparieren kann, wie man Optionen und Aktien zusammen nutzen kann und und und…

Da ist man leicht überfordert.

Was soll man machen?

Soll man alle gängigen Strategien gleichzeitig handeln?

Wenn ja, wann soll ich welche nutzen?

 

Die Qual der Wahl kann schnell dazu führen, das man regelrecht gelähmt ist oder von einer Strategie zur nächsten springt.

Ich möchte euch heute deshalb etwas sagen.

Keep it simpel 😉

 

Ihr braucht nicht alle Strategien

Ich kann euch beruhigen. Auch wenn ich selber versuche viele Optionsstrategien vorzustellen, handle ich selber nur einen kleinen Bruchteil davon.

An sich handle ich aktuell nur 2 Strategien, eine eher zum Versuch.

Mehr nicht.

Aber, ich finde es wichtig, das man, zumindest die gängigen Strategien, kennt. Von diesen solltet ihr euch zwei oder drei Stück raussuchen, welche zu euch passen und euch gefallen.

Aber um herauszufinden welche Strategien wirklich zu euch passen, solltet ihr auch den Mut haben, einige durchzuprobieren.

Testet mal einen Strangle, einen Iron Condor, einen naked Put oder einen Vertical Put Spread.

Jede Strategie hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Die eine perfekte Strategie an sich gibt es nicht.

 

Was ist euch wichtig?

Wenn ihr einige Strategien probiert habt, überlegt euch was euch wichtig ist.

Wollt ihr möglichst viele Positionen eröffnen und dies Marginoptimiert? Dann könnte der Vertical Put Spread etwas für dich sein.

Willst du einfach zu adjustierende Strategien mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für Erfolg, nimm dir den naked Put zur Brust.

Willst du marktneutral handeln, dann ist der Strangle dein Kandidat. Oder doch lieber Marktneutral mit Absicherung und optimaler Marginverwendung? Dann der Iron Condor.

Was ist, wenn du einen Mix aus Iron Condor und Strangle handeln willst? Nach unten offen aber nach oben abgesichert ohne Risiko? Dann sollte der Jade Lizard deine Grundstrategie werden.

 

Wie du siehst, für jeden gibt es irgendwie etwas. Es ist auch nicht verboten, das man sich selbst etwas ausdenkt. (obwohl es wohl meist nichts Neues an sich sein wird 🙂 )

 

Die Grundstrategie, welche man wählt, ist meist gar nicht so wichtig. Im Grunde fast vernachlässigbar.

 

Es kommt nicht auf die Strategie an, sondern was ihr daraus macht

Meine ehrliche Meinung?

Die Grundstrategie an sich spielt kaum eine Rolle. Viel wichtiger ist es, das ihr diese perfekt beherrscht und in jeder Marktphase adjustieren könnt.

Deshalb würde ich euch empfehlen, das ihr euch mit zwei, vielleicht drei Strategien sehr tief beschäftigt und euch auch darüber Gedanken macht. Ihr müsst euch einen Plan machen, was im schlimmsten Fall passieren kann und was ihr dann macht.

Jede Strategie hat ihre Hochzeiten. Ebenso auch ihre Zeiten, in der man viel Arbeit mit ihr hat.

Man sollte da nicht verzweifeln.

Wenn ihr euch mit eurer Grundstrategie, im Prinzip eurer Brot und Butter Strategie, richtig auseinandergesetzt habt und wisst, wie ihr diese wann adjustieren könnt und müsst, übersteht ihr auch die schlechten Zeiten.

 

Was ich empfehle?

Direkt eine Strategie möchte ich eigentlich nicht empfehlen. Wer einige Beiträge von mir gelesen hat, weiß das ich ein Fan von marginoptimierten Strategien bin.

Ich würde euch aber empfehlen, euch mindestens zwei Strategien zurechtzulegen.

So sollte man einerseits eine Strategie haben, welche man eher in Werten handelt, welche eine hohe implizite Volatilität aufweisen, bzw. bei welcher die IVR/IVP hoch ist.

Man sollte aber auch eine Strategie haben, welche das Gegenteil abdeckt. Also welche eher bei niedriger Vola zum Einsatz kommt.

Ich selbst versuche mich da gerade an den Calender Spreads. Jedoch wird wohl der Calender Spread und ich keine Freunde werden 😀

Demnächst werde ich wohl deshalb auch mal ein oder zwei Butterflys aufsetzen, da dies eine Strategie ist, welche ich noch nie eingesetzt habe, aber sehr interessant aussieht.

 

Wie ihr seht, auch ich versuche immer wieder neue Strategien. Einfach um zu sehen, welche zu mir passt. Für eine hohe Vola habe ich meine Vertical Spreads.

Aber auch ich suche noch etwas, mit dem ich auch bei niedriger Vola leben kann.

 

 

Vielleicht habt ihr ja schon Butterflys gehandelt und könnt mir eure Erfahrungen in den Kommis hinterlassen? Würde mich drüber freuen.

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Kommentare (4)

  1. Cash Secured Puts und Covered Calls als Ergänzung und ausschliesslich auf Aktien und dabei mehrheitlich auf Dividendenaktien.

    KISS = Keep It Stupid Simple!

    Damit fahre ich gut bis sehr gut und aktuell arbeite ich weniger an neuen Strategien, als die vorhanden einfach noch besser zu bestehen und zu meistern. Zum Beispiel das Rollen von Optionen, um Verlusttrades abzufedern bzw. in Gewinner zu verwandeln.

    Langweilig? Klar, aber erfolgreich 🙂 …

    CU Ingo.

    Antworten
  2. Hallo,

    ich habe mich einige Male an Butterflies versucht, bislang konnte ich damit aber auch nicht so richtig warm werden.
    Das liegt zum einen daran, dass ich es eigentlich generell lieber vermeide, eine meiner Optionen ins Geld laufen zu lassen – was aber bei Butterflies schon per Definition nicht geht, da eine Seite ja praktisch immer im Geld ist.
    Zum anderen bin ich ein sehr visueller Mensch, der sich seine Strikes als Linien in den Chart zeichnet und so bei normalen Puts/Calls bzw. Strangles schon auf den ersten Blick sieht ob die Welt noch in Ordnung ist. Die einzig sinnvolle Möglichkeit den aktuellen Stand eines Butterflies für mich ähnlich schnell begreifbar darzustellen, ist ausschließlich mit extrem (bzw. zu) teuren Tools wie OptionVue oder ONExplorer.

    Viele Grüße
    nitetrader

    Antworten
  3. Ich handle noch immer am liebsten Puts auf heruntergekommene Dividenden-Aktien. Habe damit eigentlich keinen Aufwand.
    Der Nachteil dieser Strategie liegt aber auf der Hand. geht es runter, hat man schnell mal einige hundert oder tausend Aktien eingebucht, oder muss eben alle rollen.

    mfG Chri

    Antworten

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