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Meine Regeln bei Stillhaltergeschäften

Nachdem die Märkte wieder mehr schwanken und sich eine größere Korrektur anbahnt, habe ich meine eigenen Regeln weiter überdacht.

So handle ich nun vermehrt PMCCs nach meiner Art. Jedoch habe ich auch überlegt, wann es sich lohnt, Optionen nackt zu verkaufen. Nackt bedeutet, ohne Absicherung.

Ich durfte miterleben, wie massiv und schnell Optionspreise in die Höhe schießen, wenn die Vola anzieht.

Ich selbst durfte dadurch einen größeren Verlust hinnehmen.

Jedoch sehe ich so etwas eher als Lehrgeld an. Es war eine Situation, die ich noch nicht kannte und aus der ich meine Konsequenzen ziehen kann. Der Mensch lernt nun mal durch Erfahrungen.

So habe ich auch meine Regeln angepasst, was meine zukünftigen Stillhaltergeschäfte angeht.

 

Der VIX als Taktgeber

Der VIX zeigt uns an, wie die Volatilität aktuell im Gesamtmarkt eingeschätzt wird. Es gibt Regeln welche besagen, das wir bei einem VIX von 20 keine Optionen mehr verkaufen.

Interessanterweise verkaufen die Personen, welche diese Regeln aufstellten, trotzdem weiter Optionen.

Mir erschließt auch nicht der Sinn, wenn Optionen teuer sind und ich sehr weit vom Kurs weggehen kann, keine Optionen verkaufen zu dürfen.

Somit habe ich für mich die Regel erstellt, alles ein wenig anders zu machen.

Wenn der VIX größer 17 ist, ist dies für mich das Startzeichen, Optionen zu verkaufen.

Ist der VIX dagegen unter 15, schaue ich nach Möglichkeiten für meine PMCCs.

 

Somit verkaufe ich tatsächlich Zeit und Volatilität! Der VIX kann trotzdem noch stark steigen, dies hat die Vergangenheit mehrmals eindrucksvoll gezeigt.

Aus diesem Grund nehme ich eine weitere neue Regel auf, welche auch erst bei höherer Vola Sinn macht.

 

Die Standardabweichung auf unserer Seite

Es gibt verschiedene Regeln, bei welcher Standardabweichung man am besten Optionen verkaufen sollte.

Da mir meine Erfahrung gezeigt hat, das man extrem schnell, viel Geld mit short Optionen verlieren kann, gehe ich lieber auf Nummer sicher.

Was meine ich damit?

Damit meine ich, das ich sehr weit vom aktuellen Kurs weggehe!

Minimum die 1,5 Standardabweichung, besser sogar noch die 2. Standardabweichung.

Gerade die 2. Standardabweichung besitzt statistisch eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 98%. Dies ist enorm.

Ein Kurs muss stark einbrechen, um diese Abweichung zu erreichen. Auch dies ist in der Vergangenheit bereits vorgekommen.

Doch sehr selten.

Auf diese Standardabweichungen Optionen zu verkaufen, macht auch erst Sinn, wenn der VIX mit ansteigt. Denn wenn der VIX niedrig ist, werdet ihr kaum nennenswerte Prämien einnehmen.

 

Laufzeit und Gewinnmitnahmen

Die Laufzeit belasse ich auf die typischen 45 Tage. Das hier der Zeitwertverlust den größten Verfall hat, haben mehrere Studien bei Tastyworks gezeigt.

Doch macht es Sinn, die typische 50% Gewinnmitnahmeregel anzuwenden?

Nein. Auch hier gibt es von Tastyworks eine Studie über mehrere Jahre. Die Gewinnwahrscheinlichkeit konnte nicht gesteigert werden. Auch der Gewinn/Tag wurde nicht nennenswert gesteigert.

Somit macht eine Gewinnmitnahme bei 50% keinen Sinn. Die Optionen werden also bis zum Verfall gehalten.

 

Wie sieht es mit Adjustierungen aus?

Ich bin kein Freund der 200% Verlust Regel. Auch hier richte ich mich nach Tastyworks, welche keinen Vorteil dieser Regel ausmachen konnten.

Also wie adjustiere ich nun?

Wahrscheinlich gar nicht.

Erreicht der Kurs tatsächlich den Strike an der 2. Standardabweichung, ist die Option so teuer geworden, das wir mit Rollen gar nicht anfangen brauchen.

Mehr Sinn macht es dann, meiner Meinung nach, weiter auf die Wahrscheinlichkeiten aufzubauen.

Damit meine ich, im Zweifelsfall die Optionen andienen lassen und dann die Position glattstellen.

Man muss ja auch bedenken, das selbst in Bärenmärkten, selbst in Phasen von Panik, immer wieder Gegenbewegungen kamen und auch kommen werden. Erreicht der Kurs innerhalb von 45 Tagen die 2. Standardabweichung, hat dieser bereits einen langen Weg hinter sich.

Somit ist eine Gegenbewegung nicht unwahrscheinlich.

 

Positionsgröße beachten

Bitte achtet aber darauf, nicht extrem euphorisch gleich euer ganzes Konto auszureizen. Umso mehr der Basiswert sinkt, umso mehr Margin müsst ihr hinterlegen.

Handelt also auch in solchen Phasen vorsichtig. Da die Vola trotzdem weiter steigen kann, würde ich selbst nicht mehr wie 25 % des Kontos mit nackten Optionen auslasten. Das ist genügend, um eine kleine schöne Zusatzeinnahme zu generieren. Gleichzeitig wird euch das Konto nicht um die Ohren fliegen, wenn der Kurs weiter gegen euch läuft oder die Vola weiter ansteigt.

 

Zusammenfassung

Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung.

Short Optionen verkaufe ich wenn:

VIX über 17

An der 1,5 -2. Standardabweichung

Keine Adjustierung

Keine Gewinnmitnahme

Max. 25 % Marginauslastung durch nackte Optionen

 

Nach Trades für den PMCC suche ich:

Wenn der VIX unter 15 ist

Wenn der Basiswert mein 5 Sterne Setup hat

auxmoney - Geldanlage mit hoher Rendite

Kommentare (6)

  1. „Somit macht eine Gewinnmitnahme bei 50% keinen Sinn.“

    So global-pauschal würde ich das nicht sagen. Wenn ich durch einen frühen Rückkauf insgesamt mehr Optionen schreiben kann, hole ich die „verschenkte“ Prämie wieder rein und vielleicht sogar noch mehr. In dem aktuellen Umfeld von mal hoch, mal runter, funktioniert das jedenfalls. Die durchschnittliche Laufzeit meiner Optionen ist dadurch extrem kurz. Und nachdem die Optionen geschlossen sind, kann man beim nächsten Volaanstieg wieder neue Optionen verkaufen und hat in der Zwischenzeit null Risiko.

    Viel Erfolg & Gruß!

    Antworten
    • Hi Torsten,

      war vielleicht unvorteilhaft geschrieben. Die Reaslisierung der 50% kann natürlich unter dem Gesichtspunkt Zeit durchaus Sinn ergeben. Jedoch erhöht es nicht die Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes. Wir wissen ja, das die Gewinnwahrscheinlichkeit bei der 1. Standardabweichung steigt, wenn man den Gewinn bei 50% realisiert. Dies ist bei der 2. Standardabweichung nicht so. Bzw. ist die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit nicht ansatzweise nennenswert

      Antworten
      • „Jedoch erhöht es nicht die Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes. Wir wissen ja, das die Gewinnwahrscheinlichkeit bei der 1. Standardabweichung steigt, wenn man den Gewinn bei 50% realisiert. Dies ist bei der 2. Standardabweichung nicht so.“

        Nö, wusste ich nicht – bzw. habe ich noch nicht drüber nachgedacht. Aber wenn man das tut, klingt es logisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs in die falsche Richtung dreht, so dass es weh tut, ist bei der ersten Standardabweichung eben höher, so dass ein Rückkauf die Verlustwahrscheinlichkeit nennenswerter senkt als bei der zweiten Standardabweichung. Schätze ich mal.

        Gruß!

        P.S.: Ich verkaufe momentan an der ersten Standardabweichung oder sogar drüber (inbesondere falls eine Ausübung in Frage kommt).

      • Ich schau mir da immer gerne die studien von Tastytrade an, weil die über mehrere Jahre gehen. Da hatten die das, zumindest für den S&P, bewiesen.

        Will man sich die Optionen andienen lassen, ist das natürlich auch was anderes 🙂 Dann zählt ja mehr der Preis, zu dem man die Aktien bekommt und die Optionsprämien sind der schöne Bonus 🙂

  2. Hallo Martin,

    „Somit macht eine Gewinnmitnahme bei 50% keinen Sinn. Die Optionen werden also bis zum Verfall gehalten.“

    Eine sture Gewinnmitnahme bei 50% sehe ich genauso als schwachsinnig an, wenn man aber den Faktor Zeit mit hinein rechnet macht das durchaus Sinn. Wenn ich eine Laufzeit von 45 Tage habe, und meine 50% werden nach 3-4 Tagen erreicht, macht es für mich keinen Sinn die Option noch weiter laufen zu lassen. Ich realisiere lieber den Gewinn anstatt auf die andere Hälfte 41 Tage zu warten.

    Für mich sieht es aktuell danach aus, dass du noch immer in deiner Findungsphase im Optionshandel bist. Du scheinst mir nicht so recht zu wissen, was du willst. Soll natürlich auf keinen Fall negativ gemeint sein, wollte nur wissen, ob ich recht habe.

    mfG Chri

    Antworten
    • Findungsphase ist gut^^ ich versuche eher mich auf die Zukunft einzustellen.
      Ich habe mein kleines Investmentkonto und das größere Tradingkonto. Beim Tradingkonto versuche ich eher soetwas wie im Februar zukünftig zu vermeiden

      Antworten

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