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Optionen Teil 2: Innerer Wert, Zeitwert, Amerikaner und Europäer.. Was?

Optionen Stillhalter

Optionen sind schon etwas Spezielles. Im ersten Teil der Artikelserie habe ich allgemein erklärt, was Optionen im alltäglichen Börsengeschehen eigentlich sind und was für Funktionen diese erfüllen.

Heute gehen wir etwas spezieller auf Optionen ein und schauen uns mal gemeinsam an, was es mit dem sogenannten inneren Wert, dem Zeitwert, den Amerikaner und Europäern auf sich hat.

Denn obwohl fast niemand versteht, wie einige Zertifikate zusammengesetzt sind und wirklich berechnet werden, scheut man sich gerade wegen der Berechnung oftmals vor Optionen. Viele meinen die Preisgestaltung wäre zu kompliziert. Auch sind sich einige nicht ganz sicher, was es mit den dubiosen Ausübungsarten auf sich hat.

 

Bin ich Amerikaner oder Europäer?

Bei Optionen gibt es zwei unterschiedliche Arten der Ausübungsrechte. Einerseits wie man seinen Gewinn (oder Verlust) begleichen muss und bis wann man damit warten muss.

Bei Optionen hat sich durchgesetzt, das der Gewinn der Spekulation über den Geldwerten Unterschied ausgeglichen wird. Jedoch gibt es auch genug Optionen, welchen einen dagegen die Ware (Basiswert) tatsächlich ausliefern.

Dies würde bedeuten, das ich bei der Ausübung beispielsweise tatsächlich 100 Aktien der Firma XY in mein Depot gebucht bekommen würde.

Ebenso gibt es zwei Arten des Ausübungsrechtes, welches den Zeitpunkt bestimmt.

In Europa leben wir Deutschen. Wir sind dafür bekannt uns immer strikt an Zeiten zu halten und an unsere Pläne. Deshalb dürfen europäische Optionen auch tatsächlich nur am Fälligkeitstag ausgeübt werden. Solltet ihr also bei der Hälfte der Laufzeit der Option mal 100% im Gewinn sein, nützt euch das nichts. Ihr dürftet die Option nicht ausüben. Schade wenn die Option am Fälligkeitstag dann wieder im Minus liegen würde.

Das dachten sich die Amerikaner wohl, dann machen wir amerikanische Optionen. Diese können zu jederzeit ausgeübt werden. Hier muss man nicht erst bis zum Fälligkeitsdatum warten.

Natürlich war das jetzt Spaß das Europäer oder Amerikaner tatsächlich etwas damit zu tun haben. Man kann genauso an der Eurex amerikanische Optionen kaufen.

Fakt ist jedoch, europäische Aktien dürfen nur zum Fälligkeitsdatum ausgeübt werden, amerikanische jederzeit.

 

Es kommt doch nur auf die inneren Werte an oder?

Nachdem wir das mit Amerika und Europa geklärt hätten, kommen wir zu den ersten Werten, welche für die Berechnung einer Option interessant sind.

Ok jetzt müssen wir wieder mit einigen kleinen Beispielen arbeiten.

Nehmen wir an, jemand hat eine Option auf Sojabohnen geschrieben. Er hat einen Call bei 1000 Punkten verkauft. (er geht also davon aus, das der Preis nicht steigen wird)

Nun kauft jemand diese Option und der Preis für Sojabohnen steigt auf 1100 Punkte. Damit hat der Käufer 100 Punkte Gewinn gemacht. Soweit so gut.

Doch was ist, wenn die Option niemand kauft und der Preis steigt? Kann ich dann warten bis der Preis für Sojabohnen bei 1100 Punkten liegt, die Option einfach kaufen und sofort wieder verkaufen? Leider nein.

Und schon sind wir beim inneren Wert. Der angelaufene Gewinn nicht verkaufter Optionen, wird in den Preis mit einberechnet. Solltet ihr also so eine Option kaufen, bezahlt ihr den sicheren Verlust des Stillhalters mit. So ein Mist nicht wahr?

 

Und was ist dann der Zeitwert? Bezahle ich hier das Alter der Option mit?

Nicht ganz aber so ähnlich. Umso älter eine Option ist, sprich umso näher ihr Fälligkeitsdatum rückt, umso billiger wird diese. Irgendwie klar oder? Es macht einen Unterschied ob der Stillhalter das Risiko tragen muss, das du bei einer Spekulation mit einer Laufzeit von 1 Jahr Recht hast, oder nur bei einer Laufzeit von einer Woche. Dieses Risiko welches der Stillhalter trägt, umso länger die Option läuft, zahlt man beim Kauf mit, in Form des Zeitwertes.

Hier mal eine Schematische Darstellung wie sich die Restlaufzeit auf den Zeitwert auswirkt.

Links die Achse zeigt den Zeitwert der Option ab 100%. Die untere Achse geht davon aus, das diese Option 120 Tage läuft. Wie man erkennen kann, fällt der Zeitwert nicht gleichmäßig. Am Anfang noch recht gemütlich, legt der Zeitwertverfall ca. im letzten Drittel zum Sprint an.

Das bedeutet tatsächlich für uns als Käufer, das wir das schlechteste „Preis-Leistungs-Verhältnis“ ca. ab einer Restlaufzeit von 30 Tagen haben. Den hier verliert die Option massiv, innerhalb kurzer Zeit an Wert und das nur weil Zeit vergeht. Da muss sich nicht einmal etwas am Basiswert geändert haben.

Für einen Stillhalter verhält sich das natürlich fast Spiegelverkehrt.

 

Das soll es für heute gewesen sein. In meinem nächsen Teil schreibe ich, was die Griechen den im Finanzsektor, vorallem bei den Optionen, zu suchen haben.

 

Teil 1: Was sind Optionen

Teil 2: Innerer Wert, Zeitwert, Amerikaner und Europäer.. Was?

Teil 3: Was die Griechen mit Optionen am Hut haben

Teil 4: Optionsstrategien

 

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