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Marginauslastung – Wie wichtig ist diese?

Marginauslastung

Oft lesen wir darüber, das wir nicht unsere komplette Margin aufbrauchen dürfen. Das wir nur eine Marginauslastung von 50 % haben dürfen. Doch warum ist das so?

Heute gibt es mal eine etwas außerplanmäßige Veröffentlichung. Zu wichtig erscheint mir das Thema und ich möchte euch gerne daran teilhaben lassen.

Normalerweise schreibe ich sonntags immer meinen Newsletter und lasse den Abonnenten so an meiner vergangenen Woche teilhaben. Was habe ich gemacht und warum?

Heute möchte ich euch aber einmal von einem eher stressigeren Tag an der Börse berichten, welchen ich am Montag hatte und euch dabei die Wichtigkeit aufzeigen, eure Margin nur bis 50% vielleicht 60% auszulasten!

 

Montag war Feiertag… da handelt doch keiner

Montag war bei uns Feiertag und die Börsen hierzulande waren geschlossen. Doch ich handle nur Optionen an amerikanischen Börsen und die taten mir leider nicht den gefallen, meinen Tag etwas ruhiger zu genießen.

Nun ja, zumindest bis 15:30 Uhr konnte ich meinen freien Tag ebenfalls genießen.

 

Zur Vorgeschichte

Wer meinen Newsletter abonniert hat weiß, das ich aufgrund meiner Marginauslastung die letzten beiden Wochen wenig an der Börse unternommen habe. So eröffnete ich, obwohl es einige schöne Gelegenheiten gab, keine neuen Positionen, sondern verwaltete nur noch die bestehenden.

Ich hatte dabei zwei Positionen, welche mir einiges an Kopfzerbrechen gebracht haben.

Einmal ein Strangle auf BBY und ein Strangle auf den Future von CC (Cacao-Bohnen).

BBY lief nach der Eröffnung des Strangles nur nach oben. Dies hatte bereits mehrere kleinere Adjustierungen zur Folge.

CC lief eine ganze Weile planmäßig, doch dann brach hier der Kurs in recht großen Schritten ein. Was habe ich dagegen gemacht?

Adjustierung Part 1 – anfängliche Marginauslastung ca. 50 %

Als ich folgende Adjustierungen durchführte, hatte ich bereits meine selbst auferlegte maximale Marginauslastung erreicht.

Ich hatte 2 Call bei BBY mit einem Strike von 49 $. Der Kurs des Basiswertes stieg weiter an, was mich letztendlich dazu brachte, aus den beiden nackten Calls, zwei covered Calls zu machen. Das bedeutet, ich kaufte 200 Aktien von BBY. Somit konnten mir weitere Kursanstiege egal sein.

Wer konnte ahnen, das ausgerechnet dann die aktuelle leichte Korrektur im Markt losgehen würde^^

 

Bei CC war es ähnlich. Durch die angestiegene Vola und dadurch das CC in Richtung meines Puts lief, geriet dieser immer weiter unter Druck. Glücklicherweise machen Futures im Normalfall keine Gaps, was mich auf die Idee brachte, den Put genauso zu adjustieren, wie die Calls bei BBY.

Gesagt getan, ich legte eine Stopp-Order für den Future von CC in den Markt, etwas unterhalb meines Putstrikes von 1900 Punkten. Somit würde ich in dem Future Short gehen.

Nur um die Order in den Markt zu legen, musste ich natürlich eine Margin hinterlegen. Die Marginanforderungen verrechnen sich zum Teil gegenseitig. Nichtsdestotrotz stieg meine Marginauslastung insgesamt an.

 

Adjustierung Part 2 – Marginauslastung nun 62,5 %

Soweit so gut. Was ich oben geschrieben habe, waren Adjustierungen, welche ich recht entspannt in den letzten Wochen so gemacht habe.

Nun kam Montag.

Ich schaute mir ca. eine Stunde nach Börseneröffnung routinemäßig meine Positionen an und erkannte sofort, das mir meine beiden Problemkinder schon wieder ärger machten.

BBY fiel… meine Calls, welche ich über die 200 Aktien absichern wollte, waren außer Gefahr. Nun waren aber meine Aktien im Verlust.

Ihr wisst das ich meine Einnahmen nur über die Prämien der Optionen generiere. Ich möchte keine Aktien langfristig aktuell halten.

CC sah auch nicht so dolle aus. Der kleine fiese Future stieß kurz unter die 1900, holte meine Stopp-Order und stieg wieder an.

Anders  als bei Aktien macht ein Punkt bei Cacao mehrere Euro Verlust aus. Dadurch war der Future selber schnell in einer Verlustzone von 200 €angelangt.

 

Was machen? Zum Glück hatte ich ja noch reichlich Margin frei 🙂

 

BBY

Ich hatte hier also 200 Aktien im Depot, welche knapp 80 $ im Verlust waren. Diese Aktien wollte ich natürlich wieder ausgebucht bekommen. Aber wie? Einfach verkaufen ist nicht mein Ding, wenn ich schon mal Aktien im Depot habe. Ich versuche immer Verluste zumindest wieder auszugleichen.

So machte ich bei BBY zwei Dinge. Zuerst verkaufte ich zwei Calls im Geld. Das bedeutet, das diese Calls angedient werden können. Abzüglich des inneren Wertes der beiden Calls konnte ich so Einnahmen von ca. 90 $ verbuchen. Also ein klein wenig mehr, wie meine Aktien im Verlust waren.

Gleichzeitig erstellte ich eine neue Stopp-Order bei BBY bei 49 $. Sollte der Kurs also doch wieder ansteigen, werden meine zwei ursprünglichen Calls wieder durch Aktien abgesichert.

Die Positionen von BBY verfallen dabei am 21.04.2017

CC

Die selbige Strategie habe ich bei CC getätigt.

So verkaufte ich auch hier eine Option, welche im Geld lag und mir, abzüglich des inneren Wertes, ungefähr eine Prämie einbrachte, welche meinen Verlust in dem Future entsprach.

Leider ist mein Put bei 1900 hier nicht außer Gefahr. Dadurch entschied ich mich auch hier, wieder eine Stopp-Order in den Markt zu legen, welche den Future wieder absichern würde, sobald der Kurs doch wieder einbricht.

Das alles hat mich recht viel Margin gekostet, wodurch ich auf eine Marginauslastung von aktuell 62 % komme.

Die Wichtigkeit von freier Margin

Da gerade meine Futureoptionen auf CC noch gut zwei Wochen laufen, benötige ich weiterhin meine freie Margin, für mögliche weitere Adjustierungen.

So ist es nicht unwahrscheinlich, das ich demnächst noch einen weiteren Call auf CC schreibe, um dadurch mehr finanziellen Freiraum zu bekommen.

Ich möchte hierbei aber auch noch eine Warnung aussprechen. Nicht bei allen Futures kann man diese Strategie anwenden, es sei denn, das Konto ist bereits sechsstellig. Es ist wichtig bei Futures sich das Bezugsverhältnis anzusehen!

So, ich hoffe ihr versteht nun, weshalb viele raten, eine Marginauslastung von 50 % nicht großartig zu überschreiten, wenn man neue Positionen eröffnet. Die frei Margin wird nicht immer benötigt, aber wenn, so wie in meinem Fall, ist man froh Luft zum Atmen zu haben und verschiedene Adjustierungsszenarien durchspielen zu können, ohne Gefahr zu laufen, einen Margincall auszulösen.

 

Merkt euch das bitte. Niemals übertraden! Es kommen immer wieder neue Gelegenheiten, die Börse wird es auch morgen noch geben. Achtet also auf euer Risikomanagement. Hier spielt es einem natürlich in die Hände, wenn das Konto schon größer ist.

 

Wenn ihr weiterhin solche ähnlichen Berichte lesen möchtet, meldet euch einfach bei meinem Newsletter an. Da berichte ich wöchentlich über getätigte Trades und Adjustierungen.

 

Handelt ihr bereits Optionen?

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  • Würde ich gerne, aber mir fehlt jemand an meiner Seite, der mich dabei unterstützt und mich berät (24%, 10 Votes)
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Kommentare (7)

  1. Hey Martin. Spannend zu lesen, was Dir da so widerfährt. Meine Erfahrungen haben mir folgendes gezeigt:
    – Steigt ein Wert plötzlich stark an, läuft er idR weiter nach oben (ggf. nach einer kleinen Korrektur zwischen durch).
    – Fällt ein Wert in kurzer Zeit ab, stabilisiert er sich oft auf dem neuen Niveau oder läuft erst einmal wieder leicht nach oben.
    Dafür gibt es natürlich keinerlei Garantie, aber soweit meine Beobachtungen. Schreib mal wie es bei Dir ausgegangen ist.

    Antworten
  2. Hallo Martin,

    Super Artikel! Es zeigt deutlich wie “überlebenswichtig” genügend freie Margin ist.
    Hältst du Futureoptionen auch notfalls bis zum Verfallstag ?

    Lg Michael

    Antworten
    • Grüß dich,

      ja. Aktuell habe ich da gar keine andere Wahl. Entweder ich realisiere einen recht großen Verlust oder ich adjustiere die Position bis zum Verfall.

      Ich muss ehrlicherweise zugeben, das ich bei CC übertradet habe und nun dafür mit recht viel Arbeit bestraft werde. Ich bin aber recht sicher, das ich BBY und auch CC soweit bekomme, das beide Trades insgesamt gesehen Gewinner werden.

      Aber wie von Josef hinterfragt, stieht die Frage im Raum, ob es das Wert war? Dies ist eine Frage, der ich mich selber stellen muss und ich werde, sobald die Trades entgültig durch sind, diese auch Auswerten und sehen, wie ich zukünftig reagieren werde.

      Antworten
  3. ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum du solange an BBY festgehalten hast.
    Es ist schwer vorstellbar, dass du jetzt mehr Gewinnpotential hast als wenn du eine komplett neue Tradeidee mit einem anderen Underlying eingegangen wärst.
    Jetzt hast du hingegen sogar noch höheres Verlustrisiko (was passiert, wenn BBY weiter sinkt?) und der Adjustierungsprozess war komplexer.

    Kann es sein, dass da mehr Emotionen im Spiel waren als reine Regeln?^^

    Antworten
    • Hallo Josef,

      Emotionen waren hier tatsächlich nicht dabei. Diese Art der Adjustierung funktioniert recht gut, wenn der Basiswert seine Richtung beibehält. Jedoch konnte sich BBY auch dem Gesamtmarkt nicht ganz entziehen. Außer heute^^ BBY ist ja stark angestiegen.
      Ich bin gewillt Positionen nicht als Verlust hinzunehmen. Sicherlich, vielleicht wäre der Verlust klüger gewesen und dafür halt eine anderen Trade durchführen. Wer weiß das schon.

      Ich muss dir aber dabei recht geben, das die Adjustierung immer komplexer wurde. Da ist BBY noch ein entspannter Titel. CC bringt mich da schon eher ins Schwitzen^^ Nach dem Trendwechsel des Marktes, bzw. diesem hin und her muss ich vielleicht tatsächlich an meiner Adjustierung arbeiten.

      Antworten

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