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Synthetik Covered Call eine Erklärung

Synthetik Covered Call

Heute möchte ich euch den Synthetik Covered Call vorstellen.

Dieser eignen sich vor allem bei kleineren Konten. Er ähnelt stark dem Poor Man Covered Call, hat aber einige Eigenheiten, sowie Vor- und Nachteile.

 

Der Covered Call

Der Covered Call ist eine Standardstrategie. Am meisten Sinn macht diese, wenn man von einem Unternehmen mindestens 100 Aktien hält.

Denn dann kann man risikolos Calls auf diese Aktien verkaufen. Es wird keine bzw. kaum extra Margin verlangt. Mit dieser Strategie kann man monatlichen Cash Flow erzeugen. Jedoch deckelt man dabei seinen Gewinn, denn steigt die Aktie über den Strike des Call, gehen diese Gewinne für einen selber verloren.

Das Risiko bei dieser Strategie liegt in der Aktie selbst. Fällt diese, können wir zwar den Gewinn des Calls dagegen rechnen, aber der Verlust in der Aktie bleibt erstmal.

Der Nachteil dieser Strategie ist jedoch, das man recht viel Margin bindet, da man die Aktien kaufen muss.

Glücklicherweise gibt es aber Möglichkeiten, diese Margin drastisch zu senken, ohne ein höheres Risiko eingehen zu müssen.

 

Synthetik Covered Call

Um weitaus weniger an Margin zu binden, kann man mit Optionen die benötigten Aktienbestände nachbilden.

Nachbilden? Ja das geht wirklich 🙂

Um Aktien mit Optionen nachzubilden müssen wir nur am aktuellen Kurs, bzw. so nah dran wie möglich, einen Put verkaufen und einen Call kaufen.

Zusätzlich verkaufen wir oberhalb des aktuellen Kurses einen Call. Mit diesem Aufbau haben wir exakt dasselbe Risikoprofil, als hätten wir uns 100 Aktien gekauft und darauf einen Call verkauft.

Jedoch haben wir so keinen Anspruch auf eine Dividende. Das könnte man als Nachteil ansehen, ich erkläre aber gleich, weshalb ich das nicht so sehe.

 

Dadurch, das wir die Aktien nur nachgebaut haben, sparen wir ca. 70 % an Margin ein. Somit könnte man, anstelle von nur einem konventionellen covered Call, ca. 3 – 4 Synthetik covered Calls schreiben. Dies wiederum erhöht natürlich den monatlichen Cash Flow.

 

Bei Tastytrade gab es auch ein interessantes Video dazu, welches einen konventionellen covered Call, mit einem Synthetik covered Call über mehrere Jahre vergleicht.

Die Gewinnchancen sind gleich, es wäre auch verwunderlich, wenn diese unterschiedlich wären. Das Risiko ebenfalls.

Trotzdem ist zum Traden der Synthetik covered Call, einem konventionellen covered Call, vorzuziehen.

Dies hängt einfach mit der Margin zusammen. Durch die geringere Marginanforderung bei den Synthetik, kann man breiter streuen, was die Gewinnwahrscheinlichkeit erhöht.

 

Vorsicht sollte geboten sein, wenn der verkaufte Put ins Geld läuft und man an der Margingrenze ist. Sobald die Aktien eingebucht werden, erhöht sich drastisch die Marginanforderung!

 

Poor Man Covered Call als Alternative

Natürlich könnte man nun auch einfach einen Poor Man Covered Call aufsetzen.

Der Vorteil hier wäre natürlich, das man noch weniger Margin benötigt und gleichzeitig der maximale Verlust von vornherein klar definiert wäre.

Ein Poor Man Covered Call zeichnet sich dadurch aus, das man einen Call kauft, welcher bereits im Geld oder direkt am Geld ist. Die Laufzeit sollte hier etwas länger gewählt werden.

Zusätzlich verkauft man einen Call mit kürzerer Laufzeit.

Die Idee dahinter ist, das der Kursanstieg und die eingenommene Prämie des verkauften Call, die gezahlte Prämie für den gekauften Call übersteigt.

Gleichzeitig ist der verkaufte Call gesichert, sollte es zu massiven Gaps kommen.

Durch den relativ geringen Einsatz an Kapital eignet sich diese Strategie natürlich besonders für kleine Konten oder um sehr viele Positionen gleichzeitig aufzubauen.

 

Auch für die Abzahlstrategie geeignet

Gerade der Synthetik Covered Call ist prädestiniert für die Abzahlstrategie.

Warum?

Nun, in der Abzahlstrategie kaufen wir normalerweise die Aktien, sichern diese durch einen gekauften, sehr langlaufenden Put ab und verkaufen gleichzeitig Calls dagegen, mit Laufzeitgen von ca. 45 Tagen.

Jedoch bindet der Kauf der Aktien sehr viel Margin, was auch dazu führt, das man zwangsläufig irgendwann Zinsen an den Broker zahlen muss.

Handelt man die Abzahlstrategie dagegen mit einem SCC kann man sehr viel mehr Geld einnehmen.

Man hat theoretisch einmal die Einnahmen des verkauften Puts, welche ungefähr die Prämie des gekauften Call decken sollte. Steigt der Basiswert, nimmt man die Kursbewegung 1 zu 1 mit. Zusätzlich hat man aber auch noch die eingenommene Prämie des verkauften Call.

Somit sollten sich die monatlichen Cash Flow Einnahmen erhöhen lassen.

 

Interessant wird es nach dem ersten erfolgreichen Trade, denk ich.

Setzt man den ersten Trade auf, würde ich den SCC unverändert lassen. Nachdem aber der erste Trade erfolgreich war, also der Put wertlos verfallen ist und der gekaufte Call im Geld geschlossen wurden konnte, kann man den Put nun weiter weg vom Kurs schreiben.

Hierzu muss ich mir wahrscheinlich noch weiter Gedanken machen.

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