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Der (Leidens)Weg eines Traders – Teil 6 Am Ziel angekommen?

So, der letzte Teil der Artikelserie. In meinem letzten Teil schrieb ich darüber, wie erst alles um mich herum zerbrach, ich mich neu ordnete und meinen ganzen Stil an der Börse hinterfragte.

Heute kommen wir nun zum letzten Teil. Wie ich letztendlich zum Optionshandel kam. Wie ich allmählich meinen Frieden fand. Die Artikelserie hat mir dabei wirklich Spaß gemacht. In meinen alten Aufzeichnungen zu lesen war lustig und etwas traurig zu gleich.

Es hat mir gezeigt wie die Zeit vergeht. 2012 fing ich damit an, mich mit der Börse zu beschäftigen. Heute, nach fast 5 Jahren kann ich auf einen recht interessanten Weg zurückblicken. Der Weg war nicht immer schön. Der Großteil war sogar eher belastend. Aber ich bin ihn weitergegangen.

Ich denke das ist es, was einem letztendlich erfolgreich an der Börse macht. Egal ob Trader oder Investor. Das nicht aufgeben, auch in härteren Zeiten, wird uns zum Erfolg führen. Das ernsthafte dranbleiben, mit einem höher gestellten Ziel.

 

Teil 6 – Am Ziel angekommen?

Am Ziel angekommen? Vielleicht. Keiner weiß ernsthaft was in der Zukunft kommen wird. Aber ich fühle mich so, als wäre ich am Ziel. Auch wenn der Optionshandel auch nicht immer einfach ist, ist er wohl das, was zu mir passt. Wie ich nun letztendlich zu ihm gekommen bin, erfahrt ihr jetzt.

Der Wunsch nach Unabhängigkeit

Die 3-Filter-Strategie machte ihre Arbeit, aber es passte noch nicht wirklich zu mir. Den größten Nachteil welchen ich an ihr sah war, das ich mit der Strategie keine Chance hatte, monatliche Einnahmen zu verbuchen.

Das aber wuchs als Wunsch in mir. Ich wollte nicht einfach nur Rendite. Ich wollte es schaffen, skalierbar, nachhaltige und verlässliche Einnahmen an der Börse zu haben, Monat für Monat.

Die erste Möglichkeit welche mir dabei einfiel, waren natürlich Dividenden. Besser als nichts, obwohl man sich vorstellen kann, wie viel Geld nötig ist, um ansehnliche Dividendenerträge zu generieren.

So beschäftigte ich mich wieder mehr mit der Fundamentalanalyse. Natürlich stößt man da unweigerlich auf Benjamin Graham und Warren Buffett.

Aber nicht nur auf die Beiden. Ich fand irgendwie in den Weiten des Internets eine Seite, welche aufzeigte, das man via Optionen seine Aktien kaufen könnte. Wenn man die Aktien dann hatte, konnte man wieder Optionen darauf verkaufen.

Klingt etwas nach der Seite von Chri^^ War es aber nicht. Ich habe die Seite danach nie wieder gefunden.

Sehr interessant war auch, die Aufschlüsselung eines Briefes an die Aktionäre von Warren Buffett.

Darin war zu sehen, das auch der größte Investor unserer Zeit, mit Optionen handelte. Das war sehr interessant zu sehen.

Das war dann auch so der Schlüsselmoment, in dem ich mich entschied, mehr über Optionen zu erfahren. In Deutschland etwas schwierig, da die Community nicht so groß ist. So kam es, wie es kommen musste. Ich geriet an Jens Rabe.

Man konnte sich zwar auch ein wenig Allgemeinbildung von solchen typischen Seiten holen, wie GeVestor.de, aber die Informationen gingen mir nicht tief genug.

Also kurzerhand das Buch von Jens* bestellt. Es dauerte auch nicht lang, bis ich mir weitere Bücher bestellte. Ich bin jemand, ich möchte immer gerne mehrere Herangehensweisen lernen und verstehen. Nur so kann ich entscheiden, welche für mich die Richtige ist.

Ich war begeistert davon, das man es mit Optionen tatsächlich schaffen kann, ein monatliches Einkommen zu generieren. Was mich noch sehr viel mehr begeisterte war dabei, das man dafür nur einen Bruchteil des Geldes benötigte, als wenn man auf Dividenden setzte.

Ihr wisst selber das eine Stange Geld notwendig ist, um Monat für Monat vielleicht 100 € Dividenden zu kassieren. Mit Optionen ist nur ein Bruchteil davon nötig. Natürlich haben die Optionen den Nachteil, das diese keine Buchgewinne machen, wenn die Märkte steigen.

Ich wollte also Optionen handeln. Schnell reifte die Idee der sich selbst abzahlenden Aktie in mir auf. Bis heute muss ich zugeben, bin ich von der Idee begeistert und sogar überzeugt. Die Möglichkeit auf eine, rechnerisch, unendlich Rendite, da sich die Aktie selber abzahlen.

In mir kamen all die Möglichkeiten auf, die Optionen boten. Es war eine faszinierende neue Welt. Endlich hatte ich eine Möglichkeit, strategisch an der Börse vorzugehen. Und so saugte ich alles auf, was ich fand.

 

Der Kapitalist erblickt die Welt

Geld arbeiten lassen… kennt ihr den Ausspruch, seinen zweiten Frühling erleben? So kam es mir vor im Sommer 2016.

Die Märkte knickten seit Jahresbeginn ein, überall Unsicherheit. Brexit, Trump… und ich fühlte mich einfach klasse. Ich las in der Zeit sehr viele Bücher. Ich wollte meinen Horizont erweitern.

So las ich Bücher wie, Der Reichste Mann von Babylon* (zum x mal, ich liebe dieses Buch), Die 4-Stunden Woche* und noch einige mehr. Ich mache weiter unten eine Auflistung von den sinnvollen Büchern. Denn nicht alle hatten wirklichen Mehrwert für mich.

Ich fing an auch aktiver in Börsengruppen mitzumachen. Es erschreckte mich, wie viele Anfängerfragen da kamen. Die Leute handelten teilweise Futures, wussten aber nicht wie ein Kurs entsteht!? Also entschied ich mich, mein Wissen und meine geistigen Ergüsse kundzutun.

Es dauerte nicht lang, bis ich mich entschied, eine eigene Website zu starten. Das wiederum hing aber erstmal eher mit Nischenseiten zusammen^^ Ihr seht schon, es war ein sehr produktiver Sommer. Nun, die Nischenseiten habe ich bis heute nicht. Ich fing mit einer an, jedoch nutze ich diese heute dazu, Tests durchzuführen, wie neue Plugin oder andere Sachen, bevor ich diese auf Der Kapitalist übertrage.

 

Ich glaube ich schweif ab…

 

So entschloss ich mich, diese Seite aufzubauen. Hier sollten Anfängerfragen auf alle Themen der Börse beantwortet werden. Ein bisschen Finanzwissen sollte auch gleich noch mitgegeben werden.

Einfach gesagt, mir fehlte völlig die Positionierung 😀

Trotzdem kam der Kapitalist. Im Juni 2016 erblickte die Seite das Licht der Welt. In den ersten Monaten hatte ich unglaubliche 100 Aufrufe. Die Meisten dabei waren von mir selbst oder Leuten, welche über die Seite schauen sollten. Heute schafft es die Seite Monat für Monat mehr Aufrufe zu generieren, was mich echt recht stolz macht.

Auch wenn der Kapitalist kaum Aufrufe hatte, so lernte ich doch andere Blogger kennen. So war einer meiner ersten Bekanntschaften Michael vom Stillhalter geworden. Er beantwortete mir damals auch einige Fragen die ich noch zum Thema Optionen hatte.

Danach kam Chri, mit dem ich seit dem fast im täglichen Kontakt stehe. Wir stehen uns gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite.

 

Ich bin bereit, ich bin bereit… für Optionen 🙂

Nachdem ich mich nun bei Chri und Michael etwas über die Praxis informierte, war es für mich an der Zeit, mit Optionen zu handeln.

Anfangs war meine Strategie dabei recht simpel. Nur Puts handeln, bei Aktien, welche ich grundsätzlich auch erstmal halten würde, bzw. die ich mir einbuchen lassen würde. Ich wollte zuerst ein Gefühl bekommen für die Optionen. Wie sich diese Verhalten.

Wie gesagt, es war kein Hexenwerk was ich da machte. Laufzeit der Optionen 1 Monat auf eine Aktie, bei dem mir das Unternehmen gesund vorkam. Achso, Dividende sollte die Aktie auch noch zahlen. Sollte etwas schief gehen, wollte ich wenigstens Dividenden kassieren.

Und so handelte ich also meine ersten Trades. Ich verkaufte recht häufig direkt Optionen am Kurs. Das brachte eine schöne Prämie ein.

Auf die eingebuchten Bestände wollte ich dann Calls schreiben, um mir eine extra „Dividende“ jeden Monat zu erwirtschaften. Im Grunde war meine Strategie anfangs wie die von Chri. Doch ich fing auch hier uns da an zu überlegen, ob es nicht besser ist, ohne die Aktien zu traden.

So sah ich mir, und das tue ich noch immer, Videos von Tastytrade an. Die haben eine recht amüsante „macht was ihr wollt“ Strategie.  Natürlich vermitteln auch sie Regeln. Am interessantesten finde ich aber ihre verschiedenen Studien.

Auf jeden Fall kam ich dann darauf, mein Handeln an der Börse komplett auf Optionen zu beschränken. Also lernte ich noch, wie man rollt und welche Arten von Reparaturstrategien es gibt.

 

Transparenz ist alles

Und so sind wir nun beim heutigen Stand der Dinge. Seit Januar diesen Jahres veröffentliche ich meine Einnahmen an der Börse. Für Jedermann ersichtlich schreibe ich über Erfolge und Misserfolge, über gute und schwere Zeiten.

Dies wird auch weiterhin so bleiben. Für mich ist Transparenz wichtig um Vertrauen aufzubauen. Es gibt zu viele, die nur ihre guten Trades zeigen oder nur sagen, das sie in jeder Marktphase Geld verdienen, es aber im Ernstfall nicht beweisen wollen.

Nun kennt ihr meine grobe Geschichte bis heute. Alles weitere steht noch in den Sternen aber ihr könnt euch sicher sein, das ich ohne Verschleierungen oder Geheimnisse weiterhin alles schreiben werde, was gut läuft, was nicht gut läuft und euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen werde.

So hoffe ich das wir gemeinsam, in einigen Jahren, auf den Blog schauen können, ich wieder auf meine Börsenvergangenheit, und sehen was geworden ist. Natürlich erwarte ich dabei eine positive Entwicklung 🙂

 

Ich hoffe euch hat die Artikelserie gefallen. Es würde mich natürlich freuen, wenn ihr auch Anfänger diese empfehlen würdet. Denn sie zeigt, was alles passieren kann, gerade wenn man sich dem Trading verschrieben hat.

 

Zu guter Letzt noch die Auflistung der Bücher, welche ich gelesen habe:

Der Reichste Mann von Babylon*     (mein Lieblingsbuch)

Die 4-Stunden Woche*

Reicher als die Geissens*     (das Buch brachte mich dann letztendlich dazu, endlich einfach mal anzufangen und nicht nur Pläne zu schmieden)

Warum ihr schuftet und wir reich werden*     (mein Zweitlieblingsbuch 😉 )

 

 

Teil 1 – Der Weg zur Börse

Teil 2 – Die Reise beginnt

Teil 3 – Wisse, was du nicht weißt

Teil 4 – Mit CFDs zum Erfolg?

Teil 5 – Aufgegeben wird nicht

Teil 6 – Am Ziel angekommen?

 

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Kommentare (10)

  1. Hauptsache du hast den Weg zu Optionen überhaupt gefunden 🙂

    Ich bin da auch ganz froh, dass ich Optionen entdeckt habe. Es ist eine tolle Welt und man hat viel mehr Gestaltungsspielraum als mit Aktien allein. Ich glaube man ist hier für seine Performance viel mehr verantwortlich, als die meisten Langfristiganleger sich vorstellen können. Denn Optionen kann man in jedem Markt erfolgreich handeln!

    Viel Erfolg dir weiterhin 🙂
    VG, Rico

    Antworten
    • Hallo Rico,

      bin da deiner Meinung. Mit Optionen ist es auch nicht immer einfach, aber man hat mehr selber in der Hand. Selbst ob ein Trade ein Verlirer wird oder nicht, kann man weitaus mehr selber bestimmen, als mit irgendeiner anderen Finanzinstrument

      Antworten
  2. Das war wirklich eine super interessante Artikelserie, aber tu mir bitte einen Gefallen: dass und das .. know the difference.

    Ansonsten wünsch ich dir ein schönes Wochenende und freue mich auf weitere Artikel von dir ..

    Antworten
  3. Hallo Martin,

    Sehr schön! Auch ich bin auf die Zukunft gespannt. Und wie bereits geschrieben hast, wir und auch der Rest der Community stehen uns mit Rat und Tat zur Seite. Deshalb blicke ich sehr positiv in die Zukunft, auch in sehr schwachen Börsenphasen.

    mfG Chri

    Antworten
  4. Ein Text oder Video wie man den ersten Trade macht.
    Auf was man achten muss.
    Auch xas rollen ist sicher interessant im laufe der weiteren Entwicklung.

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    • Hallo Dieter,

      werde mich dem allem noch widmen. Leider komme ich nicht ganz so schnell voran wie gewollt. Grade mit dem Videos hänge ich echt hinterher momentan.

      Ich habe auch vor eine kleine Ausbildungs- / Praxisseite hier zu integrieren. Das wird zwar alles noch etwas dauern, aber darauf dürft ihr gespannt sein 🙂

      Antworten
      • Hallo Martin.
        Ich freue mich auf beides so das auch ich meinen ersten trade machen kann und da ist die hlfe vin dir und Christopher gut.

      • Grüß dich Dieter,

        das wird schon. Klein anfangen und erstmal einen Trade machen um zu sehen wie sich Optionen verhalten und ein Gefühl zu bekommen. Der Rest kommt von alleine 😉

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