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Optionsstrategien – Der covered Call im Detail

Covered Call

Heute geht es weiter bei den Optionsstrategien mit dem covered Call.

Hierzu erkläre ich euch heute, für wen dieser geeignet ist und wo die Vor- und Nachteile liegen.

 

Was ist ein covered Call?

Ein covered Call verbindet eine Aktienposition, mit einer verkauften Calloption.

Das Ziel dieser Strategie ist es, einen monatlichen Cashflow auf vorhandenen Aktienpositionen zu erzeugen, ohne mehr Risiko eingehen zu müssen. Somit kann man mit einem covered Call seine Cashflow Strategie, bei z.B. Dividendenstrategien, stark erhöhen.

Optimal für diese Strategie ist es, wenn man von dem Basiswert 100 Aktien hält. Somit muss man keine zusätzliche Margin hinterlegen. Jedoch ist die Strategie grundsätzlich auch mit weniger Aktien im Depot umsetzbar. Hierbei muss man aber zusätzliche Margin hinterlegen.

 

Beispiel:

Verkauf Call       110 $

Aktienpreis        100 $

 

Man kann den covered Call als zusätzliche Dividendeneinnahme ansehen. Somit ist es möglich, den ursprünglichen Einstandskurs jeden Monat um einige Cent zu drücken.

 

Auswahl des Basiswerts

Am effektivsten ist der Verkauf der Calls, wenn die Volatilität gerade hoch ist. Somit erhält man mehr Prämie.

Da die Call aber durch die Aktien gesichert sind (deshalb covered) sollte dies nur eine weniger Wichtige Voraussetzung sein. Wichtiger wäre, das ihr diese Strategie nur auf Aktienpakete anwendet, bei denen ihr mindestens 50 Aktien besitzt.

Dies bindet natürlich recht viel Geld. Der Poor Mans Covered Call ist da eine Alternative, für kleinere Konten.

 

Wie wird der covered Call aufgesetzt?

Legende:

C = Call

Oberhalb der Linie = verkaufte Optionen

Unterhalb der Linie = gekaufte Optionen zur Absicherung

Kreis = aktueller Kus

 

Der covered Call ist eine sehr einfache Strategie. Hierbei liegt das Risiko in der Aktie selber, nicht in der Option.

covered Call

Wo man dabei selbst den Call verkauft, hängt davon ab, wie viel Gewinnpotential man der Aktie zutraut.

Gerade bei Buy and Hold sollte man den Call weiter weg verkaufen. Man erhält zwar weniger Prämie, aber meist haben diese Anleger auch nicht vor, ihre Aktienpakete wirklich zu verkaufen.

Denn es sollte klar sein, ist der Call im Geld und wird angedient, muss man seine Aktien liefern.

Was man beachten sollte wäre, das der Call immer über dem Einstandskurs verkauft wird.

Sollte dies mal nicht möglich sein, gibt es die Möglichkeit, einen langlaufenden Call zu verkaufen und somit über den Einstandskurs zu kommen.

 

Praxistipp

Woran einige nicht denken ist folgendes.

Man erhält die Prämie für die Option sofort. Gerade wenn man etwas länger laufende Optionen verkauft, können so schnell mehrere hundert Dollar zusammenkommen. Dieses Geld kann man sofort reinvestieren und sich davon neue Aktien kaufen.

 

Gewinnziel eines covered Call

Den Call sollte man bei einem Restwert von ca. 50 % zurückkaufen und einen neuen Call aufsetzen.

Der maximale Gewinn bei dieser Strategie ist die Differenz zwischen aktuellem Kurs bis zum Strike des Calls, plus der eingenommenen Prämie.

 

Adjustierung des covered Calls

Normalerweise wird diese Strategie nicht adjustiert.

Was man machen kann, ist den Call bei 50 % Restwert zurückzukaufen und einen neuen Call zu verkaufen, um so zusätzliche Prämien einzunehmen.

 

Eine direkte Adjustierung, um das Andienen im Zweifelsfall zu verhindern, gibt es nicht.

 

covered Call Zusammenfassung:

Volatilität

Hoch

Tradeausrichtung

Neutral bis Bärisch

Credit oder Debit Trade

Credit

Gewinnziel

50 % der Ursprungsprämie

Verlustpotential

Auf Aktienpaket begrenzt

Adjustierung

keine

Gewinnpotential

Prämie + Differenz von Kurs zum Strike

Anzahl an Optionen in Strategie

1

Breakevenberechnung

Strikekurs + eingenommene Prämien + Kursgewinn

Schwierigkeitsgrad

Einfach

Geeignet für Konten

Welche Aktienpakete mit min. 50 St. pro Basiswert halten

Gebührenbelastung

niedrig

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Kommentare (3)

  1. Sehe ich genauso. Man kann zwar Rollen, aber ich würde lieber dann auf Puts gehen. Die bringen in der Regel auch mehr Prämie …

    Es gibt aber hier kein klares Falsch oder Richtig. richtig ist, was sich für dich gut anfühlt.

    CU Ingo.

    Antworten
  2. Hey Martin,

    du schreibst normalerweise wird diese Strategie nicht adjustiert – warum nicht? Ich habe gerade heute in meinem Blog einen Beitrag dazu verfasst , da ich vor der Überlegung einer solchen “Justierung”/dem Rollen stehe und das aus Gewinn/Risikosicht durchaus Sinn macht.

    Hab ich da einen Denfehler gemacht?
    https://www.penningfuxer.de/2017/368/optionen-das-erste-mal-rollen-aka-verlust-realisieren/

    mfg
    Oli

    Antworten
    • Grüße,

      den Artikel habe ich heute bei dir gelesen 😉

      Nun, diese Strategie wird deshalb eigentlich nicht adjustiert, da man covered Calls normalerweise mit dem Wissen und “Risiko” schreibt, das die Aktien dann ausgebucht werden.
      Normalerweise sollten die Aktien aber nicht extrem über dem Kurs schließen (Ausnahmen bestätigen die Regeln) wodurch man z.B. Puts direkt am Kurs wieder schreiben könnte oder die Aktien dann direkt wieder kaufen könnte.

      Der Call dient ja eigentlich nur als kleiner Goodie. Sollte man nun anfangen den Call zu rollen, geht man weitere Risiken ein. Was ist, wenn die Aktie wieder fällt? Was sollte dich davon abhalten, den nächsten Call wieder zu rollen?

      Ich würde die vorschlagen, sollten deine Aktien ausgebucht werden, das du lieber dann Puts auf deinen Ausbuchungskurs schreiben solltest. Vielleicht auch länger laufende. Den Call selber zu rollen, sehe ich aber als wenig sinnvoll an. Das macht man normalerweise nur, wenn man einen naked Call hat und nicht 100 Aktien short eingebucht bekommen möchte^^

      Antworten

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