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Chartdarstellungen

Nachdem ich im letzten Beitrag über die verschiedenen Möglichkeiten des spekulativen Handelns geschrieben habe, möchte ich euch heute einige Chartdarstellungen erklären und näher bringen.
Auf alle Darstellungen werde ich jedoch nicht eingehen können,. Ich werde jedoch auf die gängigsten eingehen und ihren Aufbau erklären und welche Informationen wir daraus nehmen können.

Die zeitabhängigen Charts

Es gibt zwei große Charttypen. Eine davon sind die zeitabhängigen Charts. Diese sind dadurch gekennzeichnet, das nach einer vorher definierten Zeit (5min, 15 min…1 Monat usw.) der Chart erweitert wird, bzw. ein Abschnitt als beendet angesehen wird.

Die Mutter aller Charts.. der Linienchart

Der Linienchart ist die einfachste Variante, die Kurse grafisch darzustellen. Im Grunde wartet man nur den Schlusskurs (Eröffnungskurs, Höchststand oder was einem besser gefällt) ab und verbindet die Punkte miteinander. Somit kann man einfach Korrekturen und Trends ausmachen. Leider sagt uns der Linienchart aber auch nicht mehr, weshalb dieser nur noch selten vorkommt.

Linienchart

Mehr Infos gewünscht? Kein Problem… der Balkenchart

Jeder Balken im Chart ist ebenfalls zeitlich vordefiniert. So kann ein Balken nach 5 min oder auch nach eine Woche erst beendet sein, je nach Einstellung.
Ein Balken sagt uns aber viel mehr, als der Linienchart. Ein Balken zeigt uns, wo der Eröffnungskurs war, wie weit der Kurs in der Spitze gestiegen ist und wieweit im Tief gefallen. Außerdem zeigt er uns auch noch den Schlusskurs an.
Ein Balken ist immer gleich aufgebaut. Er besitzt einen Körper, eine linke, sowie eine rechte Flagge. Die Linke Flagge zeigt uns den Eröffnungskurs an. Die rechte Flagge dagegen den Schlusskurs. Der Körper zeigt uns an, in welcher Spanne der Kurs innerhalb der definierten Zeit schwankte. So zeigt die Spitze den Höchstkurs an, das Tief dagegen den Tiefkurs.
So kann man besser Widerstände oder Unterstützungen ausmachen. Wurde ein Balken weit nach unten gehandelt aber anschließend sogar wieder über den Eröffnungskurs hinaus getrieben, kann man daraus schließen, das es an dieser Stelle viele Käufer gab.

Balkenchart positivBalkenchart negativ

Der asiatische Bruder der Balken… der Kerzenchart

Der Kerzenchart, oder auch Candlestickchart genannt, beinhaltet dieselben Informationen wie die Balkencharts. Jedoch sind diese besser abzulesen, wodurch die Kerzen sich zu der beliebtesten Kursdarstellung in einem Chart gemausert haben.
Eine Kerze besteht aus einem Körper, einem oberen und einem unteren Docht. Manchmal werden die Dochte auch Schatten genannt. Der obere Docht zeigt den Höchstkurs an, welche in der vordefinierten Zeit erreicht wurde, der untere den tiefsten Kurs. Der Körper dazwischen zeigt einem den Eröffnungs- und Schlusskurs.
Ist der Schlusskurs größer als der Eröffnungskurs, haben wir eine grüne Kerze. Ist der Schlusskurs darunter, wird daraus eine rote Kerze. Die Farben selber können in fast allen Chartsoftwaren selber eingestellt werden.
In seltenen Fällen hat eine Kerze gar keinen Körper, da der Schlusskurs gleich dem Eröffnungskurs ist. Wenn dies passiert, reden wir von einem Doji. In einem späteren Artikel werde ich mich noch den reinen Lesen von Kerzencharts widmen, da es hierzu einen ganz eigenen Tradingansatz gibt.

Kerzenchart LongKerzenchart short

Die zeitunabhängigen Charts
Kommen wir zur zweiten großen Gruppe der Chartdarstellungen. Den zeitunabhängigen Charts. Wie es der Name bereits sagt, ändert sich der Chart nicht nach einer vorgegebenen Zeit, sondern hier spielt der Kursverlauf eine Rolle. Hier muss sich der Kurs erst in vordefinierten Spannen bewegen, bevor dies im Chart angezeigt wird. Dies hat enorme Vorteile. Seitwärtsphasen können so ausgeblendet werden, Fehlinterpretationen durch zeitliche Beschneidungen der einzelnen Bars oder Kerzen werden vermieden.

Spielen wir jetzt Tic Tac Toe? Nein… Point & Figure

Der Point & Figure Chart erinnert schon etwas an Tic Tac Toe, obwohl beide einiges gemeinsam haben.
Ein Point & Figure Chart besteht ebenfalls aus Boxen, X-Symbolen und O-Symbolen.
Die Boxen sind Einstellungen, welche man selber definieren muss. Diese kann man in den Chartsoftwaren meist als prozentuale Zahl oder auch als feste Zahl eingeben. So muss sich der Kurs zum Beispiel um mindestens 5% oder um 1€ nach oben oder unten bewegen, das ein neues Symbol kreiert wird. Schwankt der Kurs hingegen Tagelang nur ein paar Cent hin und her, wird dies im Chart nicht angezeigt.
Eine weitere Kenngröße bei Point & Figure ist die Umkehrgröße. Standard ist hier 3, jedoch werden auch Umkehr 1 und 5 häufig verwendet. Die Umkehrgröße soll kleinere Gegenbewegungen herausfiltern, um die relevanten Trends besser erkennen zu können. Doch was bedeutet die Umkehrgröße nun genau? Umso größer die Umkehrzahl, umso größere Gegenbewegungen werden herausgefiltert. Nehmen wir an, wir sind in einer Aufwärtsbewegung. Nach jedem vollem neuem Euro wird ein X-Symbol gesetzt. Nun fallen die Kurse wieder. Erst wenn der Kurs um den Umkehrfaktor 3 gefallen ist (also hier um 3€) wird dies als eine Umkehr angesehen. Erst dann wird eine neue Spalte angefangen und die O-Symbole verwendet.

Point & Figure Chart

Nur sehen was wichtig ist… Renko Charts

Die Darstellung der Kurse über Renko ist eine faszinierende Darstellungsweise aus Japan. Sie zeigt die Grundrichtung der Kurse an und ich selber versuche mich immer mehr auf die Renkodarstellung zu konzentrieren, da diese nur das wesentliche anzeigen. Die Renkocharts zeigen uns nicht nur in welche Richtung der Kurs aktuell hin geht, er zeigt uns auch die Dynamik an. Wie auch Point & Figure werden dabei kleinere Kursschwankungen herausgefiltert. Jedoch baut Renko teilweise auf zeitabhängige Kurse auf, bzw. nimmt diese zur Berechnung des eigenen Charts
Auch bei den Renkos gibt es eine Boxgröße. Diese kann ebenfalls in prozentualen, wie auch in harten Zahlen festgelegt werden. Persönlich empfehle ich die prozentuale Variante.
Die Renkos werden nach folgenden Regeln erstellt. Man muss sich hier teilweise in die Kerzencharts hineindenken, denn diese dienen zur Berechnung.
Es wird das Hoch der vorhergehenden Kerze genommen und mit dem Schlusskurs der aktuellen Kerze verglichen. Ist der Schlusskurs, in unserem Fall 2%, höher als das Hoch der vorhergehenden Kerze, wird ein Renko gesetzt. Ist er 4% höher, werden zwei Renkos gesetzt. Ist der Unterschied nur 1,5% wird gar kein Renko gesetzt. Ein negativer Renko würde entstehen, sobald der Schlusskurs min. 2% unter dem Tief der vorhergehenden Kerze liegt.

Renkochart

Zum Schluss möchte ich euch noch einmal alle vorgestellten Darstellungen in einer Gegenüberstellung zeigen. Die Charts sind alle von Südzucker und in den Standardeinstellungen erstellt wurden.

Südzucker als Linienchart

Südzucker als Linienchart

Südzucker als Balkenchart

Südzucker als Balkenchart

Südzucker als Kerzenchart

Südzucker als Kerzenchart

Südzucker via Point & Figure

Südzucker via Point & Figure

Südzucker in einem Renkochart

Südzucker in einem Renkochart

Die Charts wurden mit der Software von ProRealTime erstellt.

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