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Return on Investment bei Optionen

Return on Investment

Das Return on Investment ist eine Kennzahl, welche einem die Rentabilität einer Investition verrät.

Das ROI ist dabei in vielen verschiedenen Bereichen der Wirtschaft anzutreffen. Unternehmen versuchen mit dieser Kennzahl abzuschätzen, wie lange es dauert, bis sich eine Investition amortisiert, also im Grunde abbezahlt, hat.

Im Immobiliengeschäft ist diese Kennzahl ebenfalls allgegenwärtig, um zu sehen, wie hoch das eingesetzte Kapital verzinst wird und wann man sein investiertes Geld zurück haben wird.

Auch bei uns im Trading ist das Return on Investment wichtig, obwohl es teilweise etwas stiefmütterlich behandelt wird.

Denn gerade wir im Optionshandel, speziell als Stillhalter, können das ROI dazu nutzen, Laufzeiten und Strikes zu suchen, welche die höchsten Renditen versprechen. Wieder einmal ist dabei der Optionshandel der einzige Handel, bei dem man dies im Vorfeld prüfen kann.

 

Return on Investment – Berechnung

Das Return on Investment zu berechnen, ist kein großes Hexenwerk.

Man nimmt hierzu die Einnahmen, in unserem Fall die Prämie, und dividiert diese durch das gebundene Kapital.

Als kleines Beispiel:

Wir haben eine Optionsstrategie auf die Aktie XYZ geschrieben und wollen nun der ROI wissen.

Wir haben eine Prämie von 200 $ erhalten und müssen eine Margin von 2.900 $ hinterlegen.

Die 2.900 $ sind unser investiertes Kapital.

200 $ / 2900 $ * 100 = 6,9 %

Wir würden also unser gebundenes Geld mit 6,9 % verzinsen. Meist monatlich, da wir ja Optionen mit einer Laufzeit von ca. 45 Tagen verkaufen.

Somit könnte man auch den erwarteten Return on Investment pro Tag errechnen.

6,9 % / 45 Tage = 0,15%/Tag

Wenn wir das ROI auf den Tag herunterbrechen, können wir verschiedene Laufzeiten miteinander vergleichen.

 



Das ROI zur Optimierung unseres Tradings nutzen

Nun wissen wir, das uns das ROI im Grunde angibt, wie gut wir unser gebundenes Kapital verzinsen.

So könnte man auch sagen, es zeigt uns auf, wie effektiv wir mit unserem Geld traden und wie effektiv unsere Herangehensweise im Trading ist. Und das Schöne ist, wir können das ROI verbessern und anheben.

Um das Return on Investment zu steigern, müssen wir entweder die Einnahmen stärker erhöhen, wie die Marginanforderung, oder die Marginanforderung stärker senken, wie die Einnahmen, sodass das Verhältnis Einnahmen zu Margin besser wird.

Mit Optionen ist dies recht einfach zu bewerkstelligen.

Um das ROI zu erhöhen und somit unser Geld besser zu verzinsen, müssen wir lediglich eine Absicherung, zusätzlich zu einer verkauften Option, zukaufen.

 

Prämie und Margin eines nackten Put

 

Bull Put Spread

Margin und Prämie eines Spreads

 

Hier ein Beispiel dazu. Im ersten Bild haben wir einen normalen Put.

Für diesen würden wir 315 $ an Prämie erhalten, bei einer Margin von 1923 $. Unser ROI wäre hier 16,38 %.

Unser real eingesetztes Kapital beträgt 1608 $. Dies ergibt sich aus der Margin abzüglich der eingenommenen Prämie. 1923 $ – 315 $ = 1608 $

1608 $ müssen wir bei diesem Trade also selber aufbringen. Die 315 $ erhalten wir ja direkt.

 

Im zweiten Bild habe ich eine Absicherung dazu gekauft. Dadurch, das wir somit unseren maximalen Verlust festgelegt haben, gewährt uns unser Broker eine starke Marginreduzierung.

Das ROI sieht hier folgendermaßen aus. 102 $ / 416 $ = 24,5 %

Das ROI hat sich also um knapp 8 % gesteigert! Auch wenn die Einnahmen in diesem Trade, als absolute Zahl gesehen, 66% kleiner ist, wird das Geld selber effektiver genutzt und besser verzinst.

Ohne mehr Risiko einzugehen!

 

Dazu vielleicht mal ein Beispiel, wenn wir ein 5.000 $ Konto hätten.

Mit einem 5.000 $ Konto könnten wir zwei einfache Puts verkaufen. Für einen dritten würde das Konto nicht mehr ausreichen, zumal man auch noch bedenken muss, das bei Puts, läuft der Kurs gegen uns, die Marginanforderungen erhöht werden.

Unsere Einnahmen würden sich auf 630 $belaufen.

Wie viele Spreads könnten wir aufsetzen?

Insgesamt 12 Spreads! Rechnen wir die erhaltenen Prämien noch dazu, wären es sogar 14, fast 15 St.

Aber bleiben wir hier bei den 12 und nutzen die eingenommenen Prämien als Puffer.

Läuft der Trade gegen uns, steigt die Marginanforderung so gut wie gar nicht, weshalb man durchaus eine höhere Auslastung mit Spreads eingehen kann.

Unsere Einnahmen würden sich auf 1224 $ belaufen. Fast das Doppelte!

 



Das Geheimnis hinter einem guten ROI

Exakt jetzt sehen wir auch das Geheimnis, weshalb man einen guten, optimierten ROI anstreben sollte.

Ja, die absolute Einnahme sinkt, wenn man sich nur einen einzelnen Trade ansieht. Aber durch das bessere ROI durch die optimierte Margin, können bei gleicher Kontogröße, die doppelten Einnahmen erzielt werden.

Natürlich sollte man nicht, wie in meinem vereinfachten Beispiel, seine Margin bei einem Basiswert ausreizen. Man macht viele kleine Trades in vielen unterschiedlichen Basiswerten. Einige werden schief gehen, die meisten Trades werden klappen.

Einen der besten ROI besitzt außerdem der Iron Condor! Bei diesem könnt ihr zwei Spreads, mit der Marginanforderung von einem, auflegen.

Jedoch hat dieser auch den Nachteil, das immer irgendeine Seite unter Druck gerät. Trotzdem sind mit einem Iron Condor monatliche Verzinsungen von 30 % und mehr, auf die Margin gesehen, nicht ungewöhnlich.

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Kommentare (2)

  1. Sorry, aber wir hatten das ja schon bei deiner Beschreibung mit dem Spread generell. Du generierst nicht mehr ROI bei gleichem Risiko sondern bei HÖEREM Risiko! Du läufst mit dem Spread schneller in den Verlust und hast dadurch eine schlechtere Gewinn-Wahrscheinlichkeit. 🙂

    Antworten
    • Grüß dich Rico,

      die Gewinnwahrscheinlichkeit ist fast gleich. Auch das ich großartig schneller in den Verlust komme, passt nicht ganz. Die Breakevens sind näher an der short Position, das stimmt.
      Aber die Praxis ist halt so, das die long Position mitzieht und vieles anfängt auszugleichen.

      Leider finde ich gerade die Studie von Tastytrade nicht, welche sehr gut repräsentierte, das die Gewinnwahrscheinlichkeit eines Spreads fast gleich mit einernackten Position war.

      Antworten

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