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Die sich selbst abzahlende Aktie

Die sich selbst abzahlende Aktie ist ja ein kleines Herzensprojekt von mir^^

Ich schrieb schon einmal über die Idee der sich selbst abzahlenden Aktie. Dieses Konzept habe ich nun weiter verfeinert und mehr definiert.

Ab sofort werde ich nun auch diese Strategie, im kleinen Maßstab, anfangen zu fahren.

Über den heutigen Artikel möchte ich euch dabei aufzeigen, wie ich Aktien finde, was meine Kriterien sind und wie ich es schaffen will, das mein investiertes Kapital zurück auf mein Konto fließt, ohne das ich Jahre auf die Dividenden warten muss und ohne das ich meine Bestände verkaufen muss.

Mir selber ist noch keine derartige Strategie bekannt. Deshalb kann ich leider null Erfahrungswerte von Anderen hier einbringen. Es wird mehr oder weniger ein Live-Experiment. Ihr werdet dabei sein, ob die Strategie aufgeht oder nicht.

Da ich bei der Aktienauswahl selber stark auf Fundamentaldaten schaue, ohne aber das Konzept des inneren Wertes zu verwenden, werden demnächst auch wieder mal Artikel erscheinen, welche euch ein paar Fundamentaldaten näher bringen werden.

Für diejenigen, welche bereits meinen Newsletter abonniert haben, wird es auch eine kleine Neuerung geben. Der Newsletter wird sich in Trading und Investments aufteilen. Ihr werdet also über meine Investments zusätzlich informiert werden, bzw. welche Trades ich ausführe, mit der Absicht, die Aktien eingebucht zu bekommen.

Wer das ebenfalls erfahren möchte, sollte sich am besten gleich bei meinem Newsletter anmelden 🙂

 

Der Artikel wird wahrscheinlich echt lang. Auch baue ich diesen heute mal als eine Art Buch auf.

  • Die Idee hinter der unendlichen Rendite
  • Vorbild Immobilien
  • Investieren und Traden vereint – das Konzept der sich selbst abzahlenden Aktie
  • Levermann als Vorbild für das Suchen nach Unternehmen
  • Die beachteten Fundamentaldaten
  • Die beachteten Stimmungsdaten
  • Der VIX als Taktgeber
  • Endlich kommen Optionen ins Spiel – Cashflow garantiert
  • Der Crash kommt und wie ich damit umgehen werde
  • Achtung Margin
  • First in, first out bei Aktien – vernachlässigbar?
  • Klein anfangen bis der Schneeball rollt
  • Schlusswort und Downloads

 

Die Idee hinter der unendlichen Rendite

Wer von euch denkt sich nicht auch „hätte ich nur 2009 Aktien gekauft“?

Ja, nach der Finanzkrise war der Zeitpunkt, alles in den Markt zu schmeißen was ging. Man hätte nicht nur, bei den meisten Aktien, sehr ansehnliche Kursgewinne bis heute, nein, man hätte auch bei Dividendenaktien enorme Dividendenrenditen zu verzeichnen.

Seit 2009 hätte man bei Werten wie z.B. VW oder auch Coca Cola ca. die Hälfte seines damaligen Investments als Dividenden zurückerhalten. Steuern lassen wir mal unberücksichtigt.

Wenn man nun noch gesagt hätte, man verkauft, z.B. bei einem Kursanstieg von 100 % die Hälfte der Aktien, hat man es geschafft, auf die verbliebenden Aktien im Depot eine unendliche Rendite zu erzielen.

Warum?

Weil man sein investiertes Geld wieder aus dem Markt genommen hätte und den Rest laufen ließe. Egal was mit dem Kurs der Aktien passiert, das Geld welches nun noch investiert ist, hattet ihr zuvor niemals gehabt.

Da ihr kein selbsterarbeitetes Geld mehr verlieren könnt und euer eingesetztes Kapital dem Markt wieder entzogen habt, habt ihr rechnerisch eine unendliche Rendite.

Denn wie wird Rendite berechnet?

An sich recht einfach. (Der Wert eurer Aktien / euer eingesetztes Kapital – 1) * 100

Schon habt ihr den prozentualen Anteil, wie hoch eure Rendite auf euer eingesetztes Kapital ist.

Was ist aber nun, wenn ihr euer eingesetztes Kapital aus dem Markt wieder genommen habt? Richtig! Dann ist die Formel nicht mehr lösbar, da eure Rendite unendlich ist. Ihr könnt euer Kapital nicht mehr verlieren.

Ihr könnt eure Gewinne noch verlieren, dazu müsste das Unternehmen pleitegehen, aber mehr Risiko habt ihr nicht mehr.

Doch nun hat nicht jeder 2009 die Gelegenheit gehabt, in Aktien zu investieren. Entweder fehlte das Geld, man war selbst von der Krise direkt betroffen oder man hatte einfach noch nichts mit all dem am Hut. So wie ich damals.

Bedeutet das nun, wir müssen erst wieder auf eine erneute Krise warten? Doch keiner weiß wann diese kommen wird! Gibt es noch andere Wege sich eine unendliche Rendite aufzubauen?

Ich sage, ja es gibt noch mehr Möglichkeiten. Das Grundkonzept der Idee kommt aber von einer anderen Branche.

 

Vorbild Immobilien

Wer von euch weiß, wie professionelle Immobilieninvestoren arbeiten? Zumindest vom Grundkonzept her gesehen?

Die Herangehensweise ist recht einfach. Zumindest die Idee, die Praxis ist wieder etwas anderes, aber uns interessiert hier nur die Theorie.

Als Immobilieninvestor kauft man sich eine Immobilie, bei der man der Meinung ist, das diese vom Wert her steigt und das regelmäßig genug Mieteinnahmen kommen, das diese die Zahlungen an die Bank tragen.

Hat man dies tatsächlich geschafft und die Immobilie trägt die Kosten selber, sucht man sich eine weitere, die sich ebenfalls selber trägt. Die Bonität bei der Bank sollte dabei gestiegen sein, da die erste Immobilie die entstehenden Kosten und Verpflichtungen selber trägt, im Wert steigt und durch die Tilgung, immer mehr Anteile der ersten Immobilie dem Investor gehören, welche er als Sicherheit hinterlegen kann.

Ihr merkt schon was hier kommt oder?

Dies macht der Investor immer und immer wieder. Es kommt immer mehr Cash Flow durch die ganzen Immobilien. Ein Schneeball fängt an zu rollen, welcher immer schneller wird.

Einen Turbo bekommt der Schneeball, sobald die erste Immobilie abbezahlt ist! Denn dann fallen die Zahlungen bei dieser Immo an die Bank weg. Dadurch wird sehr viel Geld frei.

Dies kann man nun verwenden, um entweder auch die anderen Immobilien schneller abzuzahlen, oder man nutzt es einfach als Puffer. Für neue Immos wird es nur bedingt benötigt, da man eher die Immobilien selber als Sicherheit hinterlegt, um flüssig zu bleiben.

Umso mehr Immobilien also abbezahlt werden, umso schneller schafft man es wiederum, neue Immobilien abzuzahlen.

Dies ist doch ein sehr interessantes Konzept oder nicht?

Alleine durch dieses Konzept finde ich Immobilien an sich sehr interessant. Natürlich gibt es auch Risiken. Und man benötigt ein relativ großes Startkapital (außer man macht 110 % Finanzierungen, was ich sehr, sehr dumm finde, wenn man Anfänger ist. Leider ist dies bei Anfänger aber recht beliebt geworden. Ich setzte mich aber auch nicht in ein Eurofighter und gebe Vollgas, nur weil ich gelesen habe, wie dieser zu bedienen ist)

Zurück zum Thema.

Die Frage ist doch, können wir das Konzept auf Aktien/ETFs übertragen?

Viele werden aus dem Bauchheraus sagen, nein.

Wir können unsere Aktienpositionen nicht managen, wie man dies bei Immobilien machen kann. Man kann bei Immos den Wert aktiv steigern, das ist bei Aktien nicht möglich. Wir sind an den Kursen gebunden und nach Markeffizienzhypothese macht das eh alles keinen Sinn… hust… ja

Ich sage, wir können unsere Aktienbestände aktiv managen, man muss nur die Mittel dazu kennen und sich Gedanken machen.

Und, wie auch bei Immobilieninvestoren, sollte man etwas Kleingeld in der Hinterhand haben, wenn sich die Lage verschlechtert.
 

Investieren und Traden vereint – Die sich selbst abzahlende Aktie das Konzept

Wir müssen uns also ein Konzept überlegen, wie wir mit den Aktien monatlich Geld verdienen, welches wir gegen unser investiertes Kapital gegenrechnen.

Was für ein Instrument gibt es an den Finanzmärkten, mit welchem wir Monat für Monat Geld bekommen? Optionen natürlich 😉

Also, kombinieren wir doch das Investieren in Einzelwerte (mit ETFs ist das genauso machbar) mit dem Handel der Optionen. Die Optionen sind dabei unsere Mieteinnahmen, um den Vergleich mit den Immobilien nicht zu verlieren.

Dividenden sind Bonuszahlungen. Kursgewinne sind ebenfalls Extras, die wir noch für uns nutzen werden.

Vielleicht ein kleines Beispiel, um die Idee der Kombination von Investments und Optionen zu verdeutlichen.

Nehmen wir an, wir haben 100 Aktien der Firma XYZ zu 50 $ gekauft. Unser investiertes Kapital beträgt also 5.000 $.

Nun verkaufen wir Monat für Monat an der ersten Standardabweichung immer einen Put. Nehmen wir an, wir bekommen immer 50 $ dafür. Nur durch die Einnahmen der Optionsprämien würden wir etwas über 8 Jahre brauchen, bis wir unser komplettes investiertes Kapital für diese Aktie wieder haben.

Über Dividenden kann das dagegen schon mal 20 Jahre dauern… Wir werden aber keine 8 Jahre brauchen.

Soweit, so gut.

Doch warum verkaufen wir weiterhin Puts auf unsere Bestände und keine Calls?

Wir wollen investieren. Deshalb verkaufen wir auf unser Grundinvestment keine Calls, da wir dann Gefahr laufen würden, das uns diese ausgebucht werden. Das wollen wir nicht.

Also verkaufen wir erstmal Puts. Nun kann und wird es auch passieren, das der Put ins Geld läuft und uns weitere 100 Aktien eingebucht werden. Erst jetzt verkaufen wir einen Call, anstelle eines Put. Läuft dieser ins Geld, werden uns von unseren aktuellen 200 Aktien, 100 St. ausgebucht. Unser Grundinvestment bleibt bestehen und wir beginnen wieder, Puts zu verkaufen.

Wann und wo wir genau welche Optionen verkaufen, erkläre ich später noch. Hier soll erst einmal nur das Verständnis kommen, warum wir Optionen verkaufen. Diese sollen unser eingesetztes Kapital wieder aus dem Markt ziehen, sodass wir später in unserem Investment kein Risiko mehr haben.

Natürlich verrechnen wir auch unsere, soweit diese gezahlt werden, Dividenden gegen unser investiertes Kapital. Dadurch beschleunigt sich das Abzahlen der Aktie weiter.

 

Levermann als Vorbild für das Suchen nach Unternehmen

Doch auf welche Unternehmen wenden wir diese Strategie an? Grundsätzlich ist das jedem selbst überlassen. Die Auswahl der Unternehmen könnt ihr gestalten, wie ihr gerne wollt.

Ich stelle euch vor, wie ich das mache.

Ihr kennt Susan Levermann? Sie hat das Buch „Der entspannte Weg zum Reichtum“* geschrieben.

Ihr Buch habe auch ich und mir gefiel die Art der Auswahl über ein Punktesystem. Einige Kriterien habe ich direkt von ihr übernommen, andere ausgetauscht. Ich habe es halt an meine Vorlieben angepasst, sodass ich damit zufrieden leben kann.

Wie funktioniert das Grundprinzip der Analyse?

Nun man sucht sich gewisse Daten der Firmen heraus und vergibt bei sehr guten Werten einen Punkt.

Durchschnittliche Werte ergeben gar keinen Punkt und schlechte Werte einen minus Punkt.

Zum Schluss wird das alles Addiert und wenn die jeweilige Firma eine gewisse Punktzahl (bei mir sind das 4) erreicht hat, ist diese ein potentieller Kauf.

Bei dieser Art der Bewertung muss man irgendwo Abstriche machen. Bei vielen Unternehmen, welche ich bisher untersucht habe, muss ich beim KGV Abstriche machen. Fast alle Unternehmen sind nach dem KGV überbewertet, was mich persönlich in meiner eigenen Marktstimmung unterstützt, das wir uns in Richtung einer Blase, aufgrund der seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsen, zubewegen.

Aus diesem Grund musste ich mir natürlich auch Gedanken machen, was ich unternehme, wenn diese Blase platzt. Dazu dann später mehr.

 

Die beachteten Fundamentaldaten

Welche Fundamentaldaten werte ich nun aber bei den Unternehmen aus?

An sich sind es gar nicht so viele. Für mich persönlich sind diese aber wichtig, da sie mir sagen, ob das Unternehmen Probleme bekommen kann, wenn sich die Marktlage ändert.

So sehe ich mir folgende Daten an.

 

 ROE

Dies sehe ich mir an, um zu sehen, wie hoch die Rendite des Unternehmens auf das Eigenkapital ist. Warum? Ich will hier hauptsächlich wissen, ob das Unternehmen Platz hat, oder ob die Rendite eher mager ist. Das würde Probleme verursachen, wenn der Markt sich ändert.

 

EBITDA-Marge

Bei der EBITDA-Marge will ich herausfinden, wieviel Geld vom Umsatz tatsächlich hängen bleibt. Hat das Unternehmen noch Luft, wenn die Konkurrenz stärker wird? Eine hohe Marge gibt Sicherheit. So kann das Unternehmen auf neue Konkurrenten oder schwächelnden Absatz mit Rabatten reagieren, ohne gleich in Existenznot zu geraten.

 

Eigenkapitalquote

Auch die Eigenkapitalquote sehe ich mir an. Es ist für mich wichtig, das ein Unternehmen nicht komplett bzw. zum Großteil auf Schulden aufgebaut ist. Schulden wirken wie ein Hebel. In Wachstumsphasen sind Schulden ein Beschleuniger, sobald aber die Wirtschaft nicht mehr mitmacht, können Schulden ein enormes Problem werden.

Auch möchte ich nicht, das für neue Kredite gleich eine Kapitalerhöhung von Nöten ist, nur weil den Banken die Eigenkapitalquote zu gering ist.

 

KGV

Das KGV ist für mich eher ein Indikator, ob das Unternehmen überwertet ist. Dies scheint aktuell bei den Meisten der Fall zu sein.

 

Liquidität 1. Grades

Die Liquidität des 1. Grades gibt mir Auskunft darüber, ob das Unternehmen in der Lage wäre, von jetzt auf gleich alle kurzfristigen Verbindlichkeiten zu zahlen. Auf das Privatleben übertragen würde das bedeuten, das ich mir ansehe, ob ihr in der Lage seid, eure Miete, Raten, Strom etc. zu bezahlen, aus den Mitteln, welche ihr gerade flüssig da habt.

 

ROIC

Warren Buffett meinte einst, das ROIC sei die magische Zahl, um ein hervorragendes Unternehmen zu finden. Nur logisch, das ich es mit aufnehme. Grob gesagt, sehen wir mit dem ROIC wieviel Rendite mit dem gebunden Kapital, welches für die Produktion notwendig ist, erwirtschaftet wird. Man könnte auch sagen, es zeigt uns, wie attraktiv die Branche ist, in der sich unser Unternehmen bewegt.

 

Gewinnwachstum

Hier schaue ich einfach nur, ob der Gewinn, gegenüber dem Vorjahr, angewachsen ist. Dies deutet auf ein starkes Unternehmen hin, welches sich entweder gerade selber optimiert oder neue Märkte erschließt. Dabei achte ich aber nicht auf Einmaleffekte.

 

Mehr sehe ich mir schon gar nicht an. Die Werte errechne ich mir selber. Die dazu benötigten Daten hole ich mir von Teletrader. Hat Teletrader einige Daten nicht, dann suche ich bei Google den Investor Relation des jeweiligen Unternehmens und suche mir die Daten direkt aus den Jahresberichten heraus.

Hierzu vielleicht noch etwas. Ich nehme keine Prognosen! Ich nehme nur harte Zahlen, die bestätigt sind. Im Normalfall von Jahresabschluss.

 

Die beachteten Stimmungsdaten

Nun ist die Börse von Menschen geschaffen und Menschen tummeln sich an den Finanzmärkten. Menschen sind Stimmungswesen, welche zwischen Euphorie und Panik hin und her schwanken. So macht es für mich nur Sinn, auch einige Stimmungsdaten anzusehen, um zu schauen, wie die jeweiligen Anleger aktuell bei dem betrachteten Unternehmen ticken.

 

Analystenmeinungen

Ich sehe mir tatsächlich die Meinung der Analysten an. Sagen diese gerade Buy oder Sell? Sobald mehr als 5 Analysten im letzten Halbjahr Buy sagten, ist das ein Minuspunkt, sagen sie dagegen Sell, gibt es einen Pluspunkt.

Warum das?

Der Grund ist einfach. Die Erwartungen an das Unternehmen sind bei vielen Buy sehr hoch. Die Wahrscheinlichkeit das unser Unternehmen bei den nächsten Berichten enttäuscht ist höher. Enttäuschungen mag die Börse nicht.

Wenn dagegen viele Sell sagen, wird dies in den Preis der Aktien eingepreist. Es ist für das Unternehmen einfacher, für eine Überraschung zu sorgen. Sollte es dies nicht schaffen, ist das meist auch nicht so wild, da eine Enttäuschung bereits eingepreist wurden ist.

 

Kurs heute, gegen Kurs vor 6 Monaten

Ja, auch die Kurse vergleiche ich. Ist die Aktie gestiegen oder gefallen? Interessant wird dieser Punkt, wenn man ihn mit dem nächsten vergleicht.

 

Kurs heute, gegen Kurs vor 12 Monaten

Hier können wir ein Reversal erkennen. Angenommen, der Kurs vor 12 Monaten, war höher, als der Kurs heute, dann bedeutet dies natürlich, das unser Unternehmen abverkauft wurden ist.

Wenn nun aber der Kurs vor 6 Monaten, niedriger war wie der Kurs heute, kann dies auf einen Reversal hindeuten.  So können wir also bei einer neuen Aufwärtsbewegung dabei sein.

Natürlich kann es uns auch anzeigen, ob eine Aktie einem negativen Reversal macht. Wenn der Kurs vor 12 Monaten niedriger war, als der aktuelle Kurs, aber der Kurs vor 6 Monaten höher, ist dies negativ zu bewerten.

 

Der VIX als Taktgeber

Normalerweise ist dies ebenfalls noch ein Stimmungsindikator. Hier jedoch für den Gesamtmarkt.

So sehe ich mir den VIX an. Geht seine Kurve schön von links unten, nach rechts oben, ist die Welt in Ordnung. Sollte der VIX aber anfangen und die Kurve verschiebt sich soweit, das die aktuellen Futures teurer werden, als die Futures der Zukunft, stelle ich das Handeln der Optionen für diese Strategie ein, bis sich die Kurve wieder normalisiert hat.

VIX Contango

VIX Contango

 

VIX Backwardation 2009

VIX Backwardation 2009

 

Endlich kommen Optionen ins Spiel – Cashflow garantiert

Kommen wir nun zum eigentlichen Kern der Strategie. Den Optionen.

Wann, wie, wo verkaufen wir welche Optionen und warum?

Wie anfangs gesagt, stellen die Optionen unsere eingenommene Miete da. Darüber sollen sich unsere Aktienbestände mittelfristig selber abzahlen. Ab hier kommt natürlich in einem gewissen Umfang das Trading ins Spiel.

Aber keine Angst, das hat hier nichts mit Daytrading zu tun. Das Ganze muss man immer nur machen, wenn die Optionen ausgelaufen sind und dies dauert ungefähr einen Monat. In dieser Zeit machen wir gar nichts! Wir lassen komplett den Markt entscheiden was passiert.

Also, wie machen wir das nun mit den Optionen? Dazu nehmen wir an, wir haben uns für ein Unternehmen entschieden, mit welchem wir diese Strategie fahren wollen. Wir haben also die ganzen Bewertungen bereits hinter uns. Wie geht es weiter?

 

Geld verdienen mit Aktien, welche wir noch gar nicht haben

Die sich selbst abzahlende Aktie

Das Bild soll verdeutlichen, wie wir vorgehen. Der Kreis ist der aktuelle Kurs. Die roten Linien sind die Strikes, bei welchen wir unsere Puts (P) verkauft haben.

Da wir die Aktien noch nicht haben, verkaufen wir direkt zwei Puts darauf. Der erste Put wird bei Delta 30 – 40 verkauft, dies entspricht ungefähr einer halben Standardabweichung. Wir geben dem Markt also ein klein wenig Platz und nehmen trotzdem schon Prämien ein.

Den zweiten Put verkaufen wir an der ersten Standardabweichung. Ab jetzt machen wir gar nichts mehr. Wir warten einfach, was am Verfallstag passiert.

 

Doch, lasst uns kurz überlegen, was passieren könnte.

Der Kurs erreicht keinen unserer Puts, nun, dann machen wir im nächsten Monat das gleiche Spiel noch einmal, freuen uns aber, über die eingenommene Prämie der Puts.

Der Kurs erreicht unserer 1. Put. Dann ist die Welt auch in Ordnung. Wir haben unsere Aktien eingebucht bekommen, können aber trotzdem beide Prämien bereits gegen unser investiertes Kapital gegenrechnen.

Der Kurs holt beide Puts. Nun, dann haben wir gleich 200 Aktien im Depot. Die Prämie bleibt weiterhin bestehen. Außerdem, da wir unseren zweiten Put an der ersten Standardabweichung verkauft haben, haben wir in Summe unseren Einstandskurs mit heruntergezogen.

Was wir bei 200 Aktien im Depot weitermachen, kommt gleich noch.

 

Gehen wir nun davon aus, das unser erster Put angedient wurden ist und wir 100 Aktien eingebucht bekommen haben.

 

Die Mieteinnahmen kommen

Die sich selbst abzahlende Aktie

Der Kreis symbolisiert weiterhin den aktuellen Kurs. Ich habe diesen grün gemacht, um zu verdeutlichen, das wir nun 100 Aktien unser eigen nennen dürfen.

Wie geht es nun weiter?

Wir verkaufen weiterhin Puts. Diesmal aber nur einen und auch nur an der ersten Standardabweichung.

Das Ziel dieser Puts ist nicht, angedient zu werden, sondern einfach einen monatlichen Cash Flow zu erzeugen. Der Kurs kann fallen, seitwärts laufen oder steigen. Der Put wird uns trotzdem eine Prämie bescheren. Diese können wir dann wiederum gegen unser anfangs eingesetztes Kapital gegenrechnen.

 

Was kann hier nun passieren?

Der Kurs steigt. Dann ist ja alles in Ordnung. Unsere Aktienbestände gewinnen an Wert und unser Put verfällt wertlos. Ich würde sagen, das ist das Optimum.

Der Kurs läuft seitwärts. Nun unsere Aktien steigen zwar nicht im Wert, aber die Prämie des Puts können wir trotzdem als Gewinn verbuchen.

Der Kurs fällt leicht. Naja, ein Buchverlust durch die Aktien sollte dann im Raum stehen. Da wir aber diese 100 Aktien als Investment ansehen, kann uns das egal sein. Achso, die Prämie des Puts bekommen wir schon wieder 🙂

Die Aktie holt den Strike des Puts. Auch hier steht ein Buchverlust durch die Aktien im Raum. Gleichzeitig konnten wir aber wieder die Prämie des Puts für uns beanspruchen. Nun bekommen wir weitere 100 Aktien eingebucht, was dazu führt, das unser Einstandskurs korrigiert wird.

Was machen wir nun?

 

Seitenwechsel ist angesagt

Die sich selbst abzahlende Aktie

Wir haben nun 200 Aktien in unserem Depot. Nun müssen wir tatsächlich etwas schauen. Wir müssen uns ansehen, wo unser Einstandskurs nun ist.

Denn nun verkaufen wir keine Puts mehr, sondern Calls, bzw. einen Call.

Diesen Call verkaufen wir am Delta 30, aber nur, wenn der Strikepreis über unserem Einstandskurs ist! Ist dies nicht der Fall, warten wir ab. Wir unternehmen gar nichts, bis dies wieder der Fall ist.

Was kann nun passieren?

Die Aktie steigt, wir können einen Call über unseren Einstandskurs platzieren. Wir erhalten die Prämie des Call und verkaufen 100 Aktien zum Strikepreis. Dadurch kann es passieren, das wir einen Verlust in der Aktie realisieren. Dies kann passieren, wenn der Einstandskurs unter dem Kurs unserer ersten 100 Aktien ist. Genauso kann es passieren, das wir einen enormen Kursgewinn verbuchen. Dies ist dem First in, First out Konzept bei Aktien geschuldet, macht aber im Endergebnis nichts aus.

Die Aktie läuft seitwärts oder steigt nicht stark genug an. Nun, die Prämie haben wir trotzdem für den Call erhalten. Gleichzeitig können wir nun einen neuen Call schreiben, welcher wieder am neuen Delta 30 verkauft wird. Das Spiel machen wir solange, bis uns 100 Aktien wieder ausgebucht wurden sind.

Die Aktien fallen stark. Sollte das passieren, greift der Plan der Crashphase auf die Aktie, zumindest, wenn sich nichts extrem an den fundamentalen Daten geändert hat.

Es gibt nur eine Ausnahme, wann wir trotzdem Calls schreiben, auch wenn der Einstandskurs nicht erreicht werden kann. Und zwar, wenn der VIX sich geändert hat und die kurzlaufenden Futures teurer sind, als die langlaufenden. Wenn sich also eine Backwardation gebildet hat. Dann verkaufen wir weiterhin Calls, aber an der ersten Standardabweichung und nicht am Delta 30.

 

Sind die Aktien ausgebucht wurden, wird auch der, wenn vorhanden, realisierte Kursgewinn, gegen unser Anfangsinvestment verrechnet. Hierbei ist darauf zu achten, das ihr nur den Gewinn verrechnet, welcher ab dem Durchschnittskurs entstanden ist.

Für wen das zu viel Arbeit ist, sollte die Konten trennen. Die Aktien für das Investment sollten dann auf einem separaten Konto laufen. Das Trading ebenfalls. So verliert ihr hier nicht den Überblick.

Das ist, zumindest bei Captrader, kein Problem. Einfach den Support anschreiben, das man gerne ein zweites Unterkonto hätte.
 

Der Crash kommt und wie ich damit umgehen werde

Diese Herangehensweise werde ich auch machen, wenn eine Einzelaktie komplett aus dem Ruder läuft, ohne das sich aber Werte der Fundamentaldaten extrem geändert hätten. Sprich, wenn der Markt einfach überreagiert.

So, was mache ich nun, wenn der Crash kommt?

Ich kaufe fleißig nach.

Dabei kaufe ich aber nicht völlig wahllos nach. Nein, etwas System steckt da schon dahinter.

Wenn eine Aktie 25 % Wert verloren hat, versuche ich über einen Put nachzukaufen. 25 % Wertverlust sehe ich dabei als eine größere gesunde Korrektur an.

Danach kaufe ich immer bei Halbierung nach, vom letzten Kaufkurs.

Ein kleines Beispiel dazu:

Ich habe die Aktien zu 100 $ eingebucht bekommen.

Dann kaufe ich bei 75 $ zum ersten Mal nach.

Danach kaufe ich erst bei 37,50 $ wieder nach.

Dann bei 18,75 usw. theoretisch^^

 

Man sollte hier natürlich immer wieder die Daten neu prüfen. Wenn der Gesamtmarkt steigt und nur die eigene Aktie weiter fällt, kann das einen fundamentalen Grund haben. Aber für eine Crashphase oder starke Korrektur, ist dies durchaus geeignet.

Dazu muss ich aber noch etwas sagen. Ich würde diese Strategie so nur machen, wenn ich in der Lage bin, monatlich Geld auf mein Depot zu überweisen. Warum?

 

Achtung Margin

Die Margin kann ein Problem werden! Handeln wir auf Margin, werden wir wahrscheinlich mehr Aktien unser eigen nennen, als wir uns real leisten könnten. Wir müssen ja bloß die Margin hinterlegen und nicht den realen Geldbetrag.

Fällt aber nun die Aktie, wird natürlich die Marginanforderung höher. Dies kann schnell zu einem Problem werden und uns handlungsunfähig, bis hin zum Margincall, machen.

Um dem etwas entgegenzuwirken müssen wir ein paar Regeln beachten.

Wir dürfen die Margin nicht großartig über 50 % ausreizen.

Indem wir monatlich Geld auf unser Konto überweisen, wird auch unser Polster immer ein klein wenig größer und wir bleiben eher Handlungsfähig.

Die Calls, welche wir bei einem VIX in Backwardation, verkaufen, helfen uns dabei zusätzlich, durch die eingenommenen Prämien.

Wichtig ist, das wir flüssig bleiben und höhere Marginanforderungen abfangen können. Dafür ist es wichtig, das wir nicht übertraden und die Positionen nicht zu groß werden lassen.

 

First in, first out bei Aktien – vernachlässigbar?

Bei Aktien gilt das „First in, first out – Prinzip“. Das bedeutet ganz einfach, die Aktien, welche zuerst eingebucht wurden, werden auch zuerst wieder verkauft.

Somit kann es passieren, das wir Verluste erleiden, die nur, aufgrund diesen Prinzips her, verschuldet sind.

Ein kleines Beispiel.

Wir haben Aktien zu 100 $ eingebucht bekommen. Nun bekommen wir nochmal Aktien zu 80 $ eingebucht. Der Durchschnittskurs würde bei 90 $ liegen.

Nun wird ein Call bei 95 $ ausgelöst, wir müssen also 100 Aktien verkaufen. Aufgrund des Prinzips verkaufen wir hier automatisch die Aktien, welche wir zu 100 $ erhalten haben. Würde also pro Aktie einen Verlust von 5 $ machen.

Real aber, wären wir im Gewinn, da unser Aktien, welche wir für 80 $ gekauft haben, viel mehr im Gewinn sind, wie der entstandene Verlust hoch ist.

Es ist wichtig dieses Prinzip zu kennen. Für die Strategie selber macht es keinen Unterschied. Entweder wir realisieren einen Verlust, oder einen Gewinn, welcher unsere jüngeren Aktienbestände auf das Niveau der Alten hebt oder senkt.

Ich sehe eine größere Gefahr darin, das wir unsere Bestände verteuern und dann der Abverkauf los geht. Wenn es nur eine Phase der Korrektur ist, ist die Welt in Ordnung. Andererseits müssen wir dann unser Konzept des Nachkaufes durchziehen, wenn die Bestände zu weit fallen.

 

Klein anfangen bis der Schneeball rollt

Es ist wichtig klein anzufangen. Nehmt euch nicht gleich eine Google oder Amazon vor^^

Um zu dem Vergleich mit den Immobilien zu kommen, ihr kauft euch auch nicht gleich ein Mehrfamilienhaus für mehrere Millionen, sondern ihr fangt mit einer Eigentumswohnung an, um euch ran zu tasten.

Sucht euch also erstmal kleinere Dividendenwerte raus. Die Prämien für die Optionen sollten nicht unter 0,5% des Aktienwertes sein. Höher ist immer besser, niedriger macht uns die Arbeit schwer.

Die Dividenden sind für die Strategie, solange die Aktien nicht abbezahlt sind, fast vernachlässigbar. Man kann diese als eine kleine Sondertilgung ansehen, welches das Bezahlen etwas beschleunigt.

Interessanter wird es, wenn die ersten Aktien dann tatsächlich abgezahlt sind und man die Einnahmen komplett anderen Werten zuordnen kann.

So arbeiten nicht mehr nur eine Aktie daran, 5.000 Dollar abzuzahlen, sondern zwei.

Später werden es 3, dann 4… Immer schneller können neue Kandidaten abgezahlt werden. Wenn man keine neuen findet, warum nicht die alten Bestände aufstocken?

Ist dieser Schneeball erstmal ins Rollen gebracht wurden, kann er nicht mehr aufgehalten werden. Ihr werden immer weniger Margin benötigen, trotzdem werden eure Bestände immer schneller anwachsen!

Was ich aber an machen würde ist, bei einem offensichtlichen Crash stark nachkaufen und die Bestände füllen und die Margin ausreizen!

Crashs kommen nicht so oft. Wenn schon einmal zum Schlussverkauf eingeladen wird, sollte man das Angebot annehmen und in Qualitätsaktien investieren, welche sonst zu teuer waren.

 

Schlusswort und Downloads

Die Strategie ist nicht perfekt. Auch mit ihr könnt ihr verlieren. Aber sie ist einfach gehalten und effektiver wie einfache Dividendenstrategien oder Buy and Hold.

Natürlich werdet ihr euch bei einigen Aktien ärgern, das ihr vielleicht mit euren Puts nur hinterher rennt und die Aktien einfach nicht eingebucht bekommt. Ärgert euch darüber nicht. Die Prämien erhaltet ihr ja trotzdem.

Schlimmer wäre es, ihr würdet eine Limit-Kauf-Order in den Markt legen, welche nie ausgeführt wird. Dabei würdet ihr für euer Warten nicht einmal bezahlt werden.

Die eine perfekte Strategie gibt es nun mal nicht. Man kann immer nur schauen, wie man seine aktuellen Strategien und Herangehensweisen optimieren kann und sich auf alle Eventualitäten vorbereitet. Mehr geht nicht.

Die Feuerprobe kommt erst noch. Denn solange Märkte steigen, ist es schwierig mit gehaltenen Aktien Geld zu verlieren. Viel interessanter wird es sein, wer an seinen Strategien festhält und diese anpasst, wenn die Märkte wieder runterkommen. Und das werden sie.

Wir können dann nur hoffen, das es schnell geht. Denn ich persönlich hätte wenig Lust auf einen 3 oder 4 Jahre anhaltenden Bärenmarkt. Schnell und schmerzvoll ist mir da lieber.

Doch wann es soweit ist, kann keiner genau sagen. Es gibt bereits einige Stimmen, welche vor einer Blase warnen, teilweise auch ausgelöst durch die ETFs.

Grundsätzlich glaube ich, das wir uns schon in einer Blase befinden. Doch Blasen können Jahre halten. Wir werden also sehen wie es kommt. Im schlimmsten Fall fängt man mit dieser Strategie an, genau dann, wenn die Blase platzt.

Langfristig sollte dies einen aber nicht davon abhalten, weiter zu machen. Denn langfristig funktioniert die Strategie.

 

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Kommentare (12)

  1. Hi,
    du handelst ja doch eine Vielzahl an Strategien, so wie ich das bisher aus den Artikeln gelesen habe.
    Kann man denn in den IB Brokern die Positionen “gruppieren”?
    Z.b. dass man “10x AXA P25” der Strategie “Naked Short Put” zu schreibt und “10x AXA P26” der Strategie “selbst abzahlende Aktie” (nur als Beispiel).
    Oder hat man dann auch nur eine Liste an Positionen im Depot und muss das dann selber im Excel aufdröseln?

    Gruß
    Josef

    Antworten
    • Grüße,

      eigenständig wird das leider nicht aufgedrosselt. Das muss man selber machen. Eine Möglichkeit wäre aber, ein extra Konto zu beantragen und auf dem einen nur Optionen und auf dem anderen die sich selbst abzahlende Aktie zu handeln. Dadurch splittet ma aber auch sein Geld, was wiederum die Margin reduziert, die du nutzen kannst. Ich selber fahre die Strategien auf einem Konto und organisiere mich über verschiedene Reiter innerhalb der TWS.

      Antworten
  2. Bin gespannt, ob du wirklich die Nerven hast, bei einer Aktie die von 100 auf 18 Dollar gefallen ist *nochmal* nachzukaufen 🙂

    Wenn du das ganze auf Margin gemacht hast, darf dir das nicht zu oft passieren, ansonsten wäre dein Konto nämlich schon vorher platt.

    Ansonsten klingen viele Strategien in der Theorie toll. Das schwere ist, dass man sich dabei treu bleiben muss und Vertrauen in seine Strategie hat. Sowas ist besonders schwer, wenn alle anderen Geld verdienen außer man selbst…

    Ich drücke die Daumen und wünsche alles Gute! =)
    VG, Rico

    Antworten
    • Grüß dich Rico.
      Ich stimmedir da absolut zu. Auch mit der Gefahr der Margin. Hier kann ich, mehr oder weniger, nur hoffen, das meine Vorauswahl der Aktien schlimmeres verhindern wird und ich nicht auf Blindgänger stoße. Die Zeit wird es zeigen.

      Antworten
  3. Hey Martin,
    großes Kompliment für diesen Artikel. Einer der besten, die ich dieses Jahr gelesen habe, was den inhaltlichen Faktor betrifft. Und ich habe viel gelesen! Der fifo-Ansatz für Aktien ist mir komplett neu. Das Schreiben zweier Puts zu Beginn (und nach Einbuchen der ersten 100 Aktien, dass man nicht sofort mit Calls weitermacht), einfach nur genial. Die Kriterien sind schon sehr nah an Levermann – was ja nichts schlechtes ist. Insgesamt äußerst rund.

    Du beschreibst eine Strategie, mit der ich mich sehr wohl fühlen könnte. Wenn ich dich etwas mehr Kapital zur Verfügung hätte, da ich ungerne auf Margin handle, meine Puts gerne Cash secured schreibe. Wenn man dann, wie Du richtig schreibst, mit einem kleineren Titel (nicht direkt Google oder Amazon) startet, sagen wir so ein 50$-Titel, sollte man schon gut 10k “rum liegen” haben.

    Und das 2. Unterkonto bei CapTrader werde ich mir auch direkt zulegen. Danke für den Tipp!

    Wäre schön zu hören, welche Titel es so in Deine Liste potentieller Kandidaten schaffen. Ich würde es auch nicht blind kopieren, muss mich wohl (oder übel) langsam auch mal mit dem Ausrechnen von Kennzahlen befassen. Bisher war ich da recht faul.

    Viele Grüße

    Antworten
    • Hay danke für dein großes Kompliment 🙂 Hängt auch einiges an Arbeit hinter dem Artikel.

      Ich selber nehme mir immer nur eine Handvoll Werte vor, welche ich mal prüfe. Sonst könnte man Tagelang nichts anderes machen, bei den unzähligen Aktien^^ Wenn ich dann einige gefunden habe, schreibe ich puts drauf. Aktuell lasse ich dabei den Markt entscheiden. Die erste Aktie, welche mir eingebucht wird, wird auch die Erste sein, welche sich abzahlen soll.

      Antworten
      • Hallo Martin,
        ich habe eine Frage zu Deinen Kennzahlen und deren Benchmarks. Genauer gesagt geht es mir um den RoIC. Wie kommst Du auf die Formel (Sachanlagen + Vorräte) / Ergebnis nach Steuern? Meine Recherchen haben ergeben, dass hier der Quotient umgedreht werden müsste. Deine Berechnung würde nämlich suggerieren, dass ein besseres Ergebnis einen kleineren RoIC zur Folge hätte. Das kann doch nicht stimmen, oder!? Außerdem fließt hier das Ergebnis nach Steuern und nicht das vor Steuern in Kennzahl ein. Ich wäre auch daran interessiert, wie Du auf die kritischen Werte von 15 bzw. 10% kommst. Danke vorab und viele Grüße

      • Grüß dich,

        hier hast du recht. Mir ist ein Fehler in der Formel unterlaufen! Es muss tatsächlich umgedreht sein.

        Ob du das nachsteuer Ergebnis oder das Ergebnis vor der Steuer nimmst, ist egal. Ich nehme lieber das Ergebnis vor der Steuer, um die Unternehmen besser vergleichen zu können und einmaleffekte in den Steuern dadurch auszufiltern.
        Die kritischen Werte habe ich von Susan Levermann übernommen.

  4. Sehr schön!
    Ich muss ehrlich sagen, das First in first out Prinzip hatte ich gar nicht gekannt, ich dachte dass einfach der Durchschnittspreis herangezogen wird. Wieder etwas gelernt, danke Martin!

    Grundsätzlich ist meine Strategie nicht wirklich anders, außer, dass ich Calls auf die ersten 100 Stück schon verkaufe, wenn sie ausgebucht werden, soll es eben so sein 😉

    mfG Chri

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  5. Vielen Dank für die sehr ausführliche Vorstellung Deiner Strategie. Spannender Ansatz. Da ich im April unteranderem mit einer ähnlichen Strategie gestartet bin, werde ich ebefalls die sich selbst bezahlende Aktie dokumentieren. Bin genauso so zuversichtlich, wie gespannt ob es am Ende funktioniert.
    Beste Grüße
    Axe

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