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Vermögensaufbau für Jedermann – raus aus der Altersarmut

Vermögensaufbau Rente

Vermögensaufbau ist extrem wichtig und etwas, das dir keiner abnehmen wird. Wenn du Glück hattest, haben deine Eltern bereits in deinen Babyjahren angefahren, für dich etwas zur Seite zu legen. Doch meist ist das Geld dann für den Führerschein und ein Auto weg.

Deshalb möchte ich heute über den Vermögensaufbau sprechen. Wie ihn jeder machen kann und wie ihr auch für eure Kinder vorsorgen könnt, ohne hunderte von Euro im Monat irgendwo einzuzahlen.

Der Hauptgrund dieses Artikels war mein Rentenbescheid, welchen ich bekam.

Auf dem ersten Blick sieht hier eigentlich alles ganz gut aus. Ich soll bis 01.11.2057 arbeiten gehen und würde, wenn ich weiter auf dem jetzigen Niveau einzahle, eine Rente von knapp 2.300 € erhalten.

Klingt ja nicht schlecht aber:

 

Kurzer Ausflug in den Rentenbescheid

Ich möchte nur kurz aufzeigen, was diese 2.300 € in knapp 40 Jahren noch sind…

Gehen wir von einer Inflationsrate von 2 % aus, sind diese 2.300 Euro, auf heute zurückgerechnet, gerade mal ca. 1.048 € Wert… Sprich, meine Kaufkraft liegt unter der Hälfte von heute.

Natürlich war die Rentenversicherung so nett und hat mir meine Rente auch ausgerechnet, wenn sich diese jährlich um 1 % oder 2 % erhöhen würde… hört man immer wieder, das die Renten angehoben werden… jedes Jahr….

Sei es drum.

Bei einer Erhöhung von 1 % im Jahr, würde meine Rente bereits 3.480 € betragen. Ok, das entspräche einer heutigen Kaufkraft von immerhin 1.576 €. Damit käme ich wahrscheinlich zu Rande, da andere Kosten wegfallen würden.

Bei einer jährlichen Steigerungsrate von 2 % wäre es ein Nullsummenspiel, da dann die Inflation von den Steigerungsraten aufgefangen werden würde.

Am Wahrscheinlichsten ist ein Szenario zwischen gar keiner Steigerungsrate und einer Steigerungsrate von 1 %.

Das würde bedeuten, das ich nach 50 Jahren Arbeit schlagartig mit der Hälfte meiner Einkommens zurecht kommen müsste. Für mich wieder der Beweis, dass das Rentensystem völlig gescheitert ist und niemand es schafft, es mal ordentlich zu reformieren. Andere Länder machen es vor und holen sich die Unterstützung aus der Wirtschaft, indem Aktien gekauft werden… Aber wir sind in Deutschland.

Warum Dinge machen, die woanders funktionieren?

Da der Staat versagt und keine Partei eine Lösung hat, die nicht gleichzusetzen ist, mit Steuern erhöhen, müssen wir uns selber darum kümmern, das es uns später einmal gut geht und wir nicht in die Altersarmut fallen.

 

Vermögensaufbau für kleines Geld

Ich möchte nicht darüber schreiben, wie ihr nun am besten tradet oder wie ihr am besten Optionen handelt. Ich möchte nur kurz Alternativen aufzeigen.

So ist ein Vermögensaufbau eigentlich gar nicht so schwierig. Wenn man sich genügend Zeit gibt und „nur“ für das Alter etwas machen will, kann man auch mit kleinem Geld viel bewegen.

So kann man heutzutage einfach einen Sparplan auf Aktien oder auf Indizes machen. Diese fangen bei 25 € im Monat an. Diese 25 € sollte jeder haben.

Was würde für die Rente bleiben, wenn wir z.B. jeden Monat den Dax für 25 € kaufen würden?

Der Dax hat eine Performance von ca. 8 % pro Jahr. Dabei sind die Crashjahre mit eingerechnet.

Gehen wir davon aus, wir haben noch 40 Jahre bis zu Rente.

 

Wir würden stolze 12.000 € investieren. Der Endbetrag würde dagegen 81.000 € ausmachen. Nicht verkehrt oder? Das entspräche einer Kaufkraft von heutigen 36.000 €, wenn wir die Inflation mit berücksichtigen. Immerhin ein Polster.

 

Was wäre aber, wenn wir 100 € für unseren Vermögensaufbau, Monat für Monat zur Verfügung hätten und investieren könnten?

Dabei würden wir gute 48.000 € investieren. Zum Renteneintrittsalter hätten wir aber auch satte 324.000 €. Dies wäre eine Kaufkraft von ca. 143.000 €. Nicht so verkehrt oder?

Ich denke auch die 100 € hätten die Meisten jeden Monat übrig.

 

Nicht zu vergessen ist dabei auch, das wir mit immer schlechteren Geld investieren. Die investierten 25 € oder 100 € sind immer weniger Wert.

Nun könnten wir z.B. sagen, das wir uns selber darum kümmern, die Inflation auszugleichen.

 

Sparraten anpassen

Bleiben wir gleich mal bei den 100 €.

Da im ersten Beispiel die 100 € immer weniger Wert werden, könnte man sagen, das man seine Sparrate für seinen Vermögensaufbau jährlich um 2 % erhöht.

Dies hätte zur Auswirkung, das wir keine 48.000 € investieren würden, sondern 72.000 €.

Jedoch, wir hätten auch keine 324.000 € zum Schluss, sondern 407.000 €! Eine Kaufkraft von guten 250.000 €. Ein schönes Polster als Rentner oder?

 

Natürlich muss ich auch sagen, das ich hier etwas beschönige. Und zwar die geliebten Steuern. Solange wir nicht verkaufen und nur investieren, müssen wir maximal auf gezahlte Dividenden Steuern zahlen, sollten wir über unseren Freibetrag kommen.

Später aber, wenn wir Rentner sind und auf das Geld zugreifen wollen, werden wir sicherlich Steuern darauf zahlen dürfen. Wie viel? Keine Ahnung. Ich wage keine Prognose was in 40 oder 50 Jahren sein wird.

 

Vermögensaufbau für Kinder?

Ich selber bin noch Kinderlos. Aber, wenn dann denn mal eines da ist bzw. kommt, werde ich auch für mein Kind vorsorgen.

Nicht bis zur Rente, da muss es sich später selber den Kopf machen, ich kann ihm nur zeigen, wie die Wege sein könnten.

Nein, ich möchte meinem Kind später einmal einen finanziell guten Start ins Leben ermöglichen, wenn es denn seinen 18. Geburtstag feiert.

Hier kann man ebenfalls so rangehen, wie bei seinem eigenen Vermögensaufbau.

So habe ich mir vorgenommen, 50 € pro Monat zu investieren. Einfach in einen Index rein, das 18 Jahre lang. Zum Geburtstag bekommt das Kind das Depot übertragen.

 

Wenn ich diese 50 € ebenfalls jedes Jahr um 2 % steigere, investiere ich in 18 Jahren fast 13.000 €. Das Depot selber wäre aber beinahe 27.000 € wert. Das wäre eine ungefähre Kaufkraft von 22.000 €.

Also ich wäre echt happy gewesen, so ein Startkapital für mein Leben zu haben.

 

Wenn man es noch etwas gescheit anstellt, dann verpulvert der kleine Liebling das Geld auch nicht, zumindest nicht alles, sondern lässt es weiter arbeiten.

 

Ihr seht also, es ist nicht so schwierig und so Geldintensiv, sich um seinen Vermögensaufbau zu kümmern oder für die Kinder etwas Vermögensaufbau zu betreiben. Natürlich weiß ich auch, das ich mich mit diesem Artikel in eine Reihe von vielen Finanzblogs begebe, welche darüber bereits gesprochen haben, aber ich finde das Thema sehr wichtig. Ich selber rede auch privat und auf Arbeit über genau diese Dinge, da ich die Aufklärung hier wichtig finde.

 

 

Vielleicht noch ein kleiner Vergleich zur Rente^^

Ihr habt oben gelesen, das ich, Inflationsbereinigt, ungefähr die Hälfte als Rentner haben werde, wie aktuell. Ich zahle über 350 € im Monat an Rentenversicherung, um später ca. die Hälfte wiederzubekommen.

Was wäre, wenn man diese 350 € investieren könnte? 40 Jahre lang?

Nun, dann würde das Endkapital einfach mal über 1.100.000 € ausmachen… Inflationsbereinigt wären es immer noch 670.000 €.

Es würde gutes Geld werden… Ich könnte mir 26 Jahre lang jeden Monat 3.500 € auszahlen. Erst danach wäre das Geld aufgebraucht. Dabei gehen wir aber auch davon aus, das in den 26 Jahren kein Vermögenszuwachs stattfindet und wir auch sonst keinerlei Rücklagen hätten… Nur mal so, als Denkanstoß…

Der Staat macht es sich selber schwer. Dabei wäre die Lösung relativ einfach und würde die Märkte sogar stabilisieren…

 

Hier in einem älteren Beitrag habe ich auch schon einmal versucht, die Rente über Dividenden absichern zu lassen.

 

Wer selber etwas rumspielen möchte, wie sein Geld arbeiten könnte und verschiedene Szenarien mal durchrechnen will, dem kann ich den Zinsrechner hier empfehlen.

 

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Kommentare (7)

  1. Hallo Martin,
    SChöner Artikel – ich glaube die Botschaft kannst Du gar nicht oft genug unter die Leute bringen! Letztlich ist es eine Frage der Disziplin und der automatischen Wirkung von Zins- und Zinseszins.
    Für meine Kinder gehe ich übrigens genauso vor, wie Du es Dir bereits zurechtgelegt hast. Ich spare monatlich etwas an und denke, dass bis zum 18. Geburtstag (vielleicht später?) einiges zusammenkommen wird.
    Viele Grüße
    MFF

    Antworten
  2. @ ArtVandelay

    Genau das habe ich mir auch gerade gedacht – schon etwas schwachsinnig…

    Antworten
    • Nicht ganz. Das Ganze läuft wie im Versicherungsmantel.
      Wenn man frühestens mit 62 ans Geld will und der Vertrag mind. 12 Jahre gelaufen ist muss bei einer Kapitalauszahlung nur die Hälfte der Erträge mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Dieser ist als Rentner in der Regel niedriger.
      Lässt man sich das Kapital als Rente auszahlen muss man lediglich einen Ertragsanteil versteuern. Dieser ist abhängig vom Alter, in dem man in Rente geht. Zum Beispiel werden 21% der Rentenzahlung mit dem persönl. Steuersatz versteuer, wenn man mit 62 Jahren in Rente geht. Geht man dagegen mit 65 in Rente beträgt der zu versteuernde Anteil nur noch 18% der Rentenzahlung.

      Also schwachsinnig ist das Ganze nicht. Man kann da schon auch was sparen. Das muss aber bei jedem individuell betrachtet werden.

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  3. Die Euro-Beträge im Rentenbescheid sind Brutto-Angaben. Nur mal so am Rande….

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  4. Eine super Sache ist mypension.de So hätte die Riester Rente aufgebaut sein sollen. Aber vielleicht kommt das noch. Ich fange jedenfalls ab Juli an. Parallel zu meinen ETF Sparplänen.

    Antworten
    • Parallel zu Deinen ETF-Sparplänen investierst Du in einem ETF-Sparplan mit höheren Gebühren? Denn nichts anderes ist mypension.

      Antworten

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