Langjähriger und zufriedener Kunde von

CapTrader - 900x90

Unterstütze die Website

Die schlimmsten Anfängerfehler am Finanzmarkt

Fehler Nischenseiten

Anfängerfehler passieren einem in jedem neuem Gebiet, mit denen man sich beschäftigt. Egal ob man gerade eine Ausbildung begonnen hat, ob man anfängt seine ersten Immobilien zu kaufen oder halt anfängt, an den Finanzmärkte aktiv zu werden.

Anfängerfehler gehören immer dazu. Diese passieren einfach, da man noch nicht auf Erfahrungswerte zugreifen kann. Leider ist es aber auch so, das einige diese Fehler immer wieder machen oder auch, gerade an den Finanzmärkten, das einige Fehler so gravierend sein können, das diese vielleicht der erste und letzte Fehler war.

Die, meiner Meinung nach, schlimmsten Fehler möchte ich deshalb heute zu meinem Thema machen.

 

Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen

Der Satz an der Börse schlechthin. Abgesehen davon, das der Satz grundsätzlich seh einfach klingt, ist er extrem schwer umzusetzen.

Gleichzeitig zeigt er aber auch gleich zwei der schlimmsten Anfängerfehler überhaupt. Den die meisten Anfänger machen es genau umgedreht an den Börsen.

Gewinne begrenzen, Verluste laufen lassen

Zuerst kommen wir zu den Verlusten. Es ist interessant zusehen (hatte jetzt erst wieder so einen Fall, bei einem Bekannten) wie konsequent Fehler wiederholt werden und Verluste nicht begrenzt werden.

Oftmals gibt es einen Plan, bevor ein Trade eingegangen wird. Da wird sogar ganz ordentlich und Regelkonform ein Stopp gesetzt. Doch was dann?

Der Kurs verhält sich nicht so wie gedacht. Er läuft gegen einen. Nun sieht man vielleicht sogar, das man einen weiteren Anfängerfehler begangen hat und mit viel zu viel Geld handelt. Dazu gleich mehr.

Nun läuft der Kurs also gegen einem. Nun, wir können ja den Stopp etwas versetzten. Der Kurs braucht Platz. Was passiert dann? Der Kurs läuft weiter gegen einen. Mm, dann nehmen wir vielleicht den Stopp lieber ganz raus, wir wollen ja nicht ausgestoppt werden, nur das der Kurs danach gleich anfängt wieder zu drehen.

Und nun? Wenn man Glück hat, geht das sogar auf und der Kurs dreht wirklich. Aber was wenn nicht? Dann stehen ganz schnell mal gewaltige Summen als Buchverlust zu buche. Um sich nicht eingestehen zu müssen, das man riesigen Mist gebaut hat, kommt normalerweise dann der folgende Satz „Das Unternehmen sieht gut aus. Ich habe mich dazu entschieden, das jetzt als Langfristinvestition anzusehen und zu halten“

Ganz ehrlich. So eine Aussage ist Schwachsinn! Ich kann doch eine Aktie nicht zu einer Langfristinvestition machen, welches fundamentale Analyse benötigt, wenn ich kurzfristig nur von den Kursschwankungen profitieren wollte. Normalerweise wurde hier dann die technische Analyse angewendet.

Somit würde ich aus einer Spekulation, eine Investition machen. Sehr kritisch.

Deshalb, haltet euch an eure gesetzten Stopps! Versteht wofür diese da sind!

Ein Stopp ist ein Risikomanagementsystem. Ich bestimme nicht anhand meines Kontos oder anhand der aktuellen Kurses, wie groß meine Position in dem Wert wird, sondern anhand meines Stopps!

Kleines Beispiel:

Ich habe 10.000 € zur Verfügung.

Pro Trade sollen max. 2 % riskiert werden.

Ich möchte bei einer Aktie auf steigende Kurse spekulieren. Einsteigen möchte ich bei 66 €. Den Stopp will ich bei 63 € setzten.

Wie errechne ich nun, wie groß meine Position sein darf? Ganz einfach.

Zuerst, was sind 2 % von meinen 10.000€? 10.000€ / 100 * 2 = 200 €

Diese 200 € will ich maximal riskieren. Mein Einstieg soll bei 66 € sein. Meinen Stopp will ich bei 63 € haben. Die Differenz sind 3 €pro Aktie.

Nun errechnen wir, wie viele Aktien wir kaufen dürfen. Dazu die 200 € einfach durch die 3 € Differenz rechnen. Damit dürfen wir 66,66 Aktien kaufen. Was? 66,66? Nun ja, um genau zu sein 66. Es wird immer abgerundet, wenn es um das Risiko geht.

Wenn wir uns daran halten, könnten wir mindestens 50 Trades ausführen, bevor unser Konto platt ist (10.000 € / 200 € = 50)

Und genau das ist die Aufgabe eines Stopps! Er soll sicherstellen, das ihr weiterhin handlungsfähig bleibt und euch nicht mit wenigen Trades ruiniert.

 

Nicht überhebelt handeln

Gerne kommt dieser Fehler vor. Gerade Anfänger wollen ja nicht so viel Geld einsetzten, aber auch keine mini Gewinne machen. Da muss schon mit einem 1.000 € Konto Minimum pro Monat 200 € rumkommen. Lohnt sich sonst nicht, außerdem will man ja das Konto hoch traden. Dazu muss man natürlich mit einem dementsprechenden Hebel arbeiten. Immerhin will man 20 % pro Monat machen. Der Hebel wirkt leider ab auch in die entgegengesetzte Richtung. So schnell wie ich mein Konto damit hoch bekommen, so schnell kann es auch platt gemacht werden, mit dem Hebel.

Deshalb ist es wichtig, sich an den ersten Fehler zu erinnern und die Verluste immer zu begrenzen.

Aber noch ein kleiner Satz zu den Anfängern. Gerne hört man, ich gehe am Anfang ein höheres Risiko ein, um das Konto hoch zu bekommen. Später kann ich dann ja weniger Risiko eingehen.

Die Frage ist, warum sollte ich später weniger Risiko eingehen, wenn ich ein System habe, welches es schafft, mein Konto jährlich zu verdoppeln? Mit einem 10.000 € Konto bräuchte ich dann ja nur 8 Jahre, bis ich die erste Million hätte. Und warum machen das nicht die ganzen „Profitrader“ die behaupten, das zu schaffen und welche es euch natürlich, für einen kleinen Obolus, beibringen möchten? Ein Schelm wer Böses denkt…

 

Bleibe realistisch

Ein Anfängerfehler, mit dem auch ich zu kämpfen hatte, waren unrealistische Ziele. Die meisten Anfänger wollen, wenn sie anfangen an den Finanzmärkten aktiv zu werden, schnell Geld verdienen und davon möglichst viel.

Schnell will man sein Konto mindestens verdoppeln und das jedes Jahr. Die größten Investoren unserer Zeit schaffen zwischen 20 % und 30 % pro Jahr. Ich frage mich immer wieder, wie Anfänger darauf kommen, besser sein zu können als diese Leute?

Abgesehen davon, das man als Anfänger noch nicht einmal ansatzweise weiß, was es alles für Möglichkeiten gibt, fehlt ihnen auch die nötige Erfahrung und normalerweise auch Selbstdisziplin.

Man kann als Anfänger schon sehr sehr stolz auf sich sein, wenn man die ersten 2 Jahre überlebt, ohne sein Konto geplättet zu haben.

 

Siehe ein, das du für kurzfristige Trades keine Zeit hast

Dies mag für viele Anfänger suspekt klingen. Ich habe keine Zeit für kurzfristige Trades? Ja, richtig! Denn man hat bei kurzfristigen Trades folgendes Problem.

Um seine Signale nicht zu verpassen, muss man ständig vorm Bildschirm sitzen oder zumindest Alarme setzten und ständig in der Lage sein, schnell und sauber seine Trades einzugehen und zu verwalten. Auch wenn es heute Apps dafür gibt, glaubt mir, die sind nur Helfer um einen Trade halbwegs zu beobachten und kleine Änderungen vorzunehmen. Ordentliches Traden könnt ihr damit aber vergessen.

Hand aufs Herz. Wer an anfängt an den Finanzmärkten, hat eine Arbeit, Familie, Hobbys etc. Wer hat da Zeit den ganzen Tag vorm PC zu hocken? Und wer will das? Sollte das große Ziel nicht sein, durch das Investieren oder auch das Traden eigentlich Zeit zu gewinnen, Zeit für sich? Stattdessen werden viele vorm PC gebunden. Ich möchte dazu auch nochmal auf meinen Beitrag Freiheit durch Trading… eine Warnung verweisen.

 

Handelt niemals mit verplantem oder geliehenem Geld

Einer der ganz großen Fehler ist, mit Geld an den Finanzmärkten zu handeln, welches eigentlich bereits verplant ist. Sei es, um einen Kredit abzuzahlen oder eine größere Rechnung, welche zukünftig ansteht, zu bezahlen.

Viele denken, das Geld kann ich doch auch kurz einsetzten, um es zu vermehren… Großer Fehler. Anfänger gehen komischerweise immer davon aus, das sie mehr Geld aus dem Markt holen können. Mögliche Verluste, bzw. das der Trade auch in die entgegengesetzte Richtung gehen kann, werden ignoriert.

Noch Schlimmer ist es, mit Geld zu handeln, welches direkt geliehen wurde dafür. Grundsätzlich kann man das machen, wenn man die nötige Erfahrung hat, die Disziplin und einen Plan der funktioniert! Anfänger haben normalerweise nichts von all dem, auch wenn diese es vielleicht glauben.

Sobald man mit geliehenem Geld handelt, sollten die Gewinne, welche man damit erwirtschaftet, Minimum die monatlichen zu zahlenden Zinsen decken. Wenn diese das nicht tun, verliert man schon alleine deshalb Geld, da man Zinsen zahlen muss.

Die größte Gefahr ist hierbei auch, das man sich mit so etwas direkt ruinieren kann. Denn sobald man mit geliehenem Geld handelt, hebelt man. Somit kann man auch hier mehr Geld verlieren, als man eigentlich hat.

 

Investiert in eure Ausbildung

Je nach dem was ihr erreichen wollt, müsst ihr mehr oder weniger in eure eigene Ausbildung investieren. Leider investieren viele gar nicht in ihre Ausbildung. Vielleicht kauft man sich mal ein Buch wie Chartanalyse für Dummies*, das war es dann auch schon.

Das reicht aber nicht aus! Wenn ihr nur investieren wollt, um für eure Altersvorsorge etwas zu tun, reicht es meistens aus, Blogs zu lesen und sich etwas im Internet zu informieren. Wenn man dann auf Blue Chips setzt, reicht das.

Will man mehr, zum Beispiel von der Börse leben, oder tatsächlich reich werden an den Finanzmärkten, reicht es nicht aus, nur ein oder zwei Bücher zu lesen! Dann muss man Geld anfassen. Eine Ausbildung kostet nun mal Geld.

Ich selber habe ein Coaching, mehrere Webinare, unzählige Youtube Videos, an die 40 Bücher und viele Blogs gelesen, um so weit zu kommen, wie ich nun bin. Hier sind einige tausend Euro in meine Ausbildung geflossen.

Aber auch heute sage ich noch, es gibt immer Dinge, die ich nicht weiß. Und so werde ich weiterhin Bücher kaufen und lesen. Ich werde weiter Blogs lesen und sehen, ob ich so neue Anregungen bekomme für neue Ideen oder alte von mir selber zu verbessern.

Es ist also wichtig, das ihr nie aufhört zu lernen! Vermeidet am Anfang diese Anfängerfehler.

 

Anfängerfehler Zusammenfassung:

  • Verluste begrenzen, haltet euch an euren Stopp
  • Handelt nicht überhebelt
  • Bleibt realistisch bei euren Renditevorstellungen
  • Handel nicht zu kurzfristig
  • Handelt nicht mit geliehenem oder verplantem Geld
  • Investiert in eure Ausbildung… mehr als ein Buch!

Was glaubt ihr? Was sind für euch die schlimmsten Anfängerfehler?

Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

Konfuzius

(Visited 1.862 times, 1 visits today)
auxmoney - Geldanlage mit hoher Rendite

Kommentare (4)

  1. Hello,

    schöne Auflistung von möglichen Fehlern. Die Liste kann vermutlich beliebig erweitert werden 😀 Und noch auf alle möglichen Bereiche der Finanzmärkte ausgeweitet werden.

    Folgende Aussage würde ich allerdings genau umgekehrt sehen:
    “Und nun? Wenn man Glück hat, geht das sogar auf und der Kurs dreht wirklich. Aber was wenn nicht? Dann stehen ganz schnell mal gewaltige Summen als Buchverlust zu buche. Um sich nicht eingestehen zu müssen, das man riesigen Mist gebaut hat, kommt normalerweise dann der folgende Satz „Das Unternehmen sieht gut aus. Ich habe mich dazu entschieden, das jetzt als Langfristinvestition anzusehen und zu halten“”

    Wer Glück hat, verliert zu Beginn durch einen Fehler sein/ihr Geld. Wer Pech hat kommt die erste Zeit sehr gut durch und baut dadurch eine Resistenz auf die eigenen Fehler zu erkennen, denn der Erfolg hat die vorherigen Handlungen ja bestätigt.

    Das Problem ist eben das Einschätzen von Wahrscheinlichkeiten, was uns Menschen so überhaupt nicht liegt. Und um einigermaßen gut schätzen zu können, braucht man eben sehr viele Informationen.

    Beste Grüße
    Mike von den Beziehungs-Investoren

    P.S. Cool, dass du ein Wikifolio hast! Sehr spannend.

    Antworten
  2. Hallo,
    In der Tat, Anfängerfehler muss glaube ich jeder mal machen 😉
    Viele der von Dir beschriebenen Anfängerfehler treten allerdings bei einem eher aktiven Trading-Verhalten (dem Traum jedes Brokers!) auf. Langfristige Investoren, die eher steig investieren, werden davon nicht betroffen sein, oder?
    Wie recht Du übrigens mit dem letzten Punkt – investiert in die Ausbildung – auch wenn das nicht wirklich ein Anfängerfehler ist. Neben einem Finance Studium kommt man glaube ich aber auch mit dem Selbststudium von Blogs und einschlägigen Büchern weiter, oder?
    Viele Grüße,
    FF

    Antworten
    • Ja das stimmt. Die meisten Fehler wird man hier eher machen, wenn man aktiv Traden will und nicht investieren. Aber ich habe die Erfahrunggemacht, das viele Anfänger gerne erstmal versuchen, das “scgnelle” Geld zu machen.
      Selbstverständlich reicht es, wenn man qualifizierte Blogs, einige Bücher liest und Youtube Videos ansieht. Damit baut man sich auch bereits ein gutes Wissen auf und wird normalerweise direkt auf Fallstricke hingewiesen. Gute Coachings können da eine Abkürzung sein, kosten aber halt auch mehr.
      Ein Studium oder Ausbildung, welches mit Finanzen und Unternehmen zu tun hat ist sicherlich von Vorteil aber keineswegs ein muss. Es ist wie bei Unternehmern. Die wenigsten von den ganz Erfolgreichen, haben überhaupt irgendwo einen Abschluss 🙂

      Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*