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Wie du deine Finanzen struckturieren kannst

Die eigenen Finanzen strukturieren sollte eigentlich kein Thema sein. Da ich aber mitbekommen habe, das viele Menschen damit nichts anfangen können und auch nur bedingt Überblick haben, über die eigenen Finanzen, möchte ich heute dazu einen Beitrag schreiben. Denn auch an der Börse kann man nur handeln, wenn man dazu das nötige Kleingeld hat…

Ohne Moos, nichts los

Überall im Internet, auch bei mir, kann man lesen, das man nur mit Kapital spekulieren sollte, welches man nicht für den eigenen Lebensunterhalt benötigt und auch nicht in naher Zukunft benötigen wird.

Was mir dabei aber auffällt ist das hier oftmals aber auch schon Schluss ist mit den guten Ratschlägen. Ich hingegen möchte einen Schritt zurückgehen und aufzeigen, wie man überhaupt Geld anhäufen kann, welches man nicht benötigt.

Den Fakt ist, wenn einem das Geld, welches man an der Börse verliert zu sehr „weh“ tut, wird das nichts mit den Gewinnen, da man weder Korrekturen, noch Drawdownphasen durchstehen kann. Ebenso kann es passieren, das einem Gewinne zu wichtig erscheinen und man diese zu schnell realisiert oder zu gierig wird und den Absprung verpasst.

Am Ende des Geldes ist noch sooo viel Monat übrig

Zumindest das Gefühl der oben stehenden Aussage kennen wahrscheinlich recht viele. Das ist ja auch kein Wunder. Nirgendwo bekommt man beigebracht, mit Geld richtig umzugehen. Selbst in den Jahren der Schulausbildung nicht, welche einem doch auf das Leben vorbereiten soll. Stattdessen lernt man ein Gesicht zu malen oder macht irgendwelche Neigungskurse, um die Stunden zu füllen.

Man wird darauf getrimmt, zu funktionieren und dem allgemeinen Bild der Gesellschaft zu entsprechen. Damit meine ich, guten Schulabschluss, Lehre oder Studium und dann bis zur Rente arbeiten, um letztendlich verarmt seinen Ruhestand zu „genießen“.

Es wird selten ein Wort darüber verloren, wie man seine Einkommen strukturiert, geschweige denn, wie man diese investieren kann. Man soll auf das Hamsterrad vorbereitet werden, in welchem man seine eigene Lebenszeit dafür eintauscht, um für andere das Geld zu verdienen. Ok, dafür erhält man im Gegenzug seinen Lohn oder Gehalt. Aber dies sinnvoll einzusetzen, scheint vielen schwer zu fallen…

Kenne deinen Feind…

Was meine ich mit Feind? Damit meine ich deine Ausgaben. Denn diese sind es schlussendlich, welche dein hart verdientes Geld aufzehren.

Mein Rat an dich. Schreibe als ersten Schritt all deine Ausgaben auf, welche du nicht direkt beeinflussen kannst (Steuern, Verträge, Abos) und breche diese auf einen Monat herunter. Beispielsweise wenn du Amazon Prime hast. Dies sind 49,00€ im Jahr. Diese 49€ rechnest du durch 12 Monate. Damit brichst du diese Ausgabe auf den Monat herunter. In diesem Fall wären es 4,09€/Monat (Ausgaben immer aufrunden!)

Mache dies nun für all deine Ausgaben. Strom, Internet, Handyvertrag, Miete, Hundesteuer, Vereinsbeiträge,… einfach alles.

Dies sind nun deine Fixausgaben.

Im zweiten Schritt schreibst du dir deine variablen Ausgaben auf. Dies wären zum Beispiel monatliche Spritkosten, Friseur, Zigaretten, Haushaltsausgaben (Essen, Trinken, Putzsachen… was man halt so braucht und im Wocheneinkauf einkauft).

Hast du das erledigt? Sehr gut!
Nun weißt du zumindest einmal, wohin dein Geld jeden Monat hin verschwindet. Nun lege deine Ausgabenliste beiseite. Diese brauchen wir erst im fünften Schritt wieder.

Die Diät für dein Einkommen… Budgetieren

Kommen wir im dritten Schritt nun zu deinen Einnahmen. Schreibe all deine monatlichen Einnahmen auf. Mieteinnahmen (hier nur Netto, was du wirklich raushast!), Einnahmen aus Nebengewerbe (wenn schwankend, dann nimm den monatlichen Durchschnitt der vergangen 12 Monate), dein Lohn/Gehalt usw.

Bei den meisten Menschen wird das wohl recht schnell erledigt sein, da oftmals nur eine Einnahmenquelle in Erscheinung tritt.

Hinweis: Schreibe nur Einnahmen auf, welche monatlich kommen! Also kein Weihnachtsgeld, Bonuszahlungen oder Urlaubsgeld! Auch keine Schichtzuschläge. Nur Einnahmen, welche sicher jeden Monat kommen. Schichtzuschläge können wegfallen, wenn man von drei auf eine Schicht geht. Ebenso können Bonuszahlungen wegfallen.

Der vierte Schritt ist nun, die Einnahmen zusammenzurechnen und zu budgetieren. Dabei folgendes. Das Budget muss dringend folgende Budgetpunkte beinhalten!

1. Investitionsbudget  min. 10% des Nettolohnes
2. Budget für unvorhergesehenes und Schuldenabbau  min 10% des Nettolohnes
3. Budget für Spesen
4. Budget Selbsterhaltungskosten

Wofür sind diese vier Kategorien da?

Dein Investitionsbudget ist das Geld, welches du nutzt, um noch mehr Geld zu machen. Sei es durch Immobilienkäufe, Aktienhandel oder um das eigene Gewerbe hochzuziehen. Fakt ist, das Geld ist Risikokapital! Genau dafür wird es auch eingesetzt.

Das Budget für unvorhergesehenes und Schuldenabbau wird dein finanzielles Polster. Nur wenn du das hast, kannst du sicherstellen, nicht an dein Investitionsbudget ranzugehen. Das Geld hier wird auf ein Tagesgeldkonto geparkt und nur genommen, wenn zum Beispiel Reparaturen am Auto fällig werden oder die Waschmaschine den Geist aufgibt. Auch wird das Geld dazu verwendet, deine Schulden möglichst schnell abzubauen. Denn wenn du laufende Schulden hast, schränkt dies deine monatlichen finanziellen Mittel ein.

Budget für Spesen ist fast schon selbsterklärend. Von diesem monatlichen Budget gönnst du dir etwas! Das ist wichtig. Nur wenn du dir ab und an etwas gönnst schaffst du es auch, die Disziplin aufzubringen, dich an deinem Finanzplan zu halten. Aber Achtung! Auch dein Urlaub fällt unter Spesen. Der neue Fernseher? Spesen! Die neue Küche? Spesen! Die neue CD von Manowar? Spesen! Der Friseur? Auch das sind Spesen! Alles was nicht notwendig ist, um zu leben sind Spesen und Luxus.

Achso, deine Ausgaben für Tabak und Alkohol fallen auch hier mit rein 

Halte dich daran! Ein großer Vorteil dabei ist, du lernst wieder auf etwas zu sparen und es nicht sofort zu kaufen. Glaube mir, das macht hat beim Kauf einen viel größeren Effekt, als wenn du dir etwas sofort kaufst.

Das Budget für Selbsterhaltungskosten wird wohl der größte Part sein. Von diesem Budget bezahlst du dein Sprit, welchen du brauchst um auf Arbeit zu kommen. Die Lebensmittel und die Sachsen des täglichen Bedarfs fallen ebenfalls darunter. Budgetiere hier ruhig etwas mehr. Du sollst zwar nicht wie ein König leben, aber auch nicht wie ein Bettler.

Vielleicht siehst du bereits, worauf das hinausläuft. Sollten jetzt deine Ausgaben zu hoch sein und du schaffst es nicht sinnvoll zu budgetieren, kommt Schritt fünf…

Hol dir einen Rotstift… jetzt wird gestrichen

Willkommen beim Schritt fünf. Das wird wohl für viele der schmerzlichste Schritt sein, aber es hat ja auch niemand gesagt, das es einfach wird.

Nimm dir wieder deine Ausgabenliste zur Hand und schaue genau drauf. Welche Ausgaben davon brauchst du wirklich? Streiche alle Ausgaben weg, welche du nicht benötigst! Schaue dir auch die Ausgaben an, ob du sie nicht senken kannst. Zahlst du noch Kontoführungsgebühren? Warum? Wechsel das Konto! Brauchst du wirklich einen Handyvertrag für 50€? Suche dir einen günstigeren. Wechsel den Stromanbieter, schau dir deine Versicherungen an. Streiche alles zusammen, bis es zum Budget passt.

Solltest du feststellen, das dein Rauchverhalten zu viel Geld verschlingt, hör auf. Die Miete ist so hoch, das du nicht in dein Budget kommst? Dann scheinst du dir die Wohnung auch nicht leisten zu können. Es mag hart sein, aber so ist es nunmal.

Machen wir einen Bonus wieder zu einem Bonus

Klingt erst einmal verwirrend die Aussage? Leider kenne ich viele Leute, welche mit den Zuschlägen und verschiedenen Boni die sie erhalten fest rechnen. Ohne diese könnten diese Menschen sonst nicht ihren Lebensstandard halten.

Das sollte aber nicht so sein und genau deshalb solltest du dein Geld ohne diese Zuschläge und Boni budgetieren. Denn jetzt kommt etwas angenehmes, für all die, die diesen Vorteil haben.

Nehmt eure Bonis und Zuschläge, packt diese ein komplettes Jahr auf ein eigens für diese Einnahmen eröffnetes Konto! Am Ende des Jahres zahlt ihr euch diesen Bonus aus. Ja richtig. Ihr verzichtet ein komplettes Jahr darauf, um euch dann alles mit einem Mal zur Verfügung zu stellen. Doch warum?

Jeder hat größere Wünsche oder benötigt für Pläne Geld. Dann nehmt es am Ende des Jahres aus eurem Bonuskonto. Ihr werdet feststellen das sich in einem Jahr sehr viel Geld darauf angesammelt hat. Dies dürft ihr nun verwenden wie ihr es gerne wollt.

Doch wer es geschafft hat, das ganze hier zu verinnerlichen und dies ein ganzes Jahr durchgestanden hat, wird das Geld nicht für seinen täglichen Lebenserhalt benötigen. Es wird am Ende des Jahres ebenfalls freies Kapital sein. Setzt es ein zum Investieren und kauft euch noch etwas Schönes davon, als Belohnung das ihr endlich mit eurem Geld zurechtkommt.

Hier nochmal eine Übersicht der Schritte

Schritt 1: Fixausgaben aufschreiben
Schritt 2: variable Ausgaben aufschreiben
Schritt 3: Einnahmen aufschreiben, welche jeden Monat kommen
Schritt 4: Budgetieren der Einnahmen
Schritt 5: unnötige Ausgaben streichen und Ausgaben optimieren
Schritt 6: extra Einnahmen, welche wegfallen können, ein Jahr lang sparen und dann als Bonus auszahlen

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Kommentare (2)

  1. Hallo Martin,
    Guter Leitfaden, um sich mal einen Überblick zu schaffen und ein sinnvolles Budget aufzustellen.
    Weiterführend würde ich noch Folgendes empfehlen:
    1) Einen Ausgabencheck machen -https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/08/04/leitfaden-ausgabencheck/
    2) Eine simple, finanzielle Grundausstattung aufbauen: https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/07/07/die-finanzielle-grundausstattung/
    Viele Grüße,
    FF
    PS: Check noch mal den Titel, da ist glaub ich ein Typo drin

    Antworten

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