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Optionsstrategie – für Aktienkauf bezahlt werden

Heute möchte ich eine Optionsstrategie für Investoren vorstellen. Für Trader ist diese nur bedingt geeignet, da man die Aktien mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eingebucht bekommen wird.

Die Strategie ist dabei weder schwierig noch kompliziert und soll lediglich dafür sorgen, das man sich um das Thema Gebühren keine Sorgen zu machen braucht.

 

 Aktienkauf über ATM oder OTM Put – der Nachteil

Wenn man Aktien über Puts kaufen möchte, welche at the money sind oder leicht out of the money, hat man meist das Problem, das es passieren kann, das einem die Aktie, welche man gerne haben möchte, davon rennt.

Man kann sich zwar damit trösten, das man wenigstens die Prämie für die Optionen erhalten hat, aber dies kann in einigen Fällen nur ein schwacher Trost sein, wenn man sieht, wie gut die begehrte Aktie läuft. Somit ist dies bei starken Basiswerten eine schwierige Optionsstrategie, wenn man den Basiswert haben möchte.

Werden einem die Aktien dann doch eingebucht, gibt es einen anderen kleinen Nachteil. Die Aktien sind mit hoher Wahrscheinlichkeit im Verlust. Anders geht es auch meist nicht, da die Aktien unter dem Strike des verkauften Puts sein müssen, das wir diese angedient und eingebucht bekommen.

 

Ich denke hier ist ein Problem, das einige Investoren haben werden mit Optionen. Es gibt keine Garantie, das man die Aktien eingebucht bekommt. Es kann auch passieren, das man den Aktien ständig hinterher rennt. Sowas kann sehr, sehr ärgerlich sein.

Doch gibt es vielleicht eine Lösung dafür? Können wir unsere Wahrscheinlichkeit, das wir die Aktien eingebucht bekommen, auch bei steigenden Kursen dieser, drastisch erhöhen und gleichzeitig uns die Möglichkeit geben, schöne Gewinne einzufahren?

Natürlich 🙂 Ich erkläre euch heute, mit welcher Strategie ihr eure Investments mit fast 100 % Wahrscheinlichkeit eingebucht bekommt und dabei sogar die Chance habt, sehr ansehnliche Gewinne einzufahren, wenn die Aktien steigen.

 

Optionsstrategie mit in the money Puts

Wie so oft im Leben ist auch hier die Lösung recht einfach. Wenn es mit OTM und ATM Puts nicht klappt, dann halt mit ITM (in the money) Puts.

Für diese Optionsstrategie verkaufen wir einfach einen Put, welcher seinen Strike über den aktuellen Kurs unserer begehrten Aktie hat.

Wir sehen hier, das wir eine Pufferzone besitzen, in der sich der Kurs bewegen kann. Innerhalb dieser Zone, machen wir keinen Verlust.

Sollte die Aktie fallen, machen wir Buchverluste. Diese sind aber irrelevant, da wir als Investor sowieso zu dem Preis gekauft hätten.

 

Wie entsteht nun aber diese Pufferzone? Nun, eine Option welche im Geld ist, als die jederzeit angedient werden kann, bildet ihren Preis aus zwei Werten.

Den intrinsischen und den extrinsischen Wert.

Der extrinsische Wert einer Option bildet sich aus dem übrigen Zeitwert und der Volatilität.

Der innere Wert hingegen, bildet sich aus dem Basiskurs ab. Dieser Wert ist genauso groß, wie der Basiswert von unserem Strike entfernt ist.

 

Ein kleines Beispiel dazu.

Die Aktie XYZ notiert aktuell bei 105 $. Wir haben nun einen ITM Put, mit Strike 110 $ verkauft.

Für diesen Put haben wir insgesamt 6 $ bekommen, also 600 $ insgesamt (Multiplikator bei Aktienoptionen = 100).

Die Differenz von unserem Strike bei 110 $ bis zum aktuellen Kurs bei 105 $ beträgt somit 5 $. Dies ist der innere Wert der Option. Wenn wir diese 5 $ von den eingenommenen 6 $ abziehen, erhalten wir den extrinsischen Wert, bzw. den restlichen Zeitwert.

Dies wäre in unserem Fall 1 $.

 

Wenn ihr die Option verkauft, wollt ihr ja dadurch keinen Nachteil haben. Also wird der aktuelle Verlust der Option einfach auf den Preis mit aufgeschlagen!

Aber Achtung!

Überschlagt bitte immer kurz, ob das auch hinkommt. Bei illiquiden Werten kann es vorkommen, das die Optionen zu billig verkauft werden! Das ist selten, aber es passiert. Achtet auch darauf, das ihr selber nicht zu wenig für die Option verlangt.

 

Was passiert, wenn die Aktie zu weit steigt?

Etwas das natürlich immer passieren kann, ist das die Aktie schnell steigt und über den Strike des Puts kommt.

Das braucht euch aber wenig zu interessieren!

Warum?

Nun, mit jedem Dollar den die Aktie steigt, verliert eure Option einen Dollar an inneren Wert. Wird der Strike erreicht, besitzt die Option nur noch Zeitwert, was es euch wiederum ermöglicht, die Option billig zurückzukaufen und somit einen ersten Gewinn zu realisieren.

Wollt ihr die Aktien natürlich immer noch haben, ist das ja kein Problem.

Den Anstieg der Aktie habt ihr indirekt durch eure Put Option mitgemacht. Warum also nicht einen weiteren ITM Put, diesmal nur höher, wieder verkaufen?

Selbst wenn die Aktie wieder anfangen sollte leicht zu fallen, könnt ihr die ganze Zeit die bereits realisierten Gewinne des ersten Puts dagegen rechnen.

Das Spiel macht ihr mehr oder weniger solange, bis ihr die Aktien habt.

 

Natürlich könnte man diese Strategie grundsätzlich auch zur Spekulation nutzen, würde ich aber nicht empfehlen… für eine Spekulation auf steigende Kurse wäre es klüger, einen Call zu kaufen.

 

Kleiner Praxistipp in der TWS

Wer von euch mit der TWS arbeitet, für den habe ich eine kleine hilfreiche Einstellung.

Optionsstrategie

Geht in eure TWS und geht auf Einstellungen.

Optionsstrategie

Geht auf Optionen und sucht da Zeitwert (%)

Fügt es eurer angezeigten Spalten hinzu und übernehmt das Ganze.

Optionsstrategie

Nun habt ihr die Spalte Zeitwert in eurer Übersicht. Im Optionstrader bei den Optionsketten, könnt ihr das ebenfalls genauso einstellen.

Somit seht ihr auf einem Blick, wie viel Zeitwert ihr noch in euren einzelnen Positionen habt. Beim Optionstrader, wenn ihr euch die Optionsketten anseht, könnt ihr so auch besser entscheiden, welche Option ihr verkauft, um den größten Zeitwert zu verkaufen.

Dies ist einerseits für die Stillhalter interessant, welche nur die Prämien kassieren wollen, aber auch wenn man die Aktien wirklich haben will und ITM Puts verkauft, kann man ja mal schauen, bei welchem Strike es sich vom Zeitwert her am meisten lohnen würde.

Denn durch den Zeitwert würde man für sein warten auf die Aktien mit einem kleinen Bonus bezahlt werden 🙂 Eine einfache, aber sinnvolle Optionsstrategie oder?

 

Wenn du die TWS noch nicht nutzt, oder keinen Broker hast, mit dem man Optionen handeln kann, dann schau dir meine Seite über Captrader an.

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Kommentare (3)

  1. Ich habe diese Strategie auch bereits angewandt und finde es eine super Lösung, um seine gewünschte Aktie “mit Rabatt” zu bekommen.

    Wenn ich nicht mein Aktiendepot (Comdirect) und mein Optionsdepot (IB) getrennt führen würde, würde ich nur noch so meine Dividendenaktien kaufen.

    CU Ingo.

    Antworten
    • Wohl eine Frage der Sichtweise. Zum Datum des Optionsverkaufs ist der niedrigere Strikepreis ein Rabatt.

      Zum Zeitpunkt der Ausübung,wird dir die Aktie mit Buchverlust eingebucht, da du sie an der Börse billiger bekommen hättest.

      Gruß!

      Antworten
  2. Hallo Martin,

    das mit den In-The-Money-Puts kann man so machen, um die Aktie mit hoher Wahrscheinlichkeit eingebucht zu bekommen. Mittlerweile gehe ich dazu über, Aktien, die ich langfristig halten möchte, wieder direkt zu kaufen anstatt über Puts. D.h. sobald mein Wunschpreis erreicht ist, schlage ich zu.

    Puts, auf die ich mich ausüben lasse, sind dann eher “Tradingaktien” mit hoher Dividende, die ich aber zügig wieder loswerden möchte, da mich die langfristigen Aussichten nicht überzeugen. Und das meiste Geld mit Optionen wird sowieso mit Puts auf Aktien mit hoher Volatilität gemacht, die man gar nicht im Depot haben will. Wenn es diese Variante nicht gäbe, würde ich wahrscheinlich gar keine Aktienoptionen schreiben. Die anderen Varianten sind eher Zubrot.

    Gruß!

    Torsten

    Antworten

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