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Optionsstrategien Basics – Basisstrategien

Heute soll ein kleiner Artikel über Optionsstrategien Basics kommen.

Im Optionsuniversum gibt es unendlich viele Strategien, welche teilweise einfach und teilweise extrem kompliziert sind. Es gibt Strategien, hinter die selbst ich, auch nach langem Überlegen, nicht dahinter gestiegen bin, wie man damit Geld verdienen soll.

Doch so kompliziert oder einfach alle Strategien auch sein mögen. Sie bestehen immer aus den gleichen Zutaten.

So möchte ich heute ein paar Basic Optionsstrategien vorstellen, welche es so im Optionshandel gibt.

Gleichzeitig möchte ich euch auch zeigen, wann welche Strategie am besten eingesetzt werden sollte. Dabei lassen wir eure Investmentinteressen außen vor und schauen uns nur an, wann eine Optionsstrategie im Marktumfeld Sinn macht, wenn man nur an den Prämien interessiert ist.

Legen wir also los 🙂

 

Optionen – Eine kurze Erläuterung

Für all diejenigen, welche neu im Thema Optionshandel sind, möchte ich kurz in ein paar wenigen Worten zusammenfassen, was Optionen sind.

Mit Optionen sind Termingeschäfte, mit denen wir Versicherungen auf Kurse von Aktien oder auch Futures schreiben. Wenn wir die Optionen schreiben und verkaufen, erhalten wir als Stillhalter eine Prämie, ähnlich wie bei einer Versicherung.

Bei Optionen handeln wir mit Wahrscheinlichkeiten und können diese über die Standardabweichung berechnen.

Auch wenn das Konzept anfangs nicht so schön klingt, da der maximale Gewinn auf die eingenommene Prämie begrenzt ist, das Verlustpotential dagegen „unendlich“ ist, haben wir bei Optionen eine geringere Verlustwahrscheinlichkeit als bei allen anderen Finanzinstrumenten.

Wer mehr über Optionen an sich erfahren will, von ehrlichen Bloggern, kann sich neben Der Kapitalist noch an zwei weitere Blogs wenden.

Der Stillhalter und easydividend. Mehr aktive, ehrliche und gute Blogs sind mir zu dem Thema im deutschsprachigen Raum nicht bekannt, welche das Wissen um Optionen kostenlos weitergeben.

 

Kommen wir aber nun zu den Basics und steigern uns dann ein wenig 🙂

 

Put und Call , Kaufen und Verkaufen

Kommen wir zuerst zum Urschleim 🙂

Im Optionshandel gibt es genau zwei Grundwerkzeuge. Den Call und den Put.

Steigt der Kurs an, wird der Call teurer, fällt der Kurs, verliert der Call an Wert und der Put wird teurer. Daran  kann man bereits erkennen, das der Call wohl eine Versicherung gegen steigende Kurse ist, der Put dagegen eine Versicherung gegen fallende Kurse.

Und so ist es auch.

Zu den Grundwerkzeugen müssen wir zusätzlich noch zwischen Käufer und Verkäufer (Stillhalter) der Optionen unterscheiden, da die Gewinn- und Verlustchancen bei Beiden umgekehrt sind und auch die Rechte und Pflichten anders verteilt sind.

Der Käufer einer Option hat nämlich nur ein begrenztes Risiko, welches sich auf die gezahlte Prämie begrenzt, dafür aber ein „unendlich“ großes Gewinnpotential. Leider stehen die Wahrscheinlichkeiten gegen den Käufer von Optionen, was aber einige Spekulanten nicht davon abhält, auch mit Optionen zu spekulieren.

Uns als Stillhalter soll das nur recht sein^^

Die Pflichten eines Stillhalters sind dabei, bei einer Call Option, welche im Geld liegt, 100 Aktien zu liefern, zum Strikepreis, wenn es der Käufer der Option verlangt.

Bei einem Put sind wir als Stillhalter verpflichtet, 100 Aktien anzunehmen zum Strikepreis, wenn es der Käufer der Option verlangt.

Soweit eine grobe Übersicht, was Optionen sind. Kommen wir nun zu den Optionsstrategien, welcher jeder kennen sollte, gerade wenn man sich als Stillhalter versuchen will.

 

Legende:

P = Put

C = Call

Oberhalb der Linie = verkaufte Optionen

Unterhalb der Linie = gekaufte Optionen zur Absicherung

Kreis = aktueller Kurs

 

Optionsstrategien Basics – Der nackte Put

Der Put ist das Standardwerkzeug einen jeden Stillhalters. Dabei wird unterhalb des Kurses, ich bevorzuge dabei die erste Standardabweichung, ein Put verkauft. Dabei hinterlege ich nur eine Sicherheitsmargin (nur bei Marginkonten möglich).

Die Idee ist einfach, das man davon ausgeht, das sich der Kurs am Ende der Laufzeit immer noch über unserem Strikepreis befindet und wir dadurch die Prämien komplett behalten können.

Optionsstrategien

Diese Strategie ist also eher bullisch ausgerichtet. Der Kurs darf nicht stark fallen. Alles andere darf er. Er darf leicht fallen, seitwärts laufen und natürlich steigen.

 

Puts benutze ich auch, um mit Aktien als Investments einbuchen zu lassen. So verkaufe ich dazu Put mit einem Delta von ca. 35. Dafür erhalte ich normalerweise eine sehr gute Prämie. Steigt der Kurs an und die Aktien werden mir nicht eingebucht, habe ich die Prämie als „Trostpreis“ trotzdem erhalten. Um sicherzustellen das man die Aktien eingebucht bekommt, kann man die Puts natürlich auch noch näher am Geld verkaufen oder direkt im Geld.

 

Optionsstrategien Basics – Der Call

Der Call ist der kleine Gegenpart zum Put.

So setzten wir bei einem Call darauf, das der Kurs nicht zu stark steigt. Für Calls erhält man normalerweise weniger Prämie, als bei Puts. Dies zählt aber nur bei Aktienoptionen, da sich weniger Leute gegen steigende Preise absichern wollen 😉

Bei Futureoptionen zählt das nicht, da hier andere Beweggründe hinter den festgesetzten Preisen sind. So will sich z.B. das verarbeitende Gewerbe bei Weizen, natürlich gegen höhere Weizenpreise absichern.

Ein Call wird oberhalb des aktuellen Kurses verkauft. Ich selber verkaufe auch diesen normalerweise an der ersten Standardabweichung.

Optionsstrategien

Optionsstrategien Basics – Der covered Put

Was ist ein covered Put?

Nun, der Aufbau ist exakt wie bei einem normalen Put. Jedoch haben wir als Stillhalter dabei die Gefahr, das wir enorme Verluste einfahren können. Wenn z.B. die Aktie stark nach unten gapt, haben wir ein Problem.

Bei einem covered Put steuern wir dagegen, indem wir 100 Aktien im Basiswert short gehen. Sollte nun die Aktie stark fallen, kann uns das egal sein. Den Verlust des Puts, gleichen wir mit unseren Short in der Aktie wieder aus.

Das Problem an der Sache ist, das wir dann das Risiko wieder komplett in die Aktie legen. Dieses Vorgehen verwende ich nur, um meine Put-Seite zu reparieren, wenn diese kurz vor dem Verfall steht. Die Laufzeit sollte nicht mehr größer wie 10 Tage sein.

Sollten dagegen noch mehr Laufzeit vorhanden sein, rolle ich meinen Put lieber.
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Optionsstrategien Basics – Der covered Call

Der covered Call ist ein beliebtes Instrument, welcher euch sogar helfen kann, den Markt langfristig zu schlagen!

So hat Tastytrade eine Studie auf den S&P gemacht, welche zeigt, das ihr mit covered Calls seit 2005 den Markt geschlagen hättet, wenn ihr den Call immer 2 % über dem aktuellen Kurs verkauft hättet.

Doch was ist ein covered Call?

Bei einem covered Call habt ihr vom Basiswert 100 Anteile, bei Unternehmen also 100 Aktien. Wird der Call angedient, weil der Preis der Aktie über dem Strike liegt, werden euch diese 100 St. ausgebucht. Damit sichert ihr euren Call gegen zu stark steigende Preise ab.

Interessant ist dieses Konzept gerade dann, wenn ihr ein zusätzliches Einkommen auf bereits gehaltene Aktien, z.B. wegen längerfristigen Investments, haben wollt.

 

Optionsstrategien Basics – Der Strangle

Der Strangle ist eine Marktneutrale Strategie, welche Calls und Puts vereinigt.

Ein Strangle eignet sich hervorragend, für Seitwärtsphasen.

Ich selber wende diese Art des Handelns auch immer wieder während der Earnings Season an.

Bei einem Strangle verkauft man einfach, ich selber bevorzugt wieder an der ersten Standardabweichung, oberhalb des Kurses einen Call und unterhalb des Kurses einen Put.

Optionsstrategien

Bei dieser Strategie darf der Basiswert in gar keine Richtung starke Bewegungen vollziehen.

 

Optionsstrategien Basics – Der Iron Condor

Wem der Strangle zu gefährlich ist, da man starke Verluste erleiden kann, sobald der Basiswert sich schnell und stark bewegt, für denjenigen ist vielleicht der Iron Condor etwas.

Der Iron Condor ist ein Strangle mit Absicherung.

Indem wir zusätzlich Optionen kaufen, definieren wir einen maximalen Verlust. Dieser würde sich über den Abstand der Strikes berechnen, abzüglich der eingenommenen Prämien und zuzüglich der gezahlten Prämien.

Bedeutet. Die Strikes wäre 5 $ weit. Wir haben für die Optionen insgesamt 2 $ bekommen und für die gekauften Optionen 1 $ bezahlt.

5 – 2 + 1 = 4$ * 100 = 400 $ maximaler Verlust, egal was passiert.

Optionsstrategien

Ein weiterer Vorteil des Iron Condors ist, das die Marginanforderungen stark sinken, da der Verlust vordefiniert ist.

 

Optionsstrategien Basics – Der Straddle

Der Straddle ist eine Strategie, welche ich selber normalerweise nicht anwende, trotzdem gehört diese Strategie zu den Basics bei Optionsstrategien.

Bei einem Straddle verkauft man einen Put und einen Call direkt am Geld, oder am nächsten passenden Strike.

Ein Straddle wird normalerweise bei 25 % Restwert geschlossen. Die Gefahr, das man Aktien ausgebucht oder eingebucht bekommt, ist natürlich recht hoch, da eine Seite des Straddles immer im Geld ist.

Jedoch haben die Optionen, welche direkt am Kurs sind, den meisten Zeitwert und Volawert, damit verfallen diese, im Vergleich zu den anderen Optionen, viel schneller im Wert. Man nimmt auch recht viel Prämie ein, wird aber niemals die komplette Prämie als Gewinn verbuchen können.

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Optionsstrategien Basics – Der Iron Fly

Kommen wir zur letzten Optionsstrategie, welche man kennen sollte.

Den Iron Fly.

Dieser ist ein Straddle mit Absicherung. Die Absicherungen kauft man oftmals an den Breakevenpunkten des Straddles. Diese errechnet man, indem man die eingenommene Prämie dem aktuellen Kurs hinzufügt (Breakeven Call-Seite) bzw. vom Kurs abzieht (Brekeven Put-Seite)

Wenn man dies so macht, verringert sich der maximale Verlust auf die Gezahlte Prämie, da man diese dann von den Breakevens wieder abziehen müsste.

Optionsstrategien

 

So, nun habt ihr eine kurze und kleine Übersicht der wichtigsten Optionsstrategien. Wie ihr seht, dreht sich alles nur um Puts und Calls. Man spielt mit den Möglichkeiten des Kaufens und Verkaufens und den daraus resultierenden Pflichten und Rechten.

Aus diesem Grund sind Optionen ein mächtiges Instrument, bei welchen man seine Positionen aktiv managen kann und eingreifen kann.

Ich hoffe euch hat diese kleine Übersicht gefallen.

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Kommentare (3)

  1. Gute Zusammenfassung auf den Punkt gebracht!
    Mir fehlt natürlich der Butterfly 🙂 und ich wüsste schon noch einen aktiven ehrlichen Blog zum Thema Optionen 😉

    Antworten

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