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Die Aufgabe der Börse

Heute möchte ich erklären, was die eigentlichen Aufgaben einer Börse sind und auch, was die Börse mit den Kursstellungen beabsichtigt.

Angebot und Nachfrage zusammenführen

Die wichtigste Aufgabe der Börse, denn daran verdient diese ihr Geld, ist es, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen. Was bedeutet das? Wenn jemand seine Aktien der Firma X verkaufen möchte (Angebot) versucht die Börse diese Angebot durch eine dementsprechende Nachfrage zu bedienen. Dadurch kommt ein Handel zustande. Der Anbieter verkauft seine Aktien und der Käufer erhält diese in sein Depot. Dafür muss eine Gebühr bezahlt werden. Genau durch diese Gebühr verdient die Börse ihr Geld. Es ist also nicht verwunderlich, das diese versuchen wird, möglichst viel Aktienumsätze zu realisieren.
Heutzutage machen die Börsen Milliardengewinne. Da der Handel an den Börsen durch das Internet immer einfacher geworden ist und auch die Kosten extrem nachgelassen haben, ist es auch privaten Spekulanten möglich, das sogenannte Daytrading zu praktizieren. Alleine dadurch wechseln täglich tausende von Wertpapieren ihre Besitzer und jedesmal wird dafür eine Gebühr fällig.

Die Kursstellung

Eine weitere wichtige Aufgabe, gerade für die Händler und Daytrader wohl die wichtigste, ist die Kursstellung.
Jenachdem wie sehr ein Wert gehandelt wird, egal ob dies eine Aktie ist oder ein Future oder sonst was, wird teilweise sekündlich ein neuer Kurs gestellt.
Zu diesen Kursen können wir unsere Anteile der Aktien oder unsere Kontrakte bei Futures, kaufen bzw. verkaufen.

Wie entsteht aber nun eigentlich ein Kurs?
Ich möchte versuchen, dies so einfach wie möglich zu erklären. Zuerst müssen wir wissen, das es drei Grundordertypen gibt. Es gibt die Limitorder (ich möchte für mindestens 100€ verkaufen / ich möchte für höchsten 100€ kaufen), es gibt die Stopporder (wenn 100€ erreicht sind, will ich verkaufen, egal zu welchem Preis / wenn 100€ erreicht werden, will ich kaufen, egal zu welchem Preis) und es gibt die Marketorder (ich will jetzt verkaufen, der Preis ist mir egal / ich will jetzt kaufen, zu jedem Preis)

Vielleicht fällt es dem Einen oder Anderen auf, sobald eine Stopporder ausgelöst wird, wird diese zu einer Marketorder.

Kommen wir nun dazu, wie die Börse damit einen Kurs bestimmt.

Beispiel 1

Der Kurs einer Aktie beträgt zur Zeit 9€.

Käufer A will die Aktie unbedingt kaufen, der Preis ist egal. Also eine Marketorder.
Der Verkäufer will die Aktie aber erst zu einem Preis von 10€ verkaufen. Dazu hat er eine Limitorder in den Markt gelegt.

Hier kommt also ein Handel zustand. Da Käufer A egal ist, wieviel er bezahlt, kommt ein Handel mit dem Verkäufer zustand. Da dieser aber mindestens 10€ haben will, steigt der Kurs auch auf diese 10€ und Käufer A erhält die Aktie.

Der Kurs der Aktie beträgt nun 10€, da hier der letzte Handel zustandegekommen ist.

Beispiel 2

Die Käufer und Verkäufer haben folgendermaßen ihre Orders eingegeben. (Wichtig auch in der Reihenfolge, an der Börse gilt, wer zuerst kommt, malt zuerst)

Käufer
A – Market 20 Aktien
B – Limit 20 Aktien zu 9,50€
C – Stopp 20 Aktien zu 11€

Verkäufer
A – Stopp 20 Aktien zu 9,50€
B – Stopp 20 Aktien zu 9,40€
C – Limit 30 Aktien zu 11€

Nun geschieht folgendes. Die Börse arbeitet die Orders ab und versucht dabei den größtmöglichen Umsatz zu erzielen.

Der Kurs wird auf 9,50€ fallen, da hier die Stopporder von Verkäufer A ausgelöst wird und Käufer A bedient werden kann.
Danach fällt der Kurs weiter auf 9,40€. Nun wird die Stopporder von Verkäufer B ausgelöst. Käufer B wollte maximal für 20 Aktien einen Kurs von 9,50€ bezahlen. Da hat er aber Glück, der Kurs ist sogar tiefer gefallen. Somit erhält Käufer B seine 20 Aktien für 9,40€.
Jetzt kommt das fiese an der Sache.
Der Kurs steigt auf 11€. Käufer C ist erst ab diesem Kurs bereit zu kaufen und Verkäufer C ist auch erst hier bereit zu verkaufen. Käufer C erhält nun seine 20 Aktien. Nun hat Verkäufer C jedoch immernoch 10 Aktien und es gibt keine Nachfrage mehr.
Um wieder Nachfrage zu wecken, wird der Kurs nun stetig fallen, bis sich wieder Käufer in den Markt wagen.
Umgekehrt würde der Kurs steigen, sollten nicht alle Käufer bedient wurden sein, da die potentiellen Verkäufer noch nicht bereit sind zu verkaufen.

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