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Tradeauswertung – naked Call auf SLB

Markteffizienzhypothese

Heute wollen wir uns mal wieder der Praxis zuwenden.

Somit möchte ich mit euch einen Trade von mir auswerten, welchen ich bereits in Dezember aufsetzte und der mich einiges an Nerven kostete. Insgesamt musste ich diesen Trade 5-mal Adjustieren.

Ich möchte euch heute zeigen, wie ich diesen Trade adjustiert habe und was ich mir wann dabei gedacht habe.

 

SLB – Die Tradeidee

Seit Dezember habe ich ein Setup „entwickelt“, welches man in mehreren Stufen, von 2 Sterne Setup, bis hin zu 5 Sterne Setup, unterteilen kann.

Das Setup, mit seinen einzelnen Sterneunterteilungen, werde ich hier nicht weiter erläutern, da es für den Trade selbst nicht wichtig ist.

Die Grundidee bei SLB war es, aufgrund eines 4 Sterne-Setups, von fallenden Kursen via eines naked Call zu profitieren.

Bisher liefen diese Trades immer recht gut und konnten schnell zurückkauft werden. Aber wie in jeder Strategie gibt es auch Ausreißer.

Ausnahmen bestätigen nun mal die Regel 🙂

Somit eröffnete ich am 18.12.2017 den Trade auf SLB. Der Call wurde an der ersten Standardabweichung mit einem Strike von 65 $ geschrieben und einer Laufzeit bis 19.01.2018

Wer nun bei Earnings Whispers nachschaut, wird feststellen, das am 19.01. Vormittags die Earnings von SLB sind.

Als ich den Trade aufsetzte, habe ich darauf geachtet, leider war das Earningsdatum da wohl noch nicht fix, weil ich den Trade extra vor den Earnings setzte.

Somit hatte ich seit Aufsetzen des Trades mit steigenden Kursen und steigender Vola zu kämpfen.

 

SLB – die erste Adjustierung

Der Trade stand sehr schnell unter einem schlechten Licht.

So musste ich bereits am 11.12. den Trade zum ersten Mal adjustieren.

Nur zwei Tage nachdem ich den Trade aufsetzte, erreichte der Kurs meinen Strike. Dies ist für mich immer der Zeitpunkt, zu reagieren.

Ich entschied mich einfach, den Call im Preis zu rollen. Somit schloss ich den Call bei Strike 65 und eröffnete einen neuen mit Strike 67,5 $.

Dies glich die Verluste nicht komplett aus. Wenn der Trade so aufgegangen wäre, hätte ich einen Verlust von 20 $ erlitten. Wäre also nicht weiter schlimm gewesen.

Doch es sollte erst der Anfang sein.

 

SLB – Runde 2

Am 22.12. forderte mich SLB tatsächlich zu Runde 2 heraus.

Der Strike bei 67,5 $ wurde erneut erreicht und ich war gezwungen, zu reagieren. In der Laufzeit konnte ich nicht rollen, da ich hinter die Earnings gekommen wäre.

Hier ist mir in meiner Dokumentation jetzt auch der Fehler aufgefallen… Ich ging davon aus, das die Laufzeit bis zum 18.01. wäre und am 19.01 die Earnings sind. Somit ging davon aus, das der 18.01. ein Freitag wäre^^

Da habe mich also schlicht und einfach verguckt.

 

Nun denn, ich musste jetzt den Verlust der ersten und der zweiten Adjustierung ausgleichen, ohne in die Zeit zu rollen…

Was tat ich also? Ich schloss meine Position bei 67,5 $ und verkaufte zwei Calls bei einem Strike von 70 $.

Das meine Margin nur wenig gefordert war, half mir hier natürlich, mehr Optionen einzugehen. Denn alle anderen Trades liefen ja hervorragend 🙂



Ich dachte, mit der zweiten Runde sollte das Thema nun endgültig vom Tisch sein. Aber SLB sollte sich zu einem Pendant meines CC Trades vom letzten Jahr entwickeln.

 

SLB – Runde 3 Adjustierung zum Strangle

Nachdem nun wieder mein Strike bei 70 $ erreicht wurden ist, muss ich schon sagen, das mir der Trade etwas auf die Nerven ging.

Ich schloss wieder meine Position bei 70 $.

Um nun die Chance zu haben, mit einem Gewinn den Trade noch ins Boot zu bekommen, adjustierte ich über einen Strangle.

So verkaufte ich die Calls bei einem Strike von 72,5 $ und zusätzlich Puts bei 68,5 $.

Ohne mehr Margin zu hinterlegen, konnte ich so noch ganz gut Prämien einnehmen.

Ob ihr es aber glaubt oder nicht, das sollte noch nicht die letzte Runde sein…

 

SLB – Runde 4 Adjustierung nach Tastytrade

Bereits einen Tag später musste ich wieder eingreifen. SLB kannte keine Korrektur. Der Ölpreis zog an und mit ihm die Aktienkurse von Ölunternehmen, wie SLB.

Jetzt war auch langsam der Punkt erreicht, bei dem das Adjustieren via Rollen der Positionen wenig Sinn machte.

Einen Strangle hatte ich ebenfalls bereits gebildet. Ich hätte die Zahl der Optionen weiter erhöhen können, was ich aber auch nicht wollte, da mir dann das Risiko zu groß geworden wäre.

 

Ich überlegte nun also, welche Adjustierung ich vornehmen sollte. Eine meiner Adjustierungen, bei denen ich die Aktien gekauft hätte, die Puts verkauft und somit covered Calls gehabt hätte?

Im Nachhinein wäre das die bessere Variante gewesen^^

 

Nein, ich wollte auch mal etwas anderes machen und bediente mich einem Kunstgriff von Tastytrade.

Ich schloss die Putseite und realisierte hier den Gewinn.

Die Callseite ließ ich, wie sie war.

Ich verkaufte nun wieder Puts, diesmal aber im Geld, bei einem Strike von 75 $, also über den Calls.

Dies nennt man einen inverted Strangle.

 

Die Idee dahinter ist, den Kurs zwischen den Put und Call einzuschließen und nur noch bis zum Verfall durchzubringen.

 

SLB – Runde 5 Wer hat den längeren Atem?

Am 09.01. erreichte SLB dann den Strike meines ITM Puts… also wieder rollen.

Ich realisierte den Gewinn des Puts und rollte diesen von 75 $ direkt auf 80 $ hoch.

Nach dieser 5ten Adjustierung pendelte SLB zwischen meinem Put und meinem Call hin und her, bis zum Verfallstag.

 

SLB – Der Verfallstag, wer hat gewonnen?

Eindeutig SLB…

Dies war aber mein eigener Fehler.

 

SLB  reagierte nach den Earnings verhalten und fiel im Kurs. Daraufhin kaufte ich meine ITM Puts mit Gewinn zurück.

Ich bin davon ausgegangen, das der Kurs weiter fallen würde und bin deshalb das Risiko von 5 naked Calls eingegangen.

An sich hätte ich es besser wissen sollen. SLB hielt sich den kompletten Trade lang an keiner meiner Ideen^^

 

Der Kurs stieg an. Recht hoch sogar. Letztendlich schloss ich meine naked Calls am Tageshoch, bei dem ich einen Verlust von 1600 € realisierte.

Sehr, sehr bitter. Der bisherige Monatsgewinn war damit weg und nun steht ein aktuelles Minus für Januar von ca. 400 € da.




Was lerne ich aus SLB?

Ich lerne direkt wieder mehrere Sachen aus dem Trade.

Den ersten Fehler den ich machte war, den Überblick, wegen fehlender Aufzeichnungen, beim Rollen verloren zu haben. Dies brachte mich dazu, meine Positionsgröße zu erhöhen.

Wäre ich bei einem, vielleicht zwei Optionen geblieben, wäre der Verlust recht gering gewesen.

 

Ebenso lerne ich daraus, halte dich einfach an der Adjustierung! Hätte ich den inverted Strangle auslaufen lassen, wäre der Trade mit einem kleinen Verlust beendet wurden. So aber hat mich der Trade mein bisherigen Monatsgewinn gekostet… und mich in den Verlust im Januar gedrückt.

 

Dies ist gerade bitter, da ich mir dieses Jahr vorgenommen habe, keinen Monat im Verlust zu beenden.

Der Trade endete am 19.01.2018

Somit habe ich noch 8 Tage Zeit, knapp 400 € zu verdienen, um zumindest eine schwarze 0 am Monatsende stehen zu haben. Ihr dürft wohl gespannt sein, ob ich das hinbekomme. Eine Tendenz habe ich selbst bereits, aber ihr müsst euch im Augenblick noch bis zu meinem Einnahmenreport gedulden.

 

Obwohl der Trade bitter für mich selbst war, freue ich mich gleichzeitig über solche Fehler. Meist mache ich diese nicht mehrmals. Ebenso teile ich sehr gerne meine schlechtesten Trades mit euch. Dies ist einfach so, weil ihr daraus lernen könnt.

Gerade für einen Anfänger, kann das sonst böse enden. Bei mir geht es. Auch wenn der Trade mich einen Verlust von 1600 € gekostet hat, bleibt aktuell nur ein Monatsverlust von knapp 400 € stehen. Dies zeigt also, das ich eigentlich diesen Monat bereits sehr gut dabei war.

Auch zeigen diese Trades immer wieder, nobody is perfect.

Jedem passieren solche harten Verluste mal. Auch den Profis. Die reden meist nur ungern darüber, da ein Verlust dem Image schadet.

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